Triumph nach Thriller

Nach dem Remis in der Hinrunde und der Pokal-Niederlage drehten die TusSies im dritten Saisonduell mit dem HC Leipzig den Spieß um. 902 Zuschauer waren nach dem 26:23 begeistert. Am Freitag trifft man sich im EHF-Cup wieder.

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Der HC Leipzig hatte alles unternommen, um für die beiden wichtigen Topduelle binnen drei Tagen mit den Metzinger TusSies gewappnet zu sein. Die Truppe von Trainer Norman Rentsch eilte direkt im Anschluss ans siegreiche Sonntagsspiel in Buxtehude (21:26) ohne Rückkehr nach Leipzig mit einem Zwischenstop samt Übernachtung in Hannover nach Württemberg. Am Dienstagabend absolvierten die Sächsinnen zunächst in der Sportschule Nellingen-Ruit auf den Fildern eine Lauf- sowie Krafteinheit, ehe am gestrigen Spieltag vor dem Bundesligatopspiel in Metzingen noch eine Halleneinheit mit dem Handball anstand. Es half nichts: Nach dem 27:27-Unentschieden um Ligapunkte im September 2015 und dem 32:27-Heimsieg des HCL im DHB-Pokal am 6. Januar holten die TusSies gestern mit dem 26:23 den ersten Sieg - übrigens beklatscht von Ex-VfB-Fußballtrainer Alexander Zorniger, der in der Öschhalle zuschaute.

Am Freitag (20 Uhr, Tübinger Paul-Horn-Arena) wollen die Pink-Ladies im Viertelfinale des EHF-Pokals gleich nachlegen und die Sächsinnen, die bis Freitag im Landkreis Reutlingen bleiben, nochmals schocken. "Metzingen steht nicht ohne Grund mit uns und dem Thüringer HC ganz oben in der Bundesliga", zog HCL-Trainer Norman Rentsch den Hut vor den starken Sieben-Keltern-Städterinnen, bei denen die wochenlang verletzte Rechtsaußen Marlene Zapf gestern ein vielbeachtetes Comeback feierte.

Ein fulminanter Auftakt war gestern Abend vor 902 begeisterten Zuschauern in der restlos ausverkaufen Metzinger Öschhalle die Basis für den Heimerfolg. Über 5:1 nach zehn Minuten, 7:3 (16.) und 10:5 (21.) kamen die mit bärenstarker Abwehr und vorzüglicher Torfrau Sabine Stockhorst agierenden Gastgeberinnen zum 12:8-Pausenstand. Bezeichnend war, dass Leipzig schon in der 10. und 20. Minute die ersten beiden Auszeiten nahm.

Nach dem Seitenwechsel schlugen die Blau-Gelben zurück: Hubinger und die Ex-TusSie Minevskaja verkürzten auf 12:10. "Verdammt, ist das spannend", schrie und schwitzte TusSies-Manager Ferenc Rott. Sein Puls stieg weiter an: Beim 12:11 (34.), 14:13 (39.) und 15:14 (40.) kam der HCL bis auf einen Treffer heran, machte einen 11:14-Rückstand wieder wett. Über 18:14 (45.) und 19:17 (47.) steuerte der spannende Wahnsinn seinem finalen Höhepunkt entgegen. 20:18, 21:20 und 23:20 - es war kaum auszuhalten. Fünf Minuten vor Schluss stand es 24:23. Letztlich reichte es: Die TuS siegte mit 26.23. Irre.

Spiel-Statistik

TusSies: Stockhorst, Obein - Kubasta, Stefani, Loerper (6/1), Loeseth (5), Dinkel, Großmann (1), Weigel (1), Vollebregt (1), Michielsen, K. Beddies (2), Temes (7/6), Behnke (3), Zapf, Szücs.

HC Leipzig: Kramarczyk, Kurzke, Roth - Mazzucco, Hertlein, Schulze (1), Kudlacz-Gloc (4), Hubinger (5), Lang (2), Kamann, Diehl, Mietzner (2), Reimer, Minevskaja (8/5), Urbicht (1).

Schiedsrichter: Behrens/Fasthoff (Düsseldorf). Zuschauer: 902.

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