Florian Notz sucht noch nach seiner Form

Die Vorbereitung auf den Olympischen Winter ist für Langläufer Florian Notz wegen Krankheiten nicht gut verlaufen. Dennoch glaubt der Dettinger, dass ihm die Qualifikation für Pyeonchang gelingen kann.

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Florian Notz hat noch Rückstände aufzuholen.  Foto: 

 Als „Seuchen-Sommer“ bezeichnet Florian Notz die Monate, die hinter ihm liegen. Ausgerechnet vor dem Olympia-Winter. Genauer war es der August, in dem die gesundheitlichen Probleme mit einem Infekt begannen. „Bis dahin lief die Vorbereitung sehr gut“, sagt der Läufer von der SZ Römerstein. Doch dann sei er „nicht mehr so richtig zurückgekommen.“ Kurze Zeit ging es besser, dann wurde er an der Herbstleistungskontrolle im September wieder krank. Er machte eine Pause und wurde anschließend wieder krank. „Zwei bis drei Monate hatte ich kein richtiges Training“, rechnet er zusammen. „Deshalb kommt Ruka für mich auch zu früh“, meint Florian Notz mit Blick auf den Weltcup-Auftakt in Finnland, der auf den 24. November terminiert ist.

In Davos mitgelaufen

Die interne Ausscheidung ist er auf der Schnee-Runde in Davos mitgelaufen, doch im Gegensatz zu den anderen Deutschen hat er „voll durchtrainiert“, ist also nicht ausgeruht in den 15-Kilometer-Wettkampf im klassischen Stil gegangen. Herausgekommen ist ein 15. Platz, 1:29 Minuten hinter Olympiasieger Dario Cologna (Schweiz, 33:12,5). Als Fünfter unter fünf Deutschen. „Es war okay, aber noch nicht da wo ich sein will. Dafür, dass ich es als Training genommen habe, war es echt ordentlich, aber bis im Dezember möchte und muss ich mich trotzdem noch ein bisschen steigern“, erklärte der 25-Jährige.

Ins Auge gefasst hat Florian Notz das Weltcup-Wochenende in Davos, wo am 10. Dezember ein 15-Kilometer-Lauf in der Freien Technik auf dem Programm steht, eine Disziplin, die ihm liegt. Vermutlich wird er eine Woche zuvor in Santa Catarina (1. bis 3. Dezember), Italien zum Einstieg FIS-Rennen bestreiten. Eine Woche nach Davos später im italienischen Toblach (16. Dezember) kommt dann noch mal ein 15 Kilometer langes Skating-Rennen. „Das habe ich mir als Ziel gesetzt, dort will ich voll angreifen. Ich bin noch sehr optimistisch, dass ich bis dahin noch in Form komme. Aber klar, es muss alles stimmen.“

Mit den schlechten Voraussetzungen ist es kaum möglich das Niveau aus dem Vorjahr zu steigern, als Florian Notz mit einem neunten Platz in La Clusaz und einem zwölften in Oberstdorf zwei Ergebnisse verbuchte, die ihm in diesem Winter die Olympia-Norm bringen würden (zwei Mal Top 15 oder ein Mal Top acht). „Es ist natürlich der absolute Traum da mitzukommen“, bekennt Florian Notz, der inzwischen in Oberstdorf lebt.

Seine Trainerin Sabine Dotzler glaubt, dass es „machbar“ ist. „Vielleicht nicht bis zum ersten Weltcup, weil er lange nicht intensives trainieren konnte,“ sagt die Sonthofenerin. Stichwort Staffel: Die könnte noch ein Sprungbrett sein.

Die ersten Wochen in der Saison werden zeigen, wohin die Reise geht und ob sie in Pyeongchang endet. Florian Notz muss da noch etwas Geduld haben.

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