Der Joker kommt aus Afrika

Vor einer stattlichen Kulisse von knapp 400 Zuschauern in der Reutlinger Storlach-Halle entschied die TSG Reutlingen das rassige Stadtderby gegen den TSV Betzingen mit einem 29:27-Sieg für sich.

|

Die TSG (23:15 Punkte) hat bei drei noch ausstehenden Spielen nur noch einen Punkt Rückstand auf den Zweitplatzierten Betzingen (24:14) Punkte). Für Spannung im Kampf um den Relegationsplatz ist also gesorgt.

Um 17.30 Uhr erhielt Matthias Würth einen überraschenden Anruf von Michael Greineck, der wegen organisatorischer Probleme sein Praktikum in Addis Abeba nicht antreten konnte und kurz vorher zurückgekehrt war: "Trainer, brauchst du noch einen Joker", lautete seine rhetorische Frage.

Die TSG fand zunächst besser ins Spiel und legte ein 2:0 vor. Bis zum 4:4 waren die Gäste gleichauf, ehe die Hausherren in der 13. Spielminute beim 7:4 erstmals einen Dreitore-Vorsprung herausspielten. Torhüter Jörn Maier war daran mit zwei gehaltenen Siebenmetern nicht unwesentlich beteiligt.

In der Halbzeitpause (13:9) gab es für das Trainerduo Würth und Gruber kaum Gesprächsbedarf, ihre Mannschaft hatte das vorgegebene Spielkonzept bis dato nahezu perfekt umgesetzt.

Bis Mitte der zweiten Halbzeit lagen die Spieler um Kapitän Steffen Hoffmann mit 20:14 vorne. Der achtfache Torschütze krönte seine herausragende Leistung mit einem Kempa-Tor zum 20:15. Die TSG setzte die spielerischen Akzente, Betzingen kam vor allem durch Eins-gegen-Eins-Aktionen ihrer starken Individualisten Robin Winkle und Peter Nestel zum Erfolg. Zehn Minuten vor Spielende begann Reutlingens Vorsprung zu schrumpfen und beim Stande von 27:26 in der 57. Spielminute witterten die Gäste nochmals Morgenluft. Doch Spielmacher Chris Kühn tanzte seinen Gegenspieler leichtfüßig aus und erzielte den Big Point zum 28:26. Anschließend luchste Roman Korolev Routinier Uli Krause den Ball ab. Michael Greineck sorgte mit seinem fünften Treffer für klare Verhältnisse und besiegelte endgültig den verdienten Derby-Sieg.

Trainer Matthias Würth war mehr als zufrieden: "Man muss neidlos anerkennen, dass Betzingen mit Robin Winkle und Peter Nestel zwei ganz starke Individualspieler in seinen Reihen hat. Wir hatten aber ein Konzept, wie man den TSV knacken kann und mein Team hat das konsequent umgesetzt."

So spielten sie

TSG Reutlingen: Meier, Gekeler - Appel (1), Greineck (5), Hoffmann (8), Konrad (3), Kühn (5/1), Korolev (5), Löffler, Reiß, Reicherter (2), Schaub, Quang, Weiß.

TSV Betzingen: Besinger, Lutter - Bremauer (4), Schwarz (1), Nübel, Lawitschka (1), Sotirov (4), Heinlin (3), Schlotterbeck (1), Krause, Winkle (5), Lang, Nestel (7), Zschäbitz (1).

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Weitere Vollsperrung auf der Bundesstraße 28

Autofahrer müssen sich weiter in Geduld üben: Zwischen Bad Urach und Böhringen wird gebaut. Die B 28 wird daher neben der Sperrung bei Neuhausen auch auf der Steige voll gesperrt werden. weiter lesen