Herzschlag-Finale in der Arbachtalhalle

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Nichts für schwache Nerven waren die letzten Spiele der Volleyballsaison 2016/17. Dabei schafften die Landesliga-Damen des TSV Eningen mit viel Power den Sprung in die Relegationsspiele zur Oberliga, während Eningens Landesliga-Herren immerhin den direkten Abstieg verhindern konnten und nun in der Abstiegsrelegation auf den Lokalrivalen VfL Pfullingen, der sich ja schon vor zwei Wochen Rang zwei in der Bezirksliga sicherte, treffen. Verpasst haben hingegen die Aufstiegsspiele die Bezirksliga-Damen der SG Reutlingen/Betzingen.

Relegation 1

Verwundert rieben sich die zahlreichen Fans die Augen, als in den Sätzen eins und zwei nicht der Tabellenzweite TSV Eningen (Frauen) das Heft in die Hand nahm, sondern der abstiegsbedrohte Gast aus Friedrichshafen.

Die mit Gardemaß ausgestatteten Seehäsinnen ignorierten bei ihren Angriffen meistens den TSV-Block und erstickten ihrerseits Eningens Angriffe schon im Keim.

Nach dem 0:2-Rückstand reagierte Trainer Patrick Anft und brachte mit Saskia van Severen, Mareike Zander und Ute Hellmann drei frische Kräfte. Und urplötzlich drehte sich das Spiel. In dem Maße, wie den Schmetterlingen Flügel wuchsen, ließen beim VfB die Kräfte nach.

Als der Ausgleich geschafft war, war der Jubel schon riesengroß, doch noch fehlte der eine Punkt, um das eigentliche Aufstiegsspiel gegen Ochsenhausen im Anschluss bedeutungslos zu machen.

Und wieder waren es van Severen und Zander, die die wichtigen Punkte machten, ehe Lea Gruschwitz mit einem krachenden Schmetterschlag den Sack zumachte (15:10). Der Schlusspfiff ging im Freudentaumel der Spielerinnen unter. Da spielte es auch keine große Rolle, dass das anschließende Duell mit Ochsenhausen glatt mit 0:3 verloren ging. Die Aufstiegsspiele gegen Schwäbisch Hall und Allianz Stuttgart 3 am 30. April, noch dazu in eigener Halle, waren erreicht.

TSV Eningen:  Bings, Gruschwitz, Hellmann, Mader,  Missbauer, Ribeiro-Küppers, Schiedt, van Severen, Taigel, Wien, Zander.

Relegation 2

Nach zwei Sätzen im Kellerduell gegen den VC Baustetten sah Landesligist TSV Eningen schon wie der sichere Sieger aus, denn Annahme und Abwehr funktionierten perfekt und am Netz verteilte Zuspieler Florian Karlewski seine Bälle Millimeter genau, sodass seine Angreifer stets eine Lücke im gegnerischen Block fanden.

Doch urplötzlich begann das Nervenflattern und Baustetten witterte seine Chance. Nachdem der Anschluss hergestellt war, gab es im vierten Satz einen Kampf auf Biegen und Brechen, den aber Baustetten gewann. Trotz zweier hervorragender Sätze (25:23, 24:26) hatte der Meister einfach die bessere Bank und zog schließlich verdient davon (16:25, 17:25). Nun geht es am 1. April in Unterkirchberg bei Ulm in die erste Relegationsphase gegen Pfullingen und die Gastgeber. Kein leichtes Unterfangen.

TSV Eningen 2:  Bauer, Bückle, Frank, Fellmeth, Friedrichson, Karlewski, König, Mehlo, Schilke, Sowoda,  Thienel.

Relegation 3

Mit großen Erwartungen waren die Bezirksliga-Damen der SG Reutlingen/Betzingen nach Biberach gereist, um mit einem Sieg den Konkurrenten um Platz zwei, Burladingen 2, noch etwas unter Druck zu setzen. Doch schon nach zwei Sätzen war der Traum von Aufstiegsspielen zerplatzt, zudem hatte Burladingen in Baustetten gleichzeitig mit 3:1 gewonnen. Dennoch ließ sich die SG nicht hängen, verlor aber im fünften Satz. Dennoch darf auch der dritte Rang als Erfolg gewertet werden.

SG Reutlingen/Betzingen:  Farvetto, Krich-Gruschwitz, Humic,, Kühne, Pfitzer, Pflüger, Ruf, Straub.

Oberligist TSV Eningen mühte sich gegen den Meister TG Bad Waldsee zwar redlich, hatte aber nur im zweiten Satz (25:27) eine echte Chance auf einen Satzgewinn. Die Gäste wirkten abgeklärter und ließen in keiner Phase nach, obwohl Titel und Aufstieg schon feststanden. Somit beendet der TSV eine durchwachsene Saison auf Rang sechs.

TSV Eningen 1:   Anft M., Anft P., Bayha, Bückle, Kimmerle, Jaksche, Mattes, Schopp, Wödl.

Ernüchternder Saisonabschluss für Bezirksligist VfL Pfullingen. Beim Schlusslicht TSV Frommern setzte es eine unnötige 2:3-Niederlage, die allerdings nicht mehr von Bedeutung war.

VfL Pfullingen:  Banzhaf, Bucher, Göbel, Haydt, Mayer M., Mayer S., Missbauer, Sautter, Schwille, Späth, Werneck.

Versöhnlicher Saisonabschluss hingegen für Ligakonkurrent TSV Eningen 3. Souverän setzte sich der Tabellendritte gegen die die SG Tübingen/Ofterdingen und den TSV Burladingen jeweils mit 3:1 durch. Die möglichen Aufstiegsspiele hatte man  vor zwei Wochen durch die 2:3-Niederlage in Pfullingen verpasst.

TSV Eningen 3:  Bauer, Brielmann,  Hellmann, , Kimmerle,  König, Margenfeld, Mezger,  Pauckner, Schilling, Schmid, Siller.

Auch im letzten Spiel des diesjährigen Wettbewerbs demonstrierte Meister TSG Reutlingen seine Klasse. Beim TV Kressbronn kamen die Achalmstädterinnen zu einem klaren 3:0-Sieg und beendeten ihre einjährige Bezirksligastippvisite damit bei nur einer Niederlage mit stattlichen 44 Punkten.

TSG Reutlingen: Bühler,  Gruschwitz, Fuchs, Herzog, Hunstein, Langert, Schweizer.

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