Das Grabenstetter Meisterstück

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Landesliga Staffel 2

VfL Kirchheim/Teck gegen

TSV Grabenstetten 23:26 (9:14)

Erstmals in dieser Saison hieß es für den TSV-Express, die roten Ersatztrikots überzuziehen, ehe die Mission Punktgewinn losgehen konnte. Mit viel Selbstvertrauen gingen auch die Hausherren in die Partie, hatten sie doch zuletzt mit positiven Ergebnissen für Aufsehen gesorgt. Einer der Erfolgsgaranten im VfL-Trikot, Marcel Metzger, traf zum 1:0, was Marco Brändle ausgleichen konnte und im zweiten Versuch brachte auch Tim Rüggen den Gegenstoß erfolgreich unter. Bis zur elften Minute wechselte die Führung ständig, letztmals für die Gastgeber aber nach dem 6:5 durch Robin Habermaier. Steffen Ladner mit zwei guten Aktionen, sowie ein weiterer Konter, diesmal durch Nicolas Heidenreich, und man notierte das 6:8. Ralf Wagner zog die grüne Karte (15.) und tatsächlich verkürzte Fabian Smetak mit Treffer Nummer sieben. Dies sollte aber auch der letzte Ball für 14 Minuten sein, den Marius Spitz aus seinem Gehäuse holen musste, während seine Vorderleute den Vorsprung weiter ausbauten. 85 Sekunden vor dem Seitenwechsel bekam Philipp Lanfermann eine Zeitstrafe und diese Überzahl nutzte der VfL durch einen Doppelschlag von Marcel Metzger zum 9:14-Halbzeitstand.

Als die "berühmten fünf Minuten" nach dem Wechsel vorbei waren, erlöste Marco Brändle den TSV-Anhang mit dem 10:15 (35.). Zwar kamen die Hausherren gleich mehrfach auf zwei heran, aber die Seferagic-Truppe legte stets postwendend nach, wie auch Steffen Ladner von Außen und Achim Holder vom Kreis zum 17:21 (49.). Trainer Ralf Wagner reagierte, mit einem siebten Feldspieler wollte er noch mehr Druck ausüben, aber auch Frank Härterich bekam gleich hellwach die Hände an den Ball. Gerne hätte er sich auch bei den Torschützen eingetragen, aber mit Fußabwehr im Kreis konnte Robin Habermaier dies verhindern. Für diese Aktion wurde er mit einer Zwei-Minuten- Zeitstrafe, wegen Meckerns dann mit Rot vom Platz gestellt (54.). Diese Überzahl nutzte die Meistermannschaft unter dem lauten Gesang der Gästefans, um den Vorsprung auszubauen, bevor in den beiden Schlussminuten seitens des VfL Kirchheim/Teck noch etwas Ergebniskorrektur möglich war. Emir Seferagic und sein TSV-Express haben sich damit vier Spieltage vor Ende souverän die "Schale" gesichert - die Traumkür ist geschafft, was nun folgt ist Schaulaufen.

TSV Grabenstetten: Härterich, Spitz - Goller (2), Seckinger, Lanfermann (1), Petershans (1), Ladner (7/5), P. Staiger, Holder (6), F. Staiger, Heidenreich (1), Bodechtel (2), Rüggen (2), Brändle (4/1).

TEAM Esslingen gegen

TSV Dettingen 38:20 (16:7)

Der TSV Dettingen musste beim TEAM Esslingen eine deutliche 20:38-Niederlage einstecken. Sage und schreibe sechs Feldspieler fielen bei Dettingen verletzungsbedingt aus. Mit Eric Klinger, Stefan Fischer, Lothar Schulz und Maic Schellig fehlte der gesamte Rückraum. Auch Kreisläufer und Mannschaftskapitän Stefan Heine meldete sich vor dem Spiel krank. Angeschlagen ging auch Mittelmann Sebastian Kästle in die Partie. Nach zwanzig Minuten war klar, dass auch er nicht weiterspielen konnte.

Diesbezüglich griff Steinke auf die zweite Mannschaft zurück. Fünf Akteure aus der bereits aufgestiegenen "Ois Bee" füllten den gebeutelten Kader auf. Schon vor der Partie war klar, dass dieses Spiel nicht gewinnen werden musste. "Für uns zählen die drei ausstehenden Spiele gegen die direkten Mitkonkurrenten Waiblingen, Heiningen und Schorndorf", so Trainer Steinke vor dem Auswärtsspiel.

