VfL erneut vor hoher Hürde

Handball-Drittligist VfL Pfullingen gastiert am Samstag erneut bei einem Großen, dem TV Germania Großsachsen, dem aktuellen Tabellenvierten. Torjäger Jan Triebskorn soll in Schach gehalten werden.

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Micha Thiemann (rechts) sagt: "Unter 30 Gegentoren bleiben".  Foto: 

Der Turnverein Germania lag am Samstag in Pforzheim zur Halbzeit 11:15 zurück, drehte das Spiel und gewann noch 31:28. Das zeigt, welche Moral der Gast hat und auch am Samstag zu Hause aufrufen wird. Dabei sah Torwart Jahnke die rote Karte und Hundt musste nach drei Zeitstrafen zuschauen, das wurde alles weggesteckt. Im Hinspiel siegte Pfullingen klar, als Top-Torjäger Jan Triebskorn wenig traf und an der Kette lag. Der VfL bereitet sich auch auf ihn exakt vor. Er hatte im Aufstiegsjahr - noch für Schwetzingen spielend - 17 Tore erzielt. Auf ihn muss die 3:2:1-Deckung der Echaztäler aufpassen. TVG-Trainer Stefan Pohl lobte den tollen Charakter seines Teams, das eine ungeheure Willensleistung an den Tag gelegt habe, eine Super-Moral zeige. Diese Tugenden seien alle am Samstag gegen den starken Aufsteiger nötig. Sein Team habe aber 40 Minuten vieles falsch gemacht. Das könne man sich gegen den VfL nicht leisten, der sich durch seine Spielweise und Erfolge den Respekt in der 3. Liga erspielt und erkämpft hat.

Großsachsen hat übrigens den Vertrag mit Patrick Dreier aufgelöst, für die neue Saison kommt Denny Purucker vom Ligakonkurrenten TV Hochdorf. Der TVG hat 22:18 Punkte als Vierter, der VfL als Neunter 20:20. Das heißt, die Fernow -Schützlinge könnten bei Sieg punktemäßig zum TVG aufschließen. Zuletzt konnte Jabot spielen (er ist wieder fit) und damit Klusch eine Ruhepause gönnen. Aber bei Jan Reusch muss man abwarten: er spielt am Freitag für den TVN gegen Friesenheim und am Sonntag in der 2. Liga, da muss man sehen, wie viel Einsatzzeit er am Freitag bekommt - der TVN geht vor. Till Fernow baut auf sein Team: "Wir müssen und werden mit viel Leidenschaft , einer tollen Moral und viel Willen ins Spiel gehen, können auch dort punkten, wenn es optimal läuft. Wir hatten ja auch in Leutershausen die Chance auf ein Remis, haben mitgehalten und kamen immer zurück. Diese VfL-Tugenden werden morgen auch eintreten. Es fehlten nur Kleinigkeiten. Doch wir sahen, was der TVG auch auswärts leisten kann, die gehen top-motiviert ins Spiel, wollen die Hinspiel-Niederlage vergessen machen. Aber auch wir müssen in der verrücktesten Handball-Liga punkten, man darf sich da nie sicher sein."

Fernow weiter: "Bei uns waren sie Letzter mit null Punkten, das ist ganz anders, das Team jetzt ist nicht vergleichbar. Das ist ein richtig schweres Auswärtsspiel für uns, eine ganz hohe Hürde. Wenn wir nächste Woche gegen Pforzheim gespielt haben, haben wir die Teams von 2 bis 6 weg. Ich sehe das Spiel auf Augenhöhe. Leutershausens Trainer Nagel hat ja auch gesagt, dass unser Team mit dem vom Oktober nicht mehr vergleichbar ist. Das ist ein Spiel der Top-Neun und wir gehören dazu - das ist doch toll. Die hatten jetzt einen Lauf, den wollen wir auch haben und uns nimmt keiner mehr auf die leichte Schulter. Da wissen jetzt alle, was wir drauf haben."

Der Drittletzte Haßloch hat 16 Punkte, Balingen als Zwölfter 18, spielt schon am Freitag gegen Hochdorf. Er kann auch auf 20 Punkte kommen - Wahnsinn. Deshalb muss der VfL noch zehn Punkte holen, um sicher zu gehen. Er gehört in dieser Form in die 3. Liga mit Tendenz nach oben.

Micha Thiemann, einer der Führungsspieler des VfL Pfullingen meint: "Wir gaben auch in Leutershausen alles, hätten einen Punkt holen können, müssen noch konzentrierter werden, die Trefferquote verbessern und hinten sollten wir unter 30 Toren bleiben. Dann ist vieles möglich."

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