Viel Druck im Hexenkessel

Die schwierige Auswärtsaufgabe in Großwallstadt wurde mit einem Punkt zufriedenstellend gelöst, jetzt wartet in Rimpar, bei angeschlagenen Wölfen, eine noch diffizilere auf den TV Neuhausen.

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    Tim Keupp, "Jungfuchs" beim TVN, muss sich am Samstag mit bissigen Wölfen auseinandersetzen. Foto: 
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TVN-Geschäftsführer Alexander Trost war am Mittwochabend "sehr begeistert". In Großwallstadt hat er sein Team nicht nur moralisch unterstützt, wie ihm am Morgen danach noch anzuhören war. Eine Top-Leistung habe man beim 29:29 gezeigt. "Wir sind in der Lage, auch die stärksten Teams der Liga zu ärgern. Das hat man bereits in Nordhorn gesehen", sagte Trost.

Bei der Mannschaft der Stunde haben "die Jungs" hochverdient einen Punkt geholt - schade nur, dass gleichzeitig Essen sich gegen Rimpar derer zwei schnappte. Damit hat sich der Abstand zu den gefährdeten Regionen nämlich um einen Punkt verringert. Natürlich kann man es auch anders sehen und das 29:29 als Punktgewinn verkaufen. "Wir sind mit den drei Punkten aus zwei Auswärtsspielen voll im Fahrplan", sagt Trost. Nächste Station wird nun in Rimpar gemacht. "Die haben zwei Mal in Folge verloren. Da ist jetzt richtig Druck im Hexenkessel", ahnt TVN-Trainer Aleksandar Stevic. Und mit diesem Druck gilt es nun umzugehen.

Rimpar verlor das Derby zu Hause gegen Großwallstadt mit 18:21, musste sich am Mittwoch in Essen mit 24:25 geschlagen geben. Zwei herbe Rückschläge auf dem Weg in Liga eins, dem die Wölfe lange unbeirrbar zu folgen schienen. Verletzungsprobleme haben da sicherlich ihren Teil beigetragen, so musste in Essen kurzfristig Geschäftsführer Daniel Sauer das Wölfe-Jersey überstreifen. Weil aber der halbe Mittelblock fehlte, setzte es am Ende eben Niederlage Nummer zwei in Serie. Tabellarisch hat es noch keine Auswirkungen. Die Wölfe liegen nach wie vor auf Rang drei, spüren allerdings den heißen Atem der Verfolger, die auf weitere Ausrutscher lauern.

Es gibt also einiges zu reparieren in Rimpar, schrecken muss das den TVN aber nicht über die Maßen. Wer sich in Großwallstadt dermaßen Respekt verschafft, muss vor den Wölfen nicht vor dem Anpfiff kuschen. "Rimpar macht wenig Fehler, aber genau zu denen muss man sie zwingen", weiß Alexander Trost.

Das wissen alle, die das Spiel in der Hinrunde verfolgt haben. 12:10 hatte der TVN zur Pause geführt, am Ende hieß es 24:26, weil eben die Fehler hauptsächlich seitens des TVN gemacht wurden. Überragend bei den Gästen damals Benedikt Brielmeier, der in Essen am Mittwoch erkrankt fehlte. Es ist aber nicht auszuschließen, dass er bis Samstag wieder hergestellt ist. Rimpar zählt nach wie vor zu den stärksten Teams der Liga. Von den beiden Niederlagen lässt sich in Neuhausen niemand blenden.

Bei Verletzungsproblemen können die Ermstäler durchaus mitreden. So ist nicht absehbar, wann und ob Jan-Marco Behr nach seinem Bandscheibenvorfall wieder einsetzbar ist. Nicolai Theilingers Abgang gen Erlangen hat die Auswahl im Rückraum eh schon reduziert. Daher kam es Trainer Stevic sehr gelegen, dass sich Kapitän Ralf Bader nach Ellenbogenverletzung wieder einsatzbereit meldete. "Er sorgte für Entlastung", sagte Stevic. Aber nicht nur das, in der entscheidenden Phase steuerte er auch wichtige Tore bei. Diese wird man in Rimpar wieder brauchen, wo man sich auf eine zupackende 6:0-Deckung gefasst machen muss. Von der eigenen Defensive erwartet Stevic eine Steigerung. Die Anzahl der Gegentore war ihm zuletzt entschieden zu hoch, die Abteilung Attacke ist indes gut in Schuss.

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