Tolle VfL-Aufholjagd wird nicht belohnt

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So sehen keine Sieger aus: VfL-Trainer Till Fernow (rechts) und sein Co Stetten Hepperle. Foto: Axel Grundler  Foto: 

Der VfL Pfullingen musste eine verdiente Niederlage hinnehmen, denn man bot eine desolate erste Halbzeit. Zwar zeigten die  Fernow-Schützlinge nach der Pause was sie  können, kamen auch zum Ausgleich, gingen aber nie mehr in Führung.

Doch in der ersten Halbzeit leistete man sich zehn technische Fehler, vergab Freie – es war haarsträubend, hatte mit Drittliga-Handball wenig zu tun. Man fand kein Mittel gegen die Angriffe des TSB, hatte keinen Zugriff, führte zwar einmal 4:3, dann aber erzielte Horkheim gegen desolate Pfullinger sieben Tore in Folge zum 4:10 – die Echazstädter erzielten zehn Minuten kein Tor, verdaddelten Angriffe. Es war unfassbar, die schwächste Phase der ganzen Saison.

Es stand 6:12, der VfL schien einem Debakel entgegenzugehen. Blodig traf wie er wollte, die VfL-Abwehr war zögerlich, nicht entschlossen genug, nicht aggressiv. Nach 30 Minuten hieß es 11:17. Doch das Team hat Moral, Fernow fand die richtigen Worte, ein anderer VfL kam aus der Kabine, legte einen 5:0-Lauf hin und war beim 16:17 dran, weil Horkheim acht Minuten nicht traf, nicht mehr so konsequent agierte, die VfL-Abwehr auch zwei Klassen besser war. Die Hoffnung auf einen Punkt kehrte zurück: 17:18 (38.), dann aber versemmelte man Chancen, lag 17:20 zurück, kam zum 20:21, der VfL kam immer wieder zurück. Die Dramatik nahm zu, denn in der 50. Minute hatte der starke Schliedermann zum 24:24 ausgeglichen. Drei Minuten später stand es 26:26, der Kampf, der Einsatz, der Wille stimmten voll und ganz. 26:27, Breckel traf den Pfosten. Gäste-Trainer Zürn hatte Pascal Welz, den Torwart  gebracht, der  sieben Bälle entschärfte, der entscheidende Faktor war. 26;29, weil der Gast  seine Angriffe erfolgreich abschloss, Heymann traf drei Mal in Folge, der Käse war verteilt, da Klusch bei Gegenstoß an Welz scheiterte. Das war bitter, aber ein Handballspiel dauert eben 60 Minuten. Hätten die Akteure des VfL so konzentriert und konsequent über 60 Minuten  gespielt wie nach der Pause – die Punkte wären an der Echaz geblieben. Die Schwächen vor der Pause waren eben eklatant, so kann man nicht gewinnen, vor allem nicht gegen ein Spitzenteam. Gästetrainer Jochen Zürn meinte: „Der VfL hat hohe Qualität, da ist auch mal ein 5:0-Lauf möglich, wenn die ins Rollen kommen. Meine Jungs haben alle Aufgaben erfüllt, der VfL stellte sich dann besser auf unser Spiel ein, da wurde es eng.”

VfL-Coach Till Fernow meinte: „Das war eine tolle Stimmung, aber auch ein verdienter  Gäste-Sieg. Es gab ja zwei verschiedene Halbzeiten, 30 Minuten gut zu spielen, reicht nicht. Dazu kassierten wir in der ersten Halbzeit 17 Gegentore, viel zu viel – vor allem Gegenstoßtore. Im Eins gegen Eins gab es Probleme. Wir kamen auch nicht in die erste und zweite Welle, haben das Tempo verschleppt. Das Team bot nach der Pause eine kämpferische Glanzleistung, gab nie auf. Alle haben sich aufgeopfert, es gab aber keine Belohnung – das ist bitter.”

VfL Pfullingen: Schlipphak, Tölke (ab 46.) – Schliedermann (6), Klusch, Wittlinger, Breckel (2), Keupp (1), Hipp, Thiemann (4/1), Jabot (6), Möck, Friedrich (2), Hiller (4), List (3)

TSB Horkheim: Mathes, Welz (ab 48.) – Lenz (5), Gehrke (6/4), Griesbach (2), Schmid ,Grosser, Heymann (6), Laurenz (2), Zerweck, Fähnle (1), Blodig (9)

Zuschauer: 700

Schiedsrichter: Walter, Weinig (beide Karlsruhe) woga

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