Mit Schwung ins Pokalspiel

Die Marschroute ist klar. Die TuS Metzingen möchte in die zweite Pokalrunde einziehen. "Es wird schwer", sagt Manager Ferenc Rott, doch man habe sich in den Kopf gesetzt, die Hürde zu nehmen.

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  • Die TusSies werden in Metzingen nach den Spielen gefeiert, so wie hier nach dem Heimsieg gegen die SGH Rosengarten-BW Buchholz. Morgen im Pokalspiel in Dormagen gegen Bayer Leverkusen wird es sicher eine Schippe schwerer. 1/2
    Die TusSies werden in Metzingen nach den Spielen gefeiert, so wie hier nach dem Heimsieg gegen die SGH Rosengarten-BW Buchholz. Morgen im Pokalspiel in Dormagen gegen Bayer Leverkusen wird es sicher eine Schippe schwerer. Foto: 
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Eine durchaus brenzlige Angelegenheit könnte die Partie der beiden Erstligisten am Samstagabend im Norden werden. Die "Werkselfen" werden sicherlich alles daran setzen, die Pokalhürde zu meistern, zumal sie in der Bundesliga-Punkterunde noch nicht richtig in Tritt gekommen sind. Bei 2:4 Zählern nach drei Spieltagen ist der Start alles andere als gut verlaufen, da gilt es nun sich zu rehabilitieren.

Leverkusens Trainerin Renate Wolf - sie kehrte nach vielen Jahren im August letzten Jahres wieder in die Bayer-Metropole zurück - wird sich sicherlich einiges einfallen lassen. Verzichten muss sie jedenfalls auf die Atmosphäre in der gewohnten Heimspielstätte, die für diesen Samstag belegt ist. Man weicht nach Dormagen aus. Aus sportlicher Sicht wird das Fehlen der Spielmacherin Anne Jochin, die im Sommer bis 2018 verlängert hatte, bedauert (Verletzung). Man versucht nun die Verantwortung auf mehrere Spielerinnen zu verteilen, was beim bisher einzigen Bundesliga-Sieg zu Hause gegen die Füchse Berlin (32:27) ganz gut gelang. Neun Spielerinnen konnten sich in die Torjägerliste eintragen, was auch Renate Wolf zufrieden bemerkte: "Wir haben den Erfolg auf sehr viele Schultern verteilt."

Interessant: In Leverkusen setzt man nach wie vor auf die Torwart-Trainer-Dienste von "Hexer" Andreas Thiel. Seit dieser Saison wird der vielfache deutsche Nationalspieler von der bisherigen Stammtorhüterin Natalie Hagel unterstützt. Sie musste aus Verletzungsgründen ihre aktive Karriere beenden.

Im Metzinger Lager möchte man den Schwung aus dem Leipziger Spiel mitnehmen. Das sensationelle Remis beim vielfachen Deutschen Meister hat mächtig Auftrieb gegeben. "Die Chancen sind auf jeden Fall da, dass wir weiterkommen," sagt Rott. Die Abwehr müsse wieder gut stehen und insgesamt gelte es erneut mit hoher Konzentration zu Werke zu gehen.

Es ist klar, dass die TusSies ihren guten Start in der Liga untermauern wollen. Immerhin grüßt man derzeit die Konkurrenz bei 5:1 Punkten von der Tabellenspitze. "Wir haben im Pokal einiges vor und wollen diese erste Hürde nehmen", so Rott.

Bis auf Saskia Putzke sind alle Spielerinnen an Bord und einsatzfähig.

In Sachen Nationalmannschaft hat sich einiges getan. Nach dem Lehrgang vergangene Woche mit drei Spielerinnen der TusSies ist nun Rechtsaußen Marlene Zapf nur als Reserve für die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen die Schweiz (7. Oktober) und in Island (11. Oktober) berücksichtigt worden. Ihr Metzinger Teamkolleginnen Anna Loerper und Julia Behnke hingegen stehen im Aufgebot.

Wie alle anderen Erstligisten auch, steigen die TusSies direkt in diese zweite Runde ein. Ein Weiterkommen der Ermstälerinnen würde nach den bisher gezeigten Leistungen nicht sonderlich überraschen.

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