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Teodora Bloj verstärkt die TusSies Metzingen

Teodora Bloj ist nach Nastja Antonewitch, Laura Glaser und Tanja Padutsch der vierte Neuzugang des Frauenhandball-Bundesligisten TuS Metzingen. Am Montag zum Trainingsstart in der Öschhalle war sie dabei.

ALEXANDER MAREIS ... | 0 Meinungen

Die TusSies Metzingen sind zurück. Das große Abenteuer 1. Bundesliga kann beginnen. Nach fünfwöchiger Pause nahmen die Metzinger Handballerinnen am Montagabend in der Öschhalle den Trainingsbetrieb wieder auf, um optimal vorbereitet in ihre erste Saison im deutschen Frauenhandballoberhaus zu starten. Am Samstag, 8. September (19 Uhr) läutet das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten der Vorsaison, DJK/MJC Trier, die mit Spannung erwartete Runde ein. 16 TusSies tummelten sich gestern auf dem Hallenparkett, um sich die Grundlagen für die hohen Erstligaanforderungen in der ersten Übungseinheit zu erarbeiten. Darunter waren alle vier Neuzugänge.

Vier? Bisher bekannt waren Nastja Antonewitch (kam schon zum Ende der Vorsaison mit Zweitspielrecht zum Einsatz, verließ nun definitiv den Erstligaabsteiger SVG Celle), Laura Glaser (Bayer Leverkusen) und Tanja Padutsch (VfL Waiblingen) waren den TuS-Fans bereits als Verpflichtungen bekannt, gestern Abend stellte sich nun Teodora Bloj im Ermstal vor. Die 26-jährige Rumänin wechselt von Siófok KC aus der 1. ungarischen Liga in die Sieben-Keltern-Stadt. Bloj stammt aus Targu Mures (auch unter dem deutschen Namen Neumarkt am Mieresch bekannt), einer rumänischen Stadt in Siebenbürgen mit rund 128 000 Einwohnern.

An Teodora Bloj sind die Verantwortlichen der TuS Metzingen schon länger interessiert gewesen. Bereits vor zwei Jahren wollte man die vielseitige, athletische Rückraumspielerin verpflichten. "Doch damals hat uns Teodora abgesagt, wir waren seinerzeit Zweitligist und sie zog es vor, in der 1. Liga Ungarns für Siófok KC zu spielen", verrät TuS-Manager Ferenc Rott.

2012 haben die Ermstäler bessere Argumente - die 1. Liga Deutschlands übte auf /]Teodora Bloj offenbar größere Faszination aus. Die 26-jährige, die am selben Tag wie Cassandra Engel (31. Januar 1986) geboren ist, wurde für eine Saison verpflichtet und soll das Risiko, das just wegen Cassandra Engel entstanden wäre, minimieren. Denn die vor Jahresfrist aus Sindelfingen ins Ermstal gewechselte 26-fache Juniorennationalspielerin, die mit ihren 1,80 Metern eine Stütze in Abwehr wie Angriff sein sollte, wird vermutlich nicht rechtzeitig topfit. Nach ihrem Kreuzbandriss wird Engel erst ab August voll belastbar sein. "Ich freue mich riesig, dass ich wieder mit von der Partie bin. Es geht bergauf und ich werde meinen Trainingsumfang stückchenweise steigern. In der zweiten Vorbereitungsphase ab August steige ich voll ein", verriet Cassandra Engel, der gestern Abend zum Trainingsauftakt in der Öschhalle noch Zurückhaltung von Arzt und Trainerin gleichermaßen verordnet worden war.

"Mit diesen Voraussetzungen können wir bestimmt einiges erreichen"

Bei den Übungen glaubte man zu erkennen, dass Teodora Bloj, die in ihrer Statur Engel sehr ähnelt, möglicherweise noch über die Trainingsarbeit bei der TuS unter Edina Rott staunen wird - die ersten Einheiten beim neuen Klub schienen die Rumänin ziemlich zu schlauchen. Bei der Umstellung von der 1. Liga Ungarns auf das deutsche Oberhaus könnte ihr Annamaria Ilyes, ebenfalls in Siebenbürgen geboren und mit acht A-Länderspielen für Rumänien dekoriert, helfen. Neben Spielweise, Trainingsumfang, Umgebung und Mentalität wird die Sprache eine Herausforderung für Teodora Bloj darstellen. Die 26-Jährige kann sich laut Ferenc Rott zwar nicht nur in Rumänisch und Ungarisch verständigen, sondern auch in Englisch, Spanisch und Französisch, doch im Deutschen gibt es Lernbedarf. In Siófok war Bloj Profihandballerin, in Metzingen soll die Rechtshänderin noch einen Nebenjob ausüben und bald in einer eigenen Wohnung heimisch werden.

"Teodora ist keine Rückraum-Shooterin wie Annamaria Ilyes. Sie hat ihre Stärken im Eins-gegen-Eins-Spiel sowie in der Abwehr. Im Mittelblock kann sie eine wichtige Rolle bei uns spielen", meint Trainerin Edina Rott über die Neue.

Kein Neuland ist die Öschhalle für Laura Glaser. Die 22-jährige Torfrau trainierte schon als 16-Jährige bei den TusSies mit - damals, als sie noch für ihren Heimatklub HSG Schönbuch spielte. "Ich freue mich ungemein auf die neue Saison in der 1. Liga und bin froh, dass es jetzt wieder mit dem Training los geht", meinte Glaser gestern Abend.

Vom Drittligisten VfL Waiblingen wechselte gleich ein Duo zur TuS - neben Torwart-Trainerin Daniela Hansen auch Rechtsaußen Tanja Padutsch. Die 18-Jährige, nur 1,64 Meter große Schülerin ist Realistin: "Ich gebe zu, etwas nervös zu sein. Es wird für mich ein hartes Stück Arbeit, mich bei der TuS durchzusetzen. Doch ich bin willig und habe viel Ehrgeiz. Daher hoffe ich, rasch ein Teil des Teams zu werden."

/]Daniela Hansen verriet "überrascht über Edina Rotts Angebot gewesen zu sein." Die 40-Jährige sieht ihren Job beim Neu-Erstligisten als große Herausforderung an. "Ich musste nicht lange überlegen, die Offerte anzunehmen, zumal ich mich in Metzingen als ehemalige TuS-Torhüterin auskenne. Doch seit meiner Zeit hat sich viel verändert bei der TuS, alles ist professioneller geworden. Mit diesen Voraussetzungen können wir bestimmt einiges erreichen", meint Hansen.

Erstliga-Kader der TuS

Tor: Sabine Stockhorst, Laura Glaser. Feld: Carolin Tuc, Patricia Stefani, Júlia Smidéliusz, Annamária Ilyés, Cassandra Engel, Lisa Mößinger, Teodora Bloj, Anna Mayer (alle Rückraum), Nastja Antonewitch, Barbara Balogh (beide Kreis), Ina Großmann, Alexandra Kubasta, /]Katharina Beddies, Tanja Padutsch (alle Außen) - Zweitspielrecht für die WSG Eningen/Pfullingen: /]Anna Mayer (Rückraum).

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