Monika hat Nachholbedarf

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Monika Kobylinska (mit Ball) ist ein Erfolgsgarant im Spiel der TusSies. Im EHF-Pokal ist ihr klares Ziel der Einzug in die nächste Runde.  Foto: 

René Hamann-Boeriths hat in seiner Handball-Karriere einiges erlebt, feierte internationale Erfolge in EHF-Cup und Champions-League. „Man spielt gegen ganz andere Mannschaften, lernt andere Länder und Kulturen kennen“, schwärmte er am Donnerstag bei der Pressekonferenz der TuS Metzingen. Der Blick auf die aktuelle Situation stimmte ihn dann aber ein bisschen traurig: „Schade, dass wir gleich auf eine deutsche Mannschaft treffen.“ Die HSG Blomberg-Lippe kommt am Samstag zum Hinspiel der zweiten Runde im EHF-Pokal in die Öschhalle. Keine andere Mannschaft, keine neue Kultur – auch das Lipperland ist den TusSies schon bekannt.

Monika Kobylinska, polnische Nationalspielerin in Diensten der TuS, sieht das nicht ganz so eng. „Ich habe in Polen bisher nur in der ersten Runde im EHF-Pokal gespielt, jetzt will ich mehr.“ Klare Aussage der jungen Dame, die nicht nur gut Deutsch spricht, sondern sich ins pinke Mannschaftsgefüge blendend eingefügt hat. „Sie ist sehr schnell in der Bundesliga angekommen, was sie bisher zeigt ist besser als man erwarten konnte“, lobt der Trainer. „Sie ist gut, wird aber noch richtig gut. Ich werde sie immer ein bisschen schubsen“, sieht Hamann-Boeriths natürlich Verbesserungsmöglichkeiten.

Schubsen muss er keines seiner Mädels vor der EHF-Cup-Premiere in der laufenden Spielzeit. Man will sich nach den 8:0 Punkten in der Bundesliga nun auf internationaler Bühne bewähren. „Der Vorteil ist, dass wir wissen, was Blomberg kann“, hat Delaila Amega schon zu Beginn der Woche auf das Punktspiel vom 23. September verwiesen. Im Umkehrschluss kann Blomberg von sich behaupten, über die TuS Metzingen sehr gut im Bilde zu sein. Kein Vorteil also.

Oder vielleicht doch, wenn man das erste Spiel zu Rate zieht. Da hat die TuS sehr viel richtig gemacht, nur manchmal Entscheidendes vergessen – Tore. HSG-Keeperin Anna Monz schnappte einiges weg. Im hinteren Bereich gab es indes kaum etwas zu beanstanden. Die Metzinger Deckung glich einer Festung. Allererste Sahne zum Beispiel, wie Blombergs Nationalspielerin Alicia Stolle verteidigt wurde.

„Es wird alles ein bisschen anders. Im EHF-Cup zählt auch das Torverhältnis. Da müssen wir andere Sachen machen“, bleibt der Trainer der TusSies vage in seinen Aussagen. Im Vergleich zum Rundenspiel müsse man ein paar technische Sachen ändern. Darüber wollte er im Vorfeld gar nicht reden. Man darf gespannt sein, was sich der Däne einfallen lässt.

Defensiver Stress

Bezüglich des Spiels am Mittwoch gegen Bad Wildungen war er weitaus mitteilsamer. „Wir kassierten zu viele leichte Tore, bekamen in der Folge Stress in der Defensive. Das möchte ich nicht. Für unser Spiel ist die Abwehr wichtig und der schnelle Gegenstoß.“ Damit hat René Hamann-Boeriths dann doch etwas aus dem Matchplan gegen Blomberg-Lippe verraten. Kelly Vollebregt fehlt weiter, Stina Karlsson wird in der Zweiten aufgebaut.    

Einen Liveticker zum Spiel gibt es unter www.swp.de/tussies

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