Eulen machen Beute

Mit 24:26 musste sich der TVN dem Tabellenvierten aus Friesenheim beugen. Bei einer geringeren Fehlerquote wäre mehr drin gewesen, außerdem trug Glücksgöttin Fortuna nicht blau-weiß.

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TV Neuhausen vs. LU-FriesenheimFerdinand Michalik (TVN) setzt sich durch gegen Philipp Grimm (LU)  Foto: 
Eine erste Panne zu Beginn. Highway to Hell kam erst ins Rollen, als die TVN-Jungs schon auf der Platte waren, praktisch fuhren sie auf der Standspur in die Halle. Hat dann aber zunächst nichts ausgemacht.
Fast alle waren bei Neuhausen gestern Abend an Bord. Nur Philipp Keinath wurde von Grippeviren gebremst, konnte nicht mittun gegen die Eulen aus Friesenheim, die mit dem Ex-Neuhäuser Nico Büdel unter den Hofbühl geflattert waren. Der machte sich dann auch zügig bemerkbar, schenkte den alten Kameraden den einen oder anderen Treffer ein, packte aber auch zu, wie sich überhaupt alle Eulen im Nahkampfmodus befanden. Beim TVN gab es durchaus Opfer. Der machte sich das Leben im ersten Abschnitt aber auch selbst schwer, vergab zu Beginn viele klare Sachen, zudem war Kevin Klier im TSG-Tor hellwach, schnappte einiges. Der TV Neuhausen spielte geduldig, manchmal zu geduldig, zum Beispiel, als die TSG in Unterzahl einen zusätzlichen Feldspieler aufs Feld beorderte, was gründlich misslang. Cornelius Maas zögerte zu lange, oder hatte das leere Eulen-Nest einfach übersehen.

Es war eine enge Geschichte bis zum 6:6 (12.), ehe Friesenheim mit 9:6 in Vorleistung gehen konnte. Stück für Stück kam der TVN näher, hatte dann durch einen Klingler-Treffer in Minute 30 egalisiert. Dass die Gäste per Durak-Treffer ein 13:12 mit in die Kabine nehmen konnten, muss man nicht verstehen, hatte unter anderem mit den Schiedsrichtern zu tun, die einige Regeln außer Kraft setzten. In Abschnitt zwei war der TVN nicht gerade vom Glück verfolgt, beschäftigte sich zu sehr mit dem Torgebälk. Trotzdem war man den Friesenheimern ebenbürtig, ein erstes Highlight war zweifellos der Treffer von Keeper Magnus Becker zum 15:15 (36.). Wieder hatten die Eulen mit einem Mann im Torhüterleibchen experimentiert.
Bei den Stevic-Jungs klappte aber bei weitem auch nicht alles. Das war unschwer dem 16:19-Zwischenstand (44.) zu entnehmen. Fehler gab es in Aufbau und Abschluss. Es folgte eine bessere Phase, in der Daniel Reusch und zwei Mal Christian Wahl den TVN auf 20:21 (50.) heranführen konnten. Drei Friesenheimer Treffer in Serie stellten dann aber die Weichen, die den TVN unweigerlich auf die Niederlage-Schienen stellten. Beim 24:26 war die kampfbetonte Partie aus. Weiter geht es bereits am Sonntag in Ferndorf. Ein Spiel, das man angesichts der Tabellensituation dringend für sich verbuchen sollte.

TVN-Keeper Magnus Becker zum Spiel: „Wenn wir am Anfang etwas cleverer und nicht so offensiv decken, wäre hier vielleicht etwas mehr drin gewesen. Und so machen Kleinigkeiten einfach den Unterschied gegen eine Topmannschaft wie Friesenheim aus.“

Benjamin Matschke (TSG-Trainer): „Hier, in diesem Neuhäuser Hexenkessel zu bestehen, ist ein großer Schritt für meine junge Truppe. Insgesamt bin ich der Meinung, dass wir verdient gewonnen haben, da wir die 3:2:1- und 5:1-Abwehr des TVN sehr gut bespielt und selbst sehr gut verteidigt haben.“

TVN-Coach Aleksandar Stevic sah die 60 Minuten ähnlich: „Friesenheim war in gewissen Situation einfach abgezockter als wir. Zudem hatten wir bei 19 Fehlwürfen nur fünf gehaltene Bälle, da wird es dann schwierig, gegen eine Topmannschaft wie die TSG zu punkten.“

Spiel-Statistik
TV Neuhausen: Rebmann, Becker (1) – Stüber (1), Schuldt, Wahl (5), D. Reusch (2), Schoch (1), Wessig, Klingler (3), Keupp (2), Michalik (5/5), J. Reusch, Bornemann (3), Maas (1).
TSG Friesenheim: Klier, Peribonio – Grimm (5/2), Dietrich (4), Lex (1), Kupijai, Durak (5), Büdel (5), Weber (1), Dippe (1), Slaninka (2), Schmidt (2), Kastening, Hauk, Bayer.
Siebenmeter: 7/5 (Michalik scheitert zwei Mal) – 3/2 (Grimm scheitert).
Zeitstrafen: Stüber, Wahl, D. Reusch, Wessig, Michalik, Bornemann – Grimm, Büdel, Dippe (2), Slaninka (2), Schmidt.
Schiedsrichter: Julian Köppl, Denis Regner (Bingen).
Zuschauer: 885.
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