Eninger Husarenstück in der Oberliga

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Die Zuspiele bei den Eninger Oberliga-Herren - hier spielt Max Mattes zu Timo Kimmerle (rechts) - haben bestens geklappt und zum Erfolg beigetragen. Der Auswärtssieg kam überraschend.  Foto: 

Nichts für schwache Nerven war das Oberliga-Duell zwischen der SG Volley Alb Dettingen und dem TSV Eningen. Über zwei Stunden duellierten sich beide Teams auf Augenhöhe, ehe die Arbachtäler nach Abwehr eines Matchballes mit 3:2 triumphierten.

Nachdem Jonathan Schopp und Felix Pauckner wieder an Bord waren, begann der TSV in Aufschlag und Angriff druckvoll, konnte sich aber nie entscheidend absetzen und sicherte sich nur knapp Durchgang eins (25:23).

Im 2. Satz hatten sich die Gastgeber besser auf das schnelle TSV-Spiel eingestellt, profitierten auch von der tief stehenden Sonne, die durch die nicht abgedunkelten Scheiben drang, und schafften den 1:1-Ausgleich. Durchgang drei war dann ein Spiegelbild des 1. Satzes, wieder mit dem besseren Ende für Eningen (25:23). Im 4. Satz wechselte der TSV auf einigen Positionen durch, was gründlich misslang, sodass es in den Tie-Break ging. Hier blieb es bis zum Ende spannend, ehe Daniel Wödl mit einem Aufschlagass seine Farben erlöste.

TSV Eningen:  Anft P., Jaksche, Kimmerle, Mattes, Pauckner, Schielke, Schopp, Wödl.

Nichts war es mit dem Gesetz der Serie, das den VfL Pfullingen im Lokalderby der Landesliga gegen den TSV Eningen 2 stets am Ende vorne sah. Dieses Mal drehten die Arbachtäler den Spieß um und siegten letztendlich verdient mit 3:1.

„Wir hätten eigentlich mit 2:0 in Führung gehen müssen, dann wäre es für uns einfacher geworden“, trauerte Pfullingens Trainer Thomas Teiber den vielen vergebenen Chancen im 1. Satz nach, als der VfL klar spielbestimmend war und bis zum Ende des Satzes immer in Front lag. Doch als es um die entscheidenden Punkte ging, setzten die VfL-Angreifer die Bälle entweder knapp ins Aus oder sie waren in der Abwehr zu langsam (24:26). Zwar konnten die Echaztäler im 2. Satz dank guter Aufschläge und einer hervorragenden Blockarbeit den Ausgleich erzwingen (25:19), doch deutete sich schon an, dass vor allem das Prunkstück des VfL, die Mitte, an diesem Tag nicht optimal agierte.

Eningen nutzte diese Schwäche denn auch aus, punktete selbst über Schnellangriffe und war vor allem in der Abwehr immer einen Schritt schneller. Nachdem der 3. Satz nochmals umkämpft war (25:20), zogen Bauer und Co. im 4. Satz schnell auf 17:9 davon und hatten damit den Widerstand des VfL gebrochen. Dann musste man trotz des umjubelten Siegs im 2. Spiel gegen Gebrazhofen selbst die Erfahrung machen, dass nicht alle Bäume in den Himmel wachsen. Die Aufschlagtaktik und die Abwehr klappten nicht wie gegen Pfullingen, außerdem hatte man selbst in der Annahme große Probleme. Jeweils gegen Ende der Sätze unterliefen der TSV-Sechs dann noch einige leichte Fehler, die zu einem bitteren 0:3 führten (23:25, 27:29, 25:27).

TSV Eningen 2:  Bauer, Brielmann, Hellmann, Hiller, Kimmerle, König, Margenfeld, Mezger, Schilling, Siller.

VfL Pfullingen: Banzhaf, Bucher, Göbel, Haydt, M. Mayer, S. Mayer, Missbauer, Pflüger, Sautter, Schwille, Späth, Werneck.

