Doppelspieltag kommt für TVN zum ungünstigsten Zeitpunkt

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TVN-Trainer Aleksandar Stevic macht die angespannte Personalsituation bei seinen Neuhäusern zunehmend zu schaffen. Foto: Eibner  Foto: 

Zum zweiten Mal in der laufenden Zweitligasaison muss der TV Neuhausen einen Doppelspieltag bewältigen. Die Ausgangslage ähnelt jener vom 9. und 11. September freilich nur von der Tabellensituation her. Damals hatte man es binnen drei Tagen ebenfalls mit einem Team aus den höheren und einem Gegner aus den tieferen Regionen des Klassements zu tun. Die Ausbeute: zunächst ein Heimsieg gegen die HG Saarlouis (32:26), dann nach ansprechender Leistung  eine 33:36-Niederlage bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim.

Am heutigen Freitag geht es zunächst in die Erzgebirgshalle Lößnitz, wo ab 19 Uhr der Tabellendrittletzte EHV Aue (mit 5:17 Punkten auf Rang 18) wartet. Dieser vermeintlich eher lösbaren Aufgabe folgt ein Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, Hofbühlhalle) gegen den Ranglistenvierten TV Hüttenberg (16:6 Punkte).

Die Neuhäuser machen kein Geheimnis daraus, dass sie eine bessere Ausbeute als am ersten Doppelspieltag trotz aller Sorgen anstreben und diesmal gerne mehr als zwei Zähler einfahren würden. Allerdings sind die Voraussetzungen heute und am Sonntag deutlich schlechter. „Ich wäre schon mit zwei Zählern Gesamtausbeute an diesem Doppelspieltag zufrieden. Inzwischen kommen wir personell wirklich auf dem Zahnfleisch daher, so etwas Extremes hat es bei uns noch nie gegeben“, klagt Trainer Aleksandar Stevic. Schließlich fehlen neben den Langzeitverletzten Tim Keupp und Karl Toom nun auch Jona Schoch (rechtes Sprunggelenk) und Srdjan Predragovic (Adduktoren), die beide die gesamte Woche im Training vermisst wurden. Einziger Lichtblick: Nach einer Kernspintomografie steht fest, dass Schoch nicht operiert werden muss. „Dieser Doppelspieltag kommt für uns zum ungünstigsten Zeitpunkt. Mir fehlen vier Rückraumspieler“, zeichnet Stevic ein düsteres Bild. Grundsätzlich ist der Coach ein scharfer Gegner von Worten wie „Pflichtsieg“ oder „leichtes Spiel“, weil er stets die Ausgeglichenheit der 2. Handball-Bundesliga betont. Sogar bei einem TVN in Bestbesetzung hätte er vermutlich davon nicht gesprochen. Genauso hält es Stevic bei der Spielvorbereitung. Zwar warnt er seine Schützlinge vor den Assen der beiden Gegner, hält jedoch sowohl die Erzgebirgler wie die Mittelhessen für ausgeglichene Rivalen. An Position fünf der Zweitliga-Gesamtorjägerliste steht Hüttenbergs Daniel Wernig, dem pfeilschnellen Wussler gelangen bisher  65 Treffer. Ein regelrechter Hüne hingegