TusSies sind Vizemeister

Durch den 31:25-Auswärtssieg bei den Bad Wildungen Vipers und der 20:31-Niederlage des HC Leipzig beim THC kletterten die TusSies in der Frauenhandball-Bundesliga auf Rang zwei.

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Nach getaner Arbeit demonstrierten die TusSies ihre tänzerischen Qualitäten.  Foto: 

„Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir bis ins Endspiel des Europapokals kommen und Deutscher Vizemeister werden, den hätte ich wohl für verrückt erklärt“, so TuS-Manager Ferenc Rott nach der Partie am Samstag in Bad Wildungen. In der Tat zeigten die Metzinger Handballerinnen in dieser Spielzeit Außergewöhnliches und belohnten sich so mit Tabellenplatz zwei in der Bundesligaendabrechnung und der Silbermedaille im EHF-Pokal. „Wir hatten uns das Ziel gesteckt, besser zu sein als vergangene Runde und dies ist uns eindrucksvoll gelungen“, war auch TuS-Spielführerin Patricia Stefani mit dem Erreichten zufrieden.

Die Voraussetzungen für das letzte Bundesligaspiel der Saison 2015/16 waren klar. Nach dem 31:20-Erfolg des Thüringer HC gegen den direkten Meisterschaftskonkurrenten HC Leipzig im Samstagnachmittag-Duell, benötigten die Metzingerinnen einen Sieg, um Platz zwei zu sichern. Dementsprechend motiviert und engagiert gingen die Pink-Ladies auch ohne die verletzten Stammspielerinnen Jasmina Jankovic, Julia Behnke und Anna Loerper zu Werke.

Nach einem kurzen Abtasten zu Beginn drehten die Gäste aus dem Ermstal auf und zogen mit einem 5:1-Lauf auf 8:4 davon (15.). Vipers-Trainerin Tessa Bremmer hatte genug gesehen und bat ihre Mädels zum Rapport an die Außenlinie. Die Auszeitansprache zeigte prompt Wirkung. Eine nun viel offensivere Vipers-Deckung stellte die „Pink-Ladies“ vor erhebliche Probleme und so musste TuS-Coach Csaba Konkoly bei einer 10:8-Führung seiner Mädels nun seinerseits den grünen Karton zücken (18.). Auch hier fand der Kommandogeber an der Seitenlinie die richtigen Worte und so wurden beim 19:12 für die TusSies die Seiten gewechselt.

Im zweiten Spielabschnitt versuchten die Vipers zwar nochmals alles, um die Gäste in Gefahr zu bringen, doch die Handballerinnen aus dem Ermstal ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Konkoly wechselte gegen Ende kräftig durch und so schrumpfte der Zwölf-Tore-Vorsprung (38.) auf die Hälfte zusammen. Dem Jubel nach der Schlusssirene tat dies jedoch keinen Abbruch. „Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben und zum letzten Saisonspiel nochmals eine Schippe draufgelegt“, so das Lob von Rechtsaußen Alexandra Kubasta kurz nach Spielende.

Manager Ferenc Rott war die Erleichterung nach Spielende einerseits anzumerken, auf der anderen Seite war eine gewisse Vorfreude auf die kommende Spielzeit zu vernehmen: „Ich bin richtig zufrieden und stolz darauf, was die Mädels geleistet haben. Sie haben einen Riesenschritt nach vorne gemacht. Wir werden uns jetzt ausruhen und nächste Saison voll angreifen, da wir noch ein bissel Luft nach oben haben.“

Für die TusSies geht es nun in die wohlverdiente Sommerpause, ehe es mit der Vorbereitung für die neue Bundesliga-Saison und Teilnahme am EHF-Pokal weitergeht.

Spiel-Statistik

Bad Wildungen: Brütsch - Nagy, Nieuwenweg (5/2), van Gulik, (3), Pollmer (3), Cioca (1), Cipaian (1), Busch (3), Schmidt-Robben (3), Stockschläder (2), Bolze (4/1)

TuS Metzingen: Stockhorst, Obein - Weigel (4), Temes (3/3), Loseth (3), Stefani (2), Dinkel (1), Vollebregt (3), Kubasta, Zapf (6), Beddies, Großmann (4), Michielsen (5)

Zeitstrafen: Vipers: Pollmer, Gulik, Nieuwenweg (2) - TusSies: Temes

Siebenmeter: Vipers: 6/3 - TusSies: 3/3

Zuschauer: 750 (in der Sporthalle Enseschule Bad Wildungen)

Schiedsrichter: Patrick Arndt, Christian Kobilke (beide Magdeburg).

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