Wie erwartet konnten die Landesliga-Damen des TSV Eningen gegen den TSV Blaustein und den SSV Ulm nur phasenweise Akzente setzen, unterlagen aber letztendlich verdient mit 1:3 bzw. 0:3. Überrascht rieben sich die Fans die Augen, als die Schmetterlinge im 1. Satz gegen Blaustein loslegten wie die Feuerwehr (9:1) und den Oberligaabsteiger kalt erwischten. Mit gezielten Aufschlägen und variablem Angriffsspiel gelang ein klarer 25:13-Satzgewinn. Damit hatte man die Gäste jedoch mehr als gereizt.

In der Folge präsentierte sich Blaustein wesentlich konzentrierter und auch abgeklärter, sodass die restlichen Sätze aus TSV-Sicht zwar ansehnlich waren, aber ungefährdet an die Gäste gingen (20:25, 22:25, 19:25). Nichts zu erben gab es dann gegen den SSV Ulm, zudem schwanden der TSV-Sechs zusehends die Kräfte (17:25, 14:25, 9:25). „Die beiden Niederlagen sind kein Beinbruch. Wir müssen unsere Punkte zum Klassenerhalt anderswo holen“, nahm Trainer Patrick Anft seine Schmetterlinge nach dem schweren Auftaktprogramm in Schutz.

TSV Eningen Damen: Hellmann, Knull, Missbauer, Ribeiro-Küppers, Schiedt, Sonntag, Taigel, Wien, van Severen, .Zander.

Ziemlich ernüchtert kehrten die Landesliga-Damen der TSG Reutlingen vom Gastspiel bei der TG Bad Waldsee zurück. Hatten die Achalmstädterinnen bei einem Vorbereitungsturnier gegen die Oberschwäbinnen nur knapp den Kürzeren gezogen, waren sie am Sonntag nahzu chancenlos und unterlagen glatt mit 0:3 (22:25, 17:25, 16:25). Vor allem im Angriff gab es für die Schützlinge von Trainer Jan Grauel gegen den hoch stehenden Block der Gastgeberinnen kaum ein Durchkommen.

Abhaken und in zwei Wochen gegen das Tübinger Modell 2 punkten, das ebenso 0:3 unter die Räder kam. „Das ist unsere Preisklasse und sicherlich ein Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt“, blickte Grauel zuversichtlich auf die kommende Paarung und hofft dabei auf Punkte.

TSG Reutlingen: Bühler, Fuchs, Herzog, Helbig, Humic, Hunstein, Köhler, Schneider, Schröder, Schweizer, Simon.

 Trotz personeller Schwierigkeiten – nur sieben Spieler waren einsatzfähig – legte Bezirksligist PSV Reutlingen einen perfekten Start hin. Beim TV Rottenburg 5 profitierte der Aufsteiger  in der Anfangsphase der Sätze von leichten Fehlern beim Gegner und konnte diesen Vorsprung dann jeweils sicher ins Ziel retten. Am Ende stand ein glatter 3:0 Erfolg (25:19, 25:22, 25:20) und die ersten drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt waren auf der Habenseite.

PSV Reutlingen: Kabisch, Kaiser, Kronenberger, Oertel, Pfleger, Schwederski, Springmann.

Aufopferungsvoll gekämpft, aber am Ende glücklos. So könnte man die 1:3-Niederlage der SG Reutlingen/Betzingen beim VC Mönsheim am besten beschreiben.

  Nach total verkorkstem 1. Satz (9:25) berappelte sich die TSG und lieferte dem Favoriten ein ebenbürtiges Spiel (25:20, 27:29, 23:25), das Hoffnung für die weitere Wettkampf-Runde gibt.
SG Reutlingen/Betzingen: Bloss, Dyroff, Favretto, Gruschwitz, Knoblauch, Kühne, Pfitzer, Ruf, Straub.

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