Auf der Überholspur

Ein neues Aushängeschild für Reutlingens größten Sportverein. Ab dem neuen Jahr wird die Triathletin und Olympia-Teilnehmerin Svenja Bazlen ihre Einzelstarts für die TSG Reutlingen bestreiten.

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„Wir hoffen, mit einer so erfolgreichen Athletin in unseren Reihen den Triathlon- und Breitensport in der Region nachhaltig auszubauen“, freut sich Andreas Längst, Abteilungsleiter für Schneesport und Triathlon bei der TSG über den offiziellen Eintritt von Svenja Bazlen in den Verein. „Denn ohne Hochleistungssport kein Breitensport“, weiß Längst.
Die Turn- und Sportgesellschaft TSG Reutlingen und ihr Geschäftsführer Dr. Benjamin Haar haben in diesem Jahr bereits einige Anstrengungen unternommen, um das sportliche Angebot attraktiv zu halten. Erst unlängst wurde das vereinseigene Bewegungs- und Gesundheitszentrum TSG-Provital erweitert, für die über 50-Jährigen im 4 600 Mitglieder zählenden Verein wurden bessere Bedingungen geschaffen und zwei sanierte Fußballfelder ihrer Bestimmung übergeben. Dass nun die 29-jährige Olympionikin Svenja Bazlen ihre Erfahrungen einbringt, könnte dem Verein einen zusätzlichen Schub verleihen.
Denn Bazlen, die bei mehreren Weltmeisterschaften und bei den Olympischen Spielen in London teilnahm, möchte zukünftig nicht nur in Reutlingen trainieren, sondern sich auch aktiv in die Nachwuchsarbeit einbringen: „Ich würde gerne die Jugendarbeit und den Behindertensport unterstützen“, so Svenja Bazlen bei ihrer offiziellen Vorstellung in der TSG-Geschäftsstelle. Die seit einem Jahr in Tübingen lebende Triathletin reiht sich damit in die Liste erfolgreicher Athleten (Ole Bischof und Michael Göhner) ein, die dem Verein in der Vergangenheit angehörten.
Die in Stuttgart aufgewachsene Athletin hat ihre Sportkarriere beim TB Cannstatt in der Landesliga begonnen, startete dann in der Bundesliga für den TF Feuerbach und absolvierte ihre ersten Europa- und Weltcups für den VFL Waiblingen. Seit 2008 trainiert sie bei Lubos Bilek und zog Anfang 2009 nach Freiburg, um am dortigen Olympiastützpunkt zu arbeiten. 2009 beendete sie ihr Studium der Sport-Pädagogik und konzentrierte sich fortan in Freiburg auf ihr großes Ziel: die Olympischen Spiele in London 2012. Danach wechselte sie von der Olympischen zur Mitteldistanz, auf der sie sich sofort in der Weltspitze etablierte. Der 5. Platz bei ihren ersten 70.3 Weltmeisterschaften in diesem Jahr in den USA lässt für die Zukunft einiges erhoffen.
Auch Thomas Bader, der 1. Vorsitzende des Sportvereins, freut sich über die Unterstützung der Weltklasse-Athletin. Mit ihr habe die Triathlonsparte der TSG Reutlingen die große Chance, weiterhin auf hohem Niveau Wettkämpfe zu bestreiten: „Unser Verein braucht Vorbilder wie Svenja“, ist Bader überzeugt und verweist auf ihre große Erfahrung im Hochleistungssport. Anknüpfungspunkte gäbe es etliche, bei denen sich die Athletin einbringen könne. Der Aufbau einer effektiven Nachwuchsarbeit ist dabei ebenso angedacht wie Wochenendseminare mit jungen Talenten.
Und Svenja Bazlens sportliche Ziele? Am 16. Februar nächsten Jahres steht ein wichtiger Triathlon-Wettkampf in Panama in ihrem Terminkalender und im September möchte sie sich unbedingt für die Weltmeisterschaft in Kanada qualifizieren.
Und das Wichtigste: weiterhin verletzungsfrei bleiben.
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