Spiel geht weg in Überzahl

Der TV Neuhausen hat beim Tabellendritten in Rimpar viel richtig gemacht, gewann die erste Halbzeit mit 10:9, schmiss aber ausgerechnet in Überzahl einen möglichen Punktgewinn weg, verlor 21:25.

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Für Daniel Reusch und den TV Neuhausen war in Rimpar nichts zu holen - obwohl es lange gut aussah.Foto: Eibner  Foto: 

„Wir wollten uns in Rimpar gut verkaufen, und das ist gelungen“, sagte Aleksandar Stevic nach dem Spiel. Manche Dinge haben dem Trainer des TV Neuhausen sehr gut gefallen, andere weniger. Nach drei langen Auswärtsfahrten binnen einer Woche ging gegen Ende die Power verloren. Wer sich mit dem Wolfsrudel in Rimpar auf Augenhöhe anlegen will, braucht davon indes eine ganze Menge.

Die hatte der TVN im ersten Spielabschnitt. „Wir haben vorne diszipliniert gespielt und aggressiv verteidigt“, lobte Stevic. Weil Rimpar das auch tat, fand das couragierte Tun im Ergebnis nur unzureichend Niederschlag. Beide Torhüter, Max Brustmann auf Rimparer Seite und Magnus Becker, verdienten sich Bestnoten. Die Wölfe waren trotzdem sehr verblüfft, als der TV Neuhausen nach einem 1:3-Rückstand (6.) aber mal so richtig auf die Tube drückte. Philipp Keinath per Doppelpack, Ferdinand Michalik und Ralf Bader, ebenfalls in zweifacher Ausführung, sorgten für den 4:6-Zwischenstand (13.). Man ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als Rimpar vier Zeigerumdrehungen vor der Pause mit 9:8 führte. Nach 30 Minuten lag nämlich der TVN mit 10:9 in Front – und das durchaus verdient.

Es lief ganz geschmeidig weiter bis zum 15:15 (41.). Aber ausgerechnet als Rimpars Tom Spieß zwei Minuten verschnaufen durfte, verlor der TV Neuhausen die Partie. „Wir hatten da eine ganz schlechte Phase, das war der Knackpunkt“, sagte Aleksandar Stevic. Seine Jungs trafen nicht, die Wölfe zwei Mal. Jene konnten damit mächtig Sicherheit tanken, die Ermstäler wehrten sich aber bis zum 20:19 (51.). Philipp Keinath hatte da übrigens ein Tore-Solo hingelegt, fünf Stück in Folge versenkte er, entweder vom Strich oder von Außen. Dem Dettinger bescheinigte der Coach einen starken Auftritt. Weil er aber nicht alles alleine machen konnte, legten furiose Wölfe auf 23:19 vor und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen, der beim 25:21 aktenkundig wurde. Zuviel Unordnung hatte sich nach der verpatzten Überzahl ins Spiel der Neuhäuser eingeschlichen. „Wenn man in Rimpar etwas holen will, darf man sich keine Fehler erlauben. Die haben wir aber leider gemacht“, haderte Stevic. Wie schon erwähnt, forderten auch die Deutschlandreisen ihren Tribut.

Bemerkenswert eine Personalie bei den Wölfen. Daniel Sauer war dort mit 6/2 Top-Shooter. Normalerweise führt er in Rimpar die Geschäfte, musste aber einspringen, weil Benedikt Brielmeier immer noch krank war. „Er verfügt über eine immense Erstliga-Erfahrung und hat sie primär in der zweiten Halbzeit des öfteren zur Geltung gebracht“, lobte der TVN-Coach, der mit seiner Mannschaft nun bis kommenden Freitag den Akku auffüllen muss. Die Fahrt geht dann nach Essen. „Die sind richtig gut drauf“, weiß Stevic, der mit seiner Truppe aus drei Auswärtsspielen immerhin 3:3 Punkte holte. Das ist auch nicht ganz schlecht. Aktuell hat der TVN sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, der von Bayer Dormagen eingenommen wird. Deren sechs sind es auf Tusem Essen. Das unterstreicht die Bedeutung des Spiels.

So spielten sie

DJK Rimpar Wölfe: Madert, Brustmann – L. Spieß (4), Kraus (2/1), Schmitt (3), D. Sauer (6/2), Schäffer (1), Kaufmann (3), Gräsl, Drude, Keidel, Büttner, T. Spieß (2), Winkler.

TV Neuhausen: Becker, Redwitz – Hansen, Schuldt (1), Keinath (10/5), D. Reusch, Wessig, Keupp, Michalik (2), J. Reusch, Leventoux, Maas (5), Bader (3).

Siebenmeter: 3/3 – 5/5.

Zeitstrafen: D. Sauer (2), T. Spieß (2) – Schuldt, Keinath, D. Reusch, Wessig (2), Michalik.

Schiedsrichter: Michael Kilp, Christoph Maier (Oberursel, Steinbach).

Zuschauer: 923.

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