TusSies spülen die Türkinnen vom Feld

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  • Sensation perfekt: Die TusSies schicken den Gegner mit 13 Toren Differenz nach Hause und ziehen in die Gruppenphase des EHF-Pokals ein.  Fotos:Thomas Kiehl 1/2
    Sensation perfekt: Die TusSies schicken den Gegner mit 13 Toren Differenz nach Hause und ziehen in die Gruppenphase des EHF-Pokals ein. Fotos:Thomas Kiehl Foto: 
  • Das Geburtstagskind Anna Loerper wurde zur Matchwinnerin vor euphorischer Kulisse gegen die Türkinnen. 2/2
    Das Geburtstagskind Anna Loerper wurde zur Matchwinnerin vor euphorischer Kulisse gegen die Türkinnen. Foto: 
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Anna Loerper hätte für ihren Geburtstag keinen schöneren Rahmen wählen können. 1300 Zuschauer feierten mit ihr in der Paul-Horn-Arena. Und nicht nur das. Nebenbei hat sie auch noch mitgeholfen, ihre TusSies in die Gruppenphase des EHF-Cups zu befördern. Kann es schöneres geben für eine Vollblut-Handballerin? Die Aufgabenstellung war klar. Aus dem Hinspiel vergangene  Woche musste die TuS sechs Tore aufholen. Und es lief nach anfänglichen Problemen gar nicht so schlecht. Das Geburtstagskind hatte beim 7:5 (13.) bereits ihr viertes Tor erzielt. Ankara hatte nur Yeliz Özel, flüchtete sich in lange Angriffe. Wenn man der TuS Metzingen  einen Vorwurf machen konnte dann den, dass man manchmal im Spiel nach vorne zu zappelig war. Auch Gegenstöße wurden ein Opfer dieser Ungeduld. Die Halbzeitführung von 16:9 ging vollkommen in Ordnung. Die TuS spielte hinten zupackend, vorne mit der nötigen Präzision und hatte nach dem Hinspiel genau die richtige Portion Wut im Bauch.

Nach dem Seitenwechsel ging es genau so weiter. Anna Loerper wurde noch eine Spur stärker, hatte bis zum 20:11 (35.) drei weitere Treffer beigesteuert. Luca Szekerczes war zudem gut in Schuss. Nach ihrem 27:16 (46.) sah es blendend aus für die Gastgeberinnen. Wertvolle Beiträge kamen auch aus dem TuS-Tor, wo Jasmina Jankovic gänzend arbeitete, der überragenden Özel sogar eine „Freie“ abkaufte.

Schon zu diesem Zeitpunkt stellte man sich die Frage, wie das vergangene Woche passieren konnte. Mit sechs Toren mussten die Metzingerinnen den Kolleginnen aus Ankara den Vortritt lassen. Die TusSies waren ihrem limitierten Gästen haushoch überlegen, pflückten ihnen Gegentöße im Dutzend weg.

Nationalspielerin Julia Behnke stieg nun bei der TuS in die Bütt, traf aus der Nahdistanz immer. Nach ihrem 30:18 in der 52. Minute nahmen sich die TusSies eine klitzekleine Auszeit, in der sich Ankaras Keeperin Wysokinska in Serie auszeichnen konnte. Das war aber schnell vorbei. Drei Minuten vor dem Abpfiff stand die Halle komplett, die Bank feierte und Katharina Beddies war unwiderstehlich in Sachen Gegenstößen unterwegs.

Danach begannen unmittelbar die Feierlichkeiten zum Einzug in die Gruppenphase des EHF-Cups. Sechs Spiele gegen Europas Topteams im Januar und Februar sind die Belohnung für die wie entfesselt aufspielenden TusSies, für die nun die EM-Pause gebinnt – sofern sie nicht für ihre Nationalteams auflaufen dürfen.

TuS-Trainer Csaba Konkoly lobte eine vorbildliche Mannschaftsleistung: „Ich kann gar nicht jede Spielerin aufzählen, die heute gut war. Jede hat für die andere gekämpft und dann hatten wir auch noch eine gute Torhüterleistung.“ Julia Behnke tanzte vor Freude und war happy: „Wir haben gespielt, wie wir immer spielen wollen. Unser Spiel war konstant und wir wussten was zu tun ist. Die Niederlagen zuletzt waren schon Nackenschläge. Aber wir haben uns mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gut erholt und auf jeden Fall rehabilitiert.“

TuS Metzingen gegen
Ankara Yenimahalle BSK

36:23

TuS Metzingen: Obein, Jankovic – Zapf (3), Szekerczes (7), Loerper (11/5), Loseth (2), Amega, Ingenpaß, Obradovic, Weigel, Vollebregt, Michielsen, Beddies (7), Behnke (6).

Ankara Yenimahalle BSK: Attingre, Wysokinska – Akgün (1), Aydogan Soysal (2), Chumak (1), Gündar (2), Gündoglu, Ikova, Keskin, Layuk, Özel (9/1), Sokac (4), Tankaskaya (1), Türkoglu (3).


Siebenmeter: 5/5 – 1/1.
Zeitstrafen: Loseth, Obradovic – Gündar, Özel, Ilkova.
Schiedsrichter: Christina Nastase, Simona Raluca Stancu (Rumänien).
Zuschauer: 1300.

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