Knapps silberne Krönung

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Anja Knapp zeigte auf dem Kopfsteinpflaster in Grimma der Konkurrenz die Hacken, sicherte sich mit toller Laufleistung den zweiten Platz.  Foto: 

Zwei Wochen nach dem Rennen in Tübingen war das sächsische Grimma bei Leipzig Gastgeber des vierten Wettkampfes um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Zugleich ging es auf den sehr anspruchsvollen, bergigen Strecken (Rad, Lauf) zum zweiten Mal nach 2011 um die Deutsche Meisterschaft der Elite auf der „Sprintdistanz“.

Auch in Grimma fand das Schwimmen (750 Meter) in einem Fließgewässer, der Mulde, statt. Schon diese erste Disziplin verlangte einiges ab: Strömung, schlechte Sicht und Kurs um Bojen, sodass Können und Glück harmonieren mussten. „Scharfrichter“ der Radstrecke (20 Kilometer) ist der berüchtigte Prophetenberg, der in jeder der drei Radrunden bezwungen und mit Tempo hochgefahren werden musste.

Entschieden wurde dann der Sprintwettkampf auf den fünf Kilometern (vier Runden) mit vielen Ecken, Kurven und Kopfsteinpflaster in den Straßen der Altstadt mit dem spektakulären Zielbereich auf dem historischen Marktplatz von Grimma.

Die Mulde schäumt

Ab dem Start schäumte die Mulde unter den Armschlägen der knapp 60 Athletinnen, die in zwölf Teams deutsche und internationale Weltklasse verkörperten, gewaltig auf. Schon nach zehn Minuten  war ein Fünfer-Pulk bereits wieder auf der Zielgeraden zum Wasserausstieg: Emma Jeffcoat, die Australierin für Lemgo, dann schon Anja Knapp mit blendender Vorstellung gleichzeitig an der Spitze mit Laura Lindemann/Potsdam, kurz vor Anabell Knoll/Lemgo, Emmie Charayron aus Frankreich/Buschhütten, Gillian Backhouse Australien/Krefeld.

Dieses Sextett eilte mit knappem Vorsprung in die Wechselzone: Helm auf, Radschuhe an und hinaus auf die Radstrecke. Ab jetzt wurde mit Vollgas Rad gefahren. Lindemann und Knapp sorgten auf dem selektiven und technisch anspruchsvollen Kurs für wertvolle Arbeit, und die Lücke zu den Verfolgerinnen mit weiteren namhaften Mitfavoritinnen wie Hanna Philippin, Theresa Baumgärtel oder Sophia Saller wurde von Runde zu Runde leicht größer. Nach 20 Kilometern folgte in der Stadtmitte der Wechsel für die 4x1,2 Kilometer langen Laufrunden. Der Dettinger Anhang durfte sich permanent freuen, denn Anja Knapp lief ihr bislang bestes Rennen. Zwar übernahm Lindemann sofort, wie erwartet, das Kommando und konnte sich lösen. Nach vier Runden und 1:04:14 Stunden griff sie als Erste nach dem Zielband im Zielbogen auf dem Marktplatz. Doch Anja Knapp wurde für ihre Leistungssteigerung der letzten Wochen belohnt.

Im großen Jubel ihres an der Strecke anfeuernden Anhangs, sicherte sie sich nach 1:05:14 Stunden die nur in Träumen erhoffte Silbermedaille und die Deutsche Vizemeisterschaft im Elitefeld der Damen vor Sophia Saller/Buschhütten 1:06:07, und der Titelverteidigerin Lena Meißner/Neubrandenburg, die in 1:06:29 Vierte wurde.

In der Mannschaftswertung gewann das Quartett des TV Lemgo vor dem TV Buschhütten und der TG Witten. Hier durfte sich Kapitänin Anja Knapp als Beste ihres TG-Teams mit Zsofia Kovacs, Bianca Bogen und Charlotte McShane nochmals über den dritten Platz auf dem Siegerpodest in der Bundesliga-Mannschaftswertung freuen.

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