Eningens Dritte ist Meister

Die gute Nachricht vorneweg: Volleyball-Bezirksligist TSV Eningen II ist zwei Spieltage vor Saisonende nicht mehr von Platz eins zu verdrängen und steigt in die Landesliga auf. Aber es gibt auch Rückschläge.

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Verzweifelte Abwehraktion: Volleyball-Regionalligist TSV Eningen hat nach seiner 0:3-Pleite bei Spitzenreiter Radolfzell und dem 3:2-Erfolg von Fellbach gegen Georgii Allianz Stuttgart II keine realistische Chance mehr auf den direkten Klassenerhalt.  Foto: 

Neben dem Erfolg gab es auch einige Tiefschläge zu verkraften. Regionalligist TSV Eningen hat nach der eigenen 0:3-Niederlage bei Spitzenreiter Radolfzell und dem 3:2-Erfolg von Fellbach gegen Georgii Allianz Stuttgart II keine realistische Chance mehr auf den direkten Klassenerhalt und kämpft nur noch um die Abstiegsrelegation. Auch bei den Landesliga-Damen des TSV Eningen deutet sich nach den beiden Niederlagen gegen den TSV Laupheim (1:3) und den TSV Blaustein (0:3) ein echtes Abstiegsendspiel am letzten Spieltag in Reutlingen, das in Ulm mit 1:3 verlor, an. Die Herren II des TSV Eningen und die Damen der SG Reutlingen/Betzingen können nach ihren Siegen über den TSV Burladingen (3:0) und den VLW-Stützpunkt Rottenburg (3:0) bzw den TV Kressbronn (3:1) entspannt dem Saisonfinale in der Bezirksliga entgegen sehen.

Schnell abhaken, mehr lässt sich über die ernüchternde 0:3-Schlappe des TSV Eningen in Radolfzell wahrlich nicht sagen. Der Tabellenführer war in allen Belangen überlegen und stellte schon mit druckvollen Aufschlägen Eningens Annahme immer wieder vor große Probleme. "Wenn du dann nur noch die Alternative hast, einen hohen Pass auf die Außenposition zu spielen, hat der Gegner leichtes Spiel", versuchte Zuspieler Jonathan Schopp die Niederlage erst gar nicht zu beschönigen. Einziger Trost: auch FT Freiburg II und Kappelrodeck verloren ihre Spiele und bleiben vorerst auf Distanz.

TSV Eningen: Anft M., Anft P., Bauer, Bertsch, Kimmerle, Lenz, Mattes, Schopp, Trebes, Weber, Wiese, Woedl.

Immer besser in Schwung kommen die Landesliga-Damen der TSG Reutlingen. Bei der 1:3-Niederlage beim Tabellenführer SSV Ulm 1846 zeigte die TSG drei Sätze lang Powervolleyball und musste erst in Durchgang vier dem hohen Tempo Tribut zollen. Schon die ersten beiden Sätze hatten es in sich. Mit druckvollen Aufschlägen ließ die TSG die Ulmer Mittelangreiferinnen kaum zur Entfaltung kommen und hatte nur in der Endphase nicht das Glück auf ihrer Seite (23:25, 25:27). Doch unbeirrt von diesem Rückstand kämpfte der Tabellenletzte weiter und belohnte sich mit dem Satzgewinn (25:23). Danach hatte der SSV Ulm 1846 noch etwas mehr zuzusetzen, doch macht die Leistung Mut für die restlichen Aufgaben. Die TSG hat auf jeden Fall den Abstiegskampf voll angenommen.

TSG Reutlingen: Bühler, Cudok, Fetzer, Fuchs, Hellbig, Schneck, Zöllner.

Zwei Sätze lang hielt Eningens Bollwerk dem Angriffswirbel des TSV Laupheim stand - darunter war dann auch der Satzgewinn mit 26:24 -, dann brachen langsam die Dämme und in den Sätzen drei und vier hatte die TSV-Sechs keinerlei echte Chance mehr auf einen oder vielleicht mehr Punkte. Noch schlimmer kam es dann gegen den TSV Blaustein. Immer wieder bissen sich die TSV-Angreifer am Gäste-Block die Zähne aus, auch mehrere Wechsel brachten keine Verbesserung, sodass am Ende ein klares 0:3 stand. Trainer Patrick Anft wollte dann auch nicht zu hart mit seinen Spielerinnen ins Gericht gehen, denn die Gegner stehen unheimlich kompakt und leisten sich kaum Schwächephasen. "Wir haben jetzt nur noch die Chance gegen Reutlingen und dann heißt es eben, sie oder wir werden den Fahrstuhl in die Bezirksliga nehmen."

TSV Eningen: Bings, Buckendahl, Hellmann, Hoffmann, Missbauer, Ribeiro-Küppers, van Severen, Taigel, Vielsack, Wien, Zander.

Beinahe hätte es im Nachholspiel gegen den TSV Rottweil, der immer noch in Abstiegsgefahr schwebt, für den Bezirksliga-Spitzenreiter TSV Eningen III eine böse Überraschung gegeben. Nach einer komfortablen 2:0-Führung schaltete der TSV deutlich zurück und Rottweil nutzte seine Chancen. Urplötzlich stand es 2:2 und nun entwickelte sich ein Spiel auf des Messers Schneide. Am Ende hatte der TSV dann mit 19:17 das glücklichere Ende für sich. Wesentlich konzentrierter präsentierten sich Frank & Co dann gegen Burladingen. In knapp einer Stunde war der Spuk vorbei und als die Kunde von der 2:3-Niederlage von Verfolger Sindelfingen III gegen Tübingen/Ofterdingen kam, kannte die Freude keine Grenzen. Mitfeiern durfte dann auch Eningens Zweite, die ebenfalls gegen Burladingen nichts anbrennen ließ und erfolgreich Revanche für die 0:3-Hinspielpleite nahm.

TSV Eningen II: Bechler, Brielmann, Hellmann, Jaksche, König, Mezger, Pauckner, , Renz , Schilling, Schmid, Siller.

TSV Eningen III: Bückle, Fellmeth, Frank, Friedrichson, Mehlo, Schimmel, Swoboda, Thienel, Wolff, Zander.

Jubel nach dem hart umkämpften 3:1 der SG Reutlingen/Betzingen beim TV Kressbronn. In einem auf hohem Niveau stehenden Spiel, in dem hüben wie drüben die Abwehrreihen dominierten, konnte sich die SG eine 2:0 herausspielen. Im dritten Satz brachen dann Annahme und Angriff ein (10:25). Doch Moral und Teamgeist waren gut, sodass im vierten Satz das Spiel wieder gedreht werden konnte (25:23).

SG Reutlingen/Betzingen: Bohne, Farvetto, Herzog, Humic, Kreye, Kühne, Pfitzer, Rill, Simon, Straub.

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