Die Ermstäler kamen in der gesamten Partie zu keiner einzigen Führung. Viel zu schwer tat man sich im Angriff gegen das gut zusammenstehende Esslinger Abwehrbollwerk. Man merkte in Abwehr und Angriff, dass dieses Team noch nie vorher zusammengespielt hatte. Mit 16:7 für die Heimmannschaft ging es in die Kabinen. Auch die zweite Halbzeit brachte keine Besserung. Dettingen kämpfte, kam aber nie weiter bis auf acht Tore heran (22:14, 40.). Einzig der an diesem Tag beste TSV-Spieler, Tobias Beck, war mit seinen Würfen aus dem Rückraum erfolgreich.

TSV Dettingen: Syrbe, Stoll - Kramer (2), D. Gotthardt (2), Jock, Beck (9/3), Kästle, Deusch (1), T. Ihle, J. Ihle (2), T. Schulz (2), Siegler (2), T. Gotthardt.

Landesliga Staffel 3

HSG Schönbuch II gegen

TV Neuhausen II 24:35 (12:14)

Kurz vor Saisonende herrscht Hochspannung in der Landesliga: Zwar steht Klassenprimus SG H2Ku Herrenberg II mit 35:3 Punkten einsam an der Spitze. Doch ins Verfolgerfeld kam am Wochenende Bewegung. Der TVN II nämlich löste seine Auswärtsaufgabe bei der HSG Schönbuch 2 souverän mit 35:24, während die Zweitplatzierte HSG Rietheim-Weilheim über ein 23:23-Remis bei der TG Schwenningen nicht hinaus kam. Der Vorsprung der Rietheimer beträgt jetzt nur noch einen Punkt.

Dass TVN2-Trainer Thomas Dangel am Sonntagabend nach dem Schlusspfiff strahlte, hatte aber einen ganz anderen Grund: Sein Team hatte sich erneut mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung präsentiert. Nur in der Anfangsphase hatte der TVN-Motor etwas Anlaufschwierigkeiten. Die Neuhäuser kamen aber auf Touren, legten zum 7:4 und 11:7 vor, ehe die HSG bis zur Pause (14:12) nochmals einen Annäherungsversuch unternahm. Dangels Kabinenansprache hinsichtlich der Chancenverwertung hatte Folgen: Der Ermstal-Express gab Gas und brauste über ein 20:14 auf 25:15 davon, begeisterte dabei mit einem flexiblen Angriffsspiel und einer hellwachen Abwehrreihe.

TV Neuhausen II: Schneider, Klett - Deile (3/1), P. Euchner (1), Friessnig (12), Gutbrodt (2), Häcker (5/2), Metzger (1), Reusch (2), Rohrbeck (2), Schweizer (2), Stojanovic, Schur (1), Bühner (4).

SG H2Ku Herrenberg II gegen

VfL Pfullingen II 39:21 (17:8)

Am Sonntag kam der VfL Pfullingen 2 unter die Räder, als sie im Rückspiel gegen den Tabellenführer H2Ku auf eine absolut aggressive und technisch starke Mannschaft von Trainer Christ trafen. Pfullingen konnte lediglich bis zum 3:3 mithalten, ab dort rollte der Christ-Express unaufhaltbar zum Halbzeitstand von 17:8 und weiter in Halbzeit zwei auf 19:11, 24:14; 32:18 und zum Endstand von 39:21. Das Fehlen von Max Liegat, Dirk Meier und Joachim Ernst, welche im Hinspiel zusammen 16 Tore erzielten, konnte nicht kompensiert werden. Die Anzahl an technischen Fehlern und eine hohe Abschlussschwäche, sowie die Tatsache, dass H2Ku in allen Belangen überlegen war, sind die Gründe für das klare Ergebnis.

VfL Pfullingen II: Votteler, Worlitschek - Schweizer (4), König (2), Reiff (2), Kurrle (3/1), Fritz (1), Weiß (4), Rieder (2), Losch (2/1), Kaufmann (1).

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