Interessantes Projekt aus Dänemark

Handball hat in Kopenhagen eine lange Geschichte. Zuletzt eine Story ohne Happy End. Handball Kopenhagen heißt der neue Hoffnungsträger, der am Wochenende beim Sika-Cup seine Aufwartung macht.

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Vor einigen Jahren war es der FCK Kopenhagen, der im Frauenhandball für Furore sorgte - vor allem durch die Verpflichtung von Weltstar Anja Andersen. Die damalige Welthandballerin Nadine Krause und auch Maren Baumbach wechselten zu diesem ambitionierten Club, der auch gleich einen Europacuptitel holte. Dann waren auf einmal die Trainerin und der Hauptsponsor weg - und aus dem FCK wurde wieder der alte Verein IF Frederiksberg, der allerdings nicht an diese Erfolge anknüpfen konnte. Auf der Basis der Lizenz von Frederiksberg wurde nun von Investoren und Handballfans ein neues Projekt gestartet unter dem Namen Kopenhagen Haandbold. Mit Martin Albertsen, der zuvor beim HC Leipzig, in Viborg und Randers erfolgreich gearbeitet hatte, konnte ein renommierter Trainer verpflichtet werden.

Er sieht das Ganze als eine aufregende Aufgabe an. Eine Analyse hatte ergeben, dass es zwar in Jütland viele gute Mannschaften gebe wie Viborg, Randers oder Midtjylland, aber in Kopenhagen, wo viele talentierte Spielerinnen herkommen, gab es keinen Top-Club. "Wir haben uns gedacht, es wäre besser für die Liga und den gesamten dänischen Frauenhandball, wenn wir in der Hauptstadt ein neues Team aufbauen", so Martin Albertsen.

Erst im Mai dieses Jahres ging es dann los. Mit sechs Spielerinnen aus Frederiksberg, einigen neu verpflichteten Nationalspielerinnen und vielen jungen Talenten wurden Verträge geschlossen und mit dem Training begonnen. Im September beginnt der Spielbetrieb in Dänemarks erster Liga. Außerdem kann das Team gleich auf europäischer Ebene spielen. Durch den Verzicht einiger dänischer Mannschaften ist Handball Kopenhagen nachgerückt. In der ersten Saison will das Team in Dänemark unter die besten sechs Mannschaften kommen, im zweiten Jahr ins Halbfinale und im dritten ins Finale. Ganz bewusst wurde auf ausländische Stars verzichtet und nur dänische Spielerinnen in den Kader genommen, um eine hohe Identifikation mit den Zuschauern zu erreichen. Und noch eines ist Albertsen wichtig: "Wir sind sehr breit aufgestellt und nicht von einem Sponsor abhängig."

Der Vorgängerverein stellt mit sechs Spielerinnen ein gewisses Grundgerüst, die Routiniers Christina Kroghshede im zentralen Rückraum und Marianne Bonde am Kreis bilden ein eingespieltes Duo. Aus der Nationalmannschaft kennen die beiden vor allem die linke Angriffsseite mit Pernille Larsen (Viborg) und Mie Augustesen (Thüringer HC) sehr gut. Außerdem will Kopenhagen auch auf junge dänische Talente setzen. So wie Jugendnationalspielerin Christina Elm, die sich als zweite Torhüterin hinter Søs Søby (Aalborg DH) weiterentwickeln soll. Sieben A-Nationalspielerinnen und sechs Jugendnationalspielerinnen stehen im Kader. "Wir glauben, dass wir eine Mischung aus erfahrenen und talentierten Spielerinnen zusammengestellt haben", so Albertsen abschließend.

Handball Kopenhagen, ein interessantes Projekt, auf dessen Abschneiden beim Sika-Cup man gespannt sein darf.

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