Die Weltklasse kündigt sich an

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Diese vier Fahrer des Teams Centurion Vaude, wollen auch am Sonntag den Sieg unter sich ausmachen und bejubeln. Von links: Jochen Käß, Hermann Pernsteiner, Markus Kauffmann, Daniel Geismayr. Unser Foto zeigt das Siegerbild der Bike Trans-Alp 2017.  Foto: 

Bei der Frage um die Sieger bei der 21. Alb-Gold-Trophy am kommenden Sonntag in Münsingen, sind die Prognosen einfach: das weltbeste MTB-Marathon-Team hat seine komplette Mannschaft gemeldet. Um die Spitzenfahrer des oberschwäbischen Teams Centurion Vaude zu schlagen, bedarf es vermutlich einer taktischen Meisterleistung … und einer gehörigen Portion Glück.

MTB-Weltklasse am Start

„Mit Hermann Pernsteiner, Daniel Geismayr, Jochen Käß und Markus Kaufmann schicken wir die amtierenden und ehemaligen Trans-Alp Sieger auf die Strecke“, erklärt Teamchef Richard Dämpfle. „Wir verzichten bewusst auf den Marathon-Weltcup auf den Azoren, zu dem wir eine Einladung hatten, und wollen uns sehr gerne dem Heimpublikum nochmals in voller Mannschaftsstärke präsentieren“, so Dämpfle weiter.

Es wird schwierig werden für die restlichen Fahrer, in die Phalanx des Teams einzubrechen. Gerade auf einer technisch nicht allzu anspruchsvollen Strecke wie der Alb-Gold-Trophy.

Das Rennen über die Langdistanz wird auch in diesem Jahr wieder durch zahlreiche taktische Spielchen geprägt sein. Für Einzelfahrer ist es beinahe unmöglich, sich auf der welligen und windanfälligen Strecke vom Feld zu lösen. Und die Anstiege sind nicht lange genug, damit die Bergspezialisten ihr Potential auszuspielen können. Folglich hatte im letzten Jahr am Ende eben kein MTB-Spezialist die Nase vorne. Simon Laib aus Wangen sprintete 2016 in Trochtelfingen zum Sieg. Er fühlt sich auch auf der Straße sehr wohl. Der Titelverteidiger will in diesem Jahr ebenfalls in der Spitze mitfahren und seine Chance im Rennfinale suchen.

Gleiches gilt für den Lokalmatadoren Uwe Hardter aus Münsingen, der im letzten Jahr nur ganz knapp auf Platz zwei landete. Mit Matthias Leisling, der wie Hardter für das Team Texpa-Simplon am Start ist, hat er zumindest einen Fahrer an seiner Seite im Kampf gegen das Weltklasse-Team.

Ein besonderes Rennen wird es sicherlich für Hermann Pernsteiner. Der Österreicher wird im nächsten Jahr zu den Profis auf die Straße wechseln. Ein Angebot des Rennstalls Bahrain-Merida liegt vor. Er wird auf der Alb vermutlich sein letztes Mountainbikerennen auf deutschem Boden bestreiten. Auch bei den Damen schickt Centurion-Vaude ein heißes Eisen ins Rennen. Gabi Stanger aus Dettingen/Erms kennt die Strecke wie keine andere. Sie wird versuchen, mit Erfahrung und natürlich auch einer ausgezeichneten Form, den jungen Athletinnen am Sonntag die Stirn zu bieten. Allen voran natürlich die letztjährige Siegerin Antonia Daubermann (Team Stevens). Zum Jahresende geht die der U23-Klasse angehörende Cross-Country-Spezialistin auch gerne auf die Marathon-Distanz. Sollte es zu einem Finale im Bike-Park Münsingen kommen, hat sie mit Sicherheit die höhere Endschnelligkeit.

  Dazu gibt es mit Annette Griner (Team Texpa Simplon), der Drittplatzierten des letzten Jahres, noch weitere fünf Damen, die um das Podium mitfahren können. Spannung ist folglich auch hier garantiert.

 Strampeln für ein Lächeln
Der Spaß an der Bewegung und am gemeinsamen Radfahren steht sicherlich bei allen Startern im Vordergrund. Und einige Sportler wollen mit ihrer Teilnahme auch bei anderen Menschen für gute Laune sorgen.

Charity-Veranstaltung

Im Rahmen des Rennens gibt es eine Charity zu Gunsten des Vereins Clowns im Dienst aus Tübingen. Die Clowns sorgen ehrenamtlich in Krankenhäusern und Heimen für gute Laune. Am Sonntag wird man den einen oder anderen Clown auf dem Rad und im Ziel sehen. Dort werden sie sicherlich auch gut gebraucht, um die Strapazen der Strecke einfach wegzulächeln.

 Rund 1400 Bikerinnen und Biker werden am Sonntag in Münsingen erwartet. Los geht es um 9 Uhr mit dem Start der E-MTB Challenge epowered by Bosch. Die weiteren Starts über 88, 43 und 28 Kilometer folgen dann im 20 Minuten Abstand. Übrigens: wer noch Lust bekommen hat, kann sich am Sonntagmorgen im Zelt beim MTB-Park noch nachmelden.

Man darf gespannt sein, wer die schnellsten Beine hat und sich die beste Taktik für die rasante Strecke zurechtlegt. Stimmt die Form und geht der Plan auf, warten im Ziel Spätzle, Preisgeld und natürlich die begehrten Teilnehmertrikots.

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