Damen hui, Herren pfui in Eningen

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Trotz heftiger Gegenwehr musste Oberligist TSV Eningen im vierten Spiel die erste Niederlage der noch jungen Saison einstecken. Trainer Eckart Bayha hatte aber aufgrund einiger Ausfälle auch wenig personelle Alternativen, sodass als Trost beim 2:3 gegen den TSV Bad Saulgau wenigstens einen Punkt auf der Habenseite verbucht werden konnte. „Da wäre mehr drin gewesen“, haderte Zuspieler Jonathan Schopp mit der Leistung seiner Mannschaft, die an diesem Tag zu schwankend war, um den Titelaspiranten ernsthaft in Gefahr zu bringen. Dass es überhaupt zum Punktgewinn reichte, war mehr der Lässigkeit der Gastgeber zuzuschreiben als dem Eninger Spielvermögen. Zu viele Bälle blieben im Saulgauer Block hängen und im Aufschlag war die Quote zu fehlerhaft. Trotz der Niederlage bleibt der TSV hinter dem souveränen Spitzenreiter Sindelfingen auf Rang zwei.

TSV Eningen:  Bauer, Anft P., Jaksche, Kimmerle, Mattes, Schielke, Schopp.

Unter dem Motto Schadensbegrenzung waren die Landesliga-Herren des TSV Eningen II schon zum haushohen Favoriten auf den Titel, dem VfB Ulm, gefahren und dies sollte sich auch so bewahrheiten. Die Donaustädter waren dem TSV in allen Belangen überlegen und lediglich zu Beginn der Sätze eins und zwei konnte der Aufsteiger den Gastgebern Paroli bieten. Dann setzte sich das druckvolle Aufschlag- und Angriffsspiel des VfB durch (25:17, 25:16). Im dritten Satz glaubte dann niemand im TSV-Trikot mehr an eine Wende und Eningen ergab sich in sein Schicksal (10:25). Da auch Rottenburg sang- und klanglos mit 0:3 unterging, trauerte man nicht lange der Niederlage hinterher, denn in Ulm wird kaum eine Mannschaft etwas Zählbares holen.

TSV Eningen II:  Bauer, Brielmann, Hellmann, Hiller, Kimmerle, König, Margenfeld, Mezger, Schilling, Siller.

Wie schon gegen Eningen II dominierte der VfL Pfullingen gegen Gebrazhofen zu Beginn das Geschehen und ging verdient 2:1 in Führung. Doch im vierten Satz ließ die Konzentration im Gefühl des sicheren Sieges merklich nach. Es schlichen sich langsam mehr und mehr Fehler ein und die Gastgeber nutzten diese Schwächephase clever aus. Trotzdem hätten die Schützlinge von Trainer Thomas Teiber noch den Sieg nach Hause bringen können, doch am Ende des Satzes gingen einige Abwehraktionen knapp an die niedrige Decke oder ein Angriffsschlag landete knapp neben der Linie. Unglücklich musste der VfL mit 26:28 den Ausgleich hinnehmen. Von diesem Schock erholte sich die Mannschaft im fünften Satz nicht mehr und musste die zweite ärgerliche Niederlage hinnehmen. „Im Kopf müssen wir noch freier werden“, legte Teiber den Finger in die Wunde.

VfL Pfullingen: Banzhaf, Bertram, Bucher, Göbel, Haydt, M. Mayer, S. Mayer, Missbauer, Pflüger, Sautter, Schwille, Späth, Werneck.

Nichts zu erben gab es für die Landesliga-Damen des TSV Eningen beim TSV Laupheim. Schon nach der dritten klaren Niederlage (0:3) gehen die Schmetterlinge angesichts der Stärke der Liga nach ihrem Umbruch schweren Zeiten entgegen und müssend den Blick klar nach unten richten. „Wir haben einfach im Angriff nicht den Druck vom Vorjahr, sodass der Gegner ständig seine Chance auf den Punktgewinn bekommt. Und am Netz haben diese klare Vorteile“, weiß Trainer Patrick Anft, dass viel Arbeit auf ihn und sein Team wartet.

TSV Eningen Damen:  Hellmann, Knull, Missbauer, Ribeiro-Küppers, Schiedt, Sonntag, Taigel, Wien, van Severen, .Zander.

Strahlende Gesichter hingegen beim Ligakonkurrenten TSG Reutlingen. Beim FV Tübinger Modell II setzten sich im Duell der Aufsteiger die Schützlinge von Trainer Jan Grauel sicher mit 3:1 durch und feierten den ersten Landesliga-Sieg. Grundstein für den Erfolg war eine hervorragende Annahme, die es den TSG-Angreifern immer wieder erlaubte, einfache Punkte am Netz zu erzielen. Hinzu kam eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der es keine Ausfälle gab. Nun freut man sich schon auf das Lokalderby gegen den TSV Eningen in zwei Wochen.

TSG Reutlingen:  Bühler, Fuchs, Gruschwitz, Herzog, Helbig, Humic, Hunstein, Köhler, Schneider, Schröder, Schweizer.

Gegen den ASV Botnang II hatte Bezirksligist PSV Reutlingen zunächst zwei Sätze lang keine Chance (19:25, 20:25). Doch dann bekam der Block die sprunggewaltigen Angreifer der Gäste immer besser unter Kontrolle und konnte mit 25:23 und 25:19 den Ausgleich herstellen. Allerdings hatte diese Aufholjagd viel Kraft gekostet, sodass im fünften Satz schnell die Luft raus war (7:15).

PSV Reutlingen:  Kabisch, Kaiser, Kronenberger, Oertel, Pfleger, Schwederski, Springmann.

Jubel beim Bezirksligisten TSV Eningen III. Mit einer starken Leistung, vor allem im Block, zog der „Absteiger“ – Rückzug aus der Landesliga im Tausch mit der eigenen Dritten – dem TV Beffendorf schnell den Zahn und siegte souverän mit 3:0. Wie die Feuerwehr legte der TSV los und sorgte für eine schnelle 1:0 Führung (25:20). Danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel, doch hatte der TSV immer eine Antwort parat (25:21). Auch im dritten Satz ging es ständig hin und her, ehe Carsten Fellmeth mit drei Blocks in Serie den Sack zumachte (25:23).

TSVE III:  Abdelrahman, Bückle, Fellmeth, Frank, Friedrichson, Karlweski, Mehlo,  Sowoda, Wolff.

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