Ein Dettinger ist auf Hawaii dabei

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Am vergangenen Samstag startete Holger Therre von den Triathleten der Radabteilung des TSV Dettingen beim Ironman Barcelona. Der Wettkampf fand etwas nördlich von Barcelona in Calella statt und wurde auf Grund  der zu erwartenden Unruhen wegen des katalonischen Unabhängigkeitsreferendums um  einen Tag vorverlegt. Auch die Radstrecke musste etwas abgeändert werden und wurde etwas welliger als ursprünglich vorgesehen. Therre hatte sich optimal vorbereitet. Nachdem er in den vergangenen Jahren zwei Mal in Frankfurt nur um Minuten an einem der begehrten Hawaii-Startplätze vorbeigeschrammt war, wollte er noch einen Versuch wagen. Bei 40 Qualifikationsplätzen für 3000 Teilnehmer war klar, dass nur an einem perfekten Tag eine kleine Chance bestand.

Der Start erfolgte um 8 Uhr. Da die Stärken des Dettinger Triathleten eindeutig auf dem Rad und beim Laufen liegen, war klar, dass er über die 3,8 Kilometer beim Schwimmen nicht zu viel Zeit verlieren durfte. Nach 1:12:55 Stunden kam er auf Platz 1077  (AK50 Platz 89) liegend aus dem Wasser. Auf der 180 Kilometer langen Radstrecke startete er eine furiose Aufholjagd. Die größte Gefahr besteht dabei, wenn man Hunderte von Konkurrenten überholt, dass man in der Euphorie vergisst, dass danach noch der Marathon kommt. So versuchte Holger Therre geduldig zu bleiben. Auch die Verpflegung hatte er sich professionell eingeteilt. Nach 4:50:41 Stunden konnte er das Rad bereits wieder abstellen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37 km/h erreichte er unter den 243 Teilnehmern der AK50 die siebtschnellste Zeit und hatte sich auf Platz 19 vorgeschoben.

Beeindruckender Marathon

Jetzt hieß es, beim Marathon noch einmal alles zu geben. Mit Kilometerzeiten von etwa 4.30 Minuten ging er voll auf Angriff und fand sich bald in den Top Zehn seiner Altersklasse wieder. Bei Kilometer 30 hatte er noch vier Konkurrenten vor sich. Deren Splitzeiten deuteten darauf hin, dass Platz drei noch zu erreichen sein könnte. Sekunde um Sekunde kämpfte er sich nach vorne. Als vielen Konkurrenten am Schluss die Luft ausging, wuchs Holger Therre noch einmal über sich hinaus. Nach 9:36:40 Stunden erreichte er total erschöpft aber überglücklich das Ziel auf dem dritten Platz in der AK50 und Platz 147 unter 3000 Teilnehmern. Den Marathon war er in beeindruckenden 3:26:09 Stunden gelaufen. Am Sonntagmorgen kam bei der Siegerehrung die erlösende Nachricht: Er bekam das Zertifikat zur Teilnahme bei der WM 2018 auf Hawaii überreicht.

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