Interne Lösung in Notlage

Nach dem Tod von Trainer Holger Graf musste Handball-Landesligist TSV Dettingen zunächst einen Schock verkraften und entschied sich dann für eine interne Lösung.

|
Holger Kramer und Stefan Heine (von links) coachen nun als gleichberechtigtes Trainerduo die Dettinger Landesliga-Handballer.  Foto: 

Der TSV Dettingen/Erms bereitet sich bereits seit Anfang Juni auf die bevorstehende Handball-Landesligasaison in der Staffel 2 vor. Tragischerweise musste der TSV mit dem plötzlichen und für alle überraschenden Tod seines Trainers Holger Graf einen schweren Schicksalsschlag mitten in der Saisonvorbereitung hinnehmen. Dass der Handball danach zunächst in den Hintergrund trat und man nach so einem Ereignis nicht gleich zurück in den alltäglichen Modus findet, versteht sich von selbst.

Präsidium und Mannschaft der Blau-Weißen fand für die Nachfolge ihres hochgeschätzten Trainers und Freundes Graf in den beiden ehemaligen TSV-Spielern Holger Kramer und Stefan Heine eine für alle Seiten nachvollziehende, bestmögliche interne Lösung. Um den Mannschaftsgeist und Teamgedanken in der Mannschaft aufrechtzuerhalten verzichtete die Abteilungsführung um Rolf Jock und Herbert Fritz auf eine externe Besetzung des Traineramtes.

Der Tod ihres Trainers schweißte die Mannschaft noch enger zusammen. Mit dem neuen Trainerduo startete man Ende Juni in die Saisonvorbereitung.

Die Dettinger absolvieren vier Mal in der Woche ein äußerst intensives Training aus Kraft, Ausdauer und Hallentraining.  In der ersten Vorbereitungsphase legten die beiden Coaches besonders den Schwerpunkt auf Ausdauer/Kräftigung und Koordination. Auch die Abwehr galt es im Hallentraining aufgrund der vielen Neuzugänge neu zu formen. Mit einem deutlichen 32:17-Kantersieg gegen den Landesligisten TG Nürtingen setzte man die ersten Schritte der Trainer erfolgreich um.

Aufgrund der festgelegten Baumaßnahmen in der Dettinger Neuwiesenhalle wird man aber in den Sommerferien nicht mehr in der Halle trainieren können. Hierfür sind mehrere Trainingsspiele in fremden Hallen und vier Trainingseinheiten im Kampfsportcenter in Reutlingen eingeplant.

Auch das Athletiktraining im heimischen Neuwiesenstadion ist in dieser Phase fester Bestandteil der Vorbereitung.

Für die beiden Trainer Kramer und Heine heißt es weiter so akribisch und zielgerichtet mit der Mannschaft zu arbeiten, wie es seit Ende Juni der Fall ist.

„Mir macht es richtig Spaß. Die Mannschaft zieht super mit. Auch wie sich der Mannschaftsgeist und die Kommunikation im Team entwickelt hat, ist bemerkenswert und erfreulich“, so Trainer Kramer, nach einer intensiven Trainingseinheit.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Von Kröten und Kompromissen

Die Wahlkreisabgeordneten, der frühere FDP-Wirtschaftsminister Helmut Haussmann und St. Johanns Bürgermeister nehmen Stellung zum Jamaika-Aus. weiter lesen