Eskalation auf dem Eis

Ein Gutes hatte der vergangene Spieltag für die Black Eagles der TSG Reutlingen. Mit vier Treffern konnten sie ihre Torflaute der vergangenen zwei Partien beenden - verloren in Mannheim trotzdem.

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Verrückte Hunde: Maximilian Enz wurde nach einer harmlosen Aktion von den Mad Dogs rüde attackiert. Es folgte eine wüste Rudelbildung auf dem Eis.  Foto: 

Bis ins letzte Drittel sah es für das Team von Trainer Hans Krüger gegen den Tabellenfünften aus Baden sehr gut aus. Durch je zwei Tore von Marcin Trybus und Matthias Schreiber waren die Black Eagles mit einem 4:2 bei den EKU Mad Dogs 1b ins letzte Drittel gegangen. Dies, obwohl die Reutlinger mit einer Rumpftruppe von zehn Spielern plus zwei Torhütern angetreten waren und zudem während der Partie auf ihren aufstrebenden Youngster Jan Schmitt verzichten mussten. Dieser war nach einem regelwidrigen Check in die Bande verletzungsbedingt ausgefallen. Aufgrund der schwindenden Kräfte funktionierten die Gäste sogar Torhüter Willi Dexheimer zum Feldspieler um.

Die Wende kam für die TSG nach einer viertelstündigen Spielunterbrechung im letzten Drittel. Auslöser war eine zunächst harmlose Situation. Maximilian Enz hatte nach Auffassung der EKU-Spieler den Pfiff des Schiedsrichters absichtlich nicht beachtet und seine Einzelaktion fortgeführt, indem er die Mad-Dogs-Torhüterin unbedrängt ausspielen wollte. Diese spielte die Situation ebenfalls weiter und wehrte die Scheibe ab. Was folgte war beispiellos. Die Torhüterin ereiferte sich trotz der Harmlosigkeit der Situation derart, dass sie auf den Reutlinger Spieler zustürzte, wohl um ihn für seinen Irrtum regelwidrig zu maßregeln. Ihr kam jedoch ein EKU-Mannschaftskollege zuvor, der sich in der Pflicht sah, das Verhalten zu rächen und auf Maximilian Enz einzuschlagen. Gleichwohl mischte die Mannheimer Torhüterin in dieser Situation mit und schlug ebenfalls auf Enz ein. Gegen die weiteren herbeigeeilten EKU-Spieler sprang Reutlingens umfunktionierter Torhüter Willi Dexheimer in die Bresche, um schlimmere Folgen für seinen Teamkollegen zu verhindern. Mehrere EKU-Spieler entgleisten danach derart, dass sie trotz Umklammerung durch die Schiedsrichter am Boden weiter auf die TSG-Spieler einschlugen.

Die zunächst leicht beruhigte Situation wurde neu entfacht, als die EKU-Torhüterin Reutlingens Dexheimer mit einem Stockschlag attackierte. Den Höhepunkt der Mannheimer Aggressionen lieferte allerdings der Mad-Dogs-Trainer selbst, der nach der Situation in den Kabinengang stürmte und dort Reutlingens Willi Dexheimer mit Schlägen traktierte. Hierfür blieb den Unparteiischen nur die Ahndung mit einer Matchstrafe für den Mannheimer Trainer.

Nach der folgenden langen Spielunterbrechung hatten die Black Eagles den Faden verloren. Der EKU nutzte zudem seine zahlenmäßige Überlegenheit an Spielern aus und verwickelte die Black Eagles mit ihrer weiteren Spielweise in Form von Faustschlägen im Zweikampf an der Bande in Strafen, sodass die Black Eagles kaum mehr Spieler zur Verfügung hatten und bei schwindenden Kräften drei Tore in Folge hinnehmen mussten.

Weiter geht es für die Black Eagles am kommenden Sonntag vor heimischem Publikum beim legendären Fasnets-Spiel. Neben dem Stuttgarter EC 1b erwarten die Black Eagles einige Narrenvereine aus der Region, die für lautstarke Unterstützung sorgen werden. Während des Spiels wird es eine Tombola geben, deren Erlös an den Arche Noah Reutlingen geht. Als weitere Aktion gibt es gegen Vorlage des Zeitungsartikels am Glühweinstand eine Überraschung.

Die Landeshauptstädter machten mit einem überraschenden 7:8 gegen den Tabellenzweiten ESG Esslingen zuletzt auf sich aufmerksam und dürften damit deutlich stärker als zu Saisonbeginn einzuschätzen sein. Spielbeginn ist um 19.15 Uhr an der Rommelsbacher Straße.

TSG Black Eagles Reutlingen: Rogge, Dexheimer - Trybus (2), Eliewsky, Welsch - Enz, Schreiber M. (2), Feierabend, Schmitt, Bauer, Maiwald, Kamla

Strafzeiten: TSG: 27+20 Minuten - EKU Mad Dogs 1b: 59+40.

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