Unfassbare Dramatik

Der TV Neuhausen holte gestern Abend einen nicht unbedingt erwarteten Punkt in Großwallstadt. Es war sogar noch mehr drin als das finale 29:29. Am Ende hatte man aber auch ein bisschen Glück.

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  • Die hochgelobte TVG-Defensive hatte große Probleme. Hier hat TVN-Kreisläufer Daniel Reusch alle Abschluss-Freiheiten. 1/3
    Die hochgelobte TVG-Defensive hatte große Probleme. Hier hat TVN-Kreisläufer Daniel Reusch alle Abschluss-Freiheiten.
  • Nach kurzem Überlegen war TVN-Trainer Aleksandar Stevic mit dem Punktgewinn in Großwallstadt zufrieden. Fotos: Eibner 2/3
    Nach kurzem Überlegen war TVN-Trainer Aleksandar Stevic mit dem Punktgewinn in Großwallstadt zufrieden. Fotos: Eibner
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So eine Dramatik ist sicher nicht gesund. Was sich in den letzten Minuten gestern Abend in der Frankenstolz-Arena zu Aschaffenburg abspielte, war kaum mehr auszuhalten. Nach Drei-Tore-Führung im zweiten Abschnitt erkämpfte sich der TV Neuhausen einen hochverdienten Punkt. Pech, dass Entscheidungen in den Schlusssekunden gegen das Stevic-Team gefällt wurden, Glück, dass Pavel Prokopec kurz vor Feierabend einen Siebenmeter an die Latte jagte - Unentschieden eben, genauer gesagt: 29:29.

Das hatten sich die zuletzt so erfolgreichen "Wällster" sicherlich anders vorgestellt. Der TV Neuhausen war mit einigen Überraschungen im Gepäck nach Mainfranken gekommen, operierte zum Beispiel mit zwei Kreisläufern und stellte damit die hochgelobte TVG-Defensive vor Probleme. So kam es, dass zunächst meist die Gäste führten, bis zum 4:5 (8.) hatte Daniel Reusch, eben vom Kreis, bereits zwei Mal getroffen.

Dann allerdings kamen die Großwallstädter ins Rollen, allen voran Michael Spatz, dem bis zum Pausenpfiff sieben Tore gelingen sollten. Ihn bekam der TVN nicht richtig zu fassen, den Rest eigentlich ganz gut. Nach den wenig erbauenden Zwischenständen von 8:6 (13.), 10:7 (16.) und 12:9 (23.) wurde von den Herren Maas, Leventoux und Wessig ein feiner und schneller Dreierpack geschnürt, der zum 12:12 (24.) führte. Mit unentschiedenem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause: 15:15.

Blendend aufgelegt an alter Wirkungsstätte zeigte sich Cornelius Maas, der unter anderem die ersten beiden TVN-Treffer nach Wiederanpfiff beisteuerte. Weil dann Magnus Becker einen Spatz-Siebenmeter schnappte, Ralf Bader und Daniel Reusch auch noch trafen, stand es plötzlich 16:19 (38.). Und den Drei-Tore-Vorsprung konnten die wackeren Gäste immer wieder herstellen, ließen aus dem Rückraum Präzision walten, wo Kapitän Ralf Bader nach langer Verletzungspause wertvolle Beiträge leisten konnte. Cornelius Maas tobte sich richtig aus, hatte mit Treffer Nummer acht in der 47. Minute auf 22:25 gestellt, nach Baders 26:28 (55.) sah es weiterhin sehr gut aus, weil auch Jan-Steffen Redwitz effektiv zwischen den Pfosten werkelte. Dann egalisierten Fannar Fridgeirsson und Florian Eisenträger für den TVG (56.), wobei bei Fridgeirssons Treffer selbst eingefleischte "Wällster" ein Stürmerfoul gesehen hatten. Ferdinand Michalik brachte den TVN erneut in Führung, Mario Stark machte das 29:29. Das war es dann an Toren.

TVN-Trainer Aleksandar Stevic beschäftigte nach dem Abpfiff allerdings noch eine Zeitstrafe gegen Daniel Reusch in der Schlusssequenz und eben jener Latten-Siebenmeter. "Wir hätten das Ding noch verlieren können, müssen deshalb mit dem Punkt zufrieden sein, den man gegen ein so ausgebufftes Team erst einmal holen muss. Die letzte Minute haben wir in Unterzahl recht clever runtergespielt. In der Defensive sehe ich allerdings noch Steigerungspotenzial. 29 Gegentore sind einfach zu viel", sagte Stevic.

So spielten sie

TV Großwallstadt: Lenz, Putera - Spatz (9/4), Fridgeirsson (4), Sorrentino Sala, Eisenträger (5), Lopez Romero (1), Weißbach (2), Stark (2), Metzner, Prokopec (5/2), G. Pomeranz (1).

TV Neuhausen: Redwitz, Becker - Hansen (1), Schuldt (1), Keinath (4/3), Reusch (4), Wessig (1), Klingler, Keupp, Michalik (5), Leventoux (2), Maas (8), Bader (3).

Siebenmeter: 8/6 (Spatz und Prokopec scheitern) - 3/3.

Zeitstrafen: Prokopec - Reusch, Wessig, Maas.

Schiedsrichter: Frederic Linker, Sascha Schmidt (Herne).

Zuschauer: 1177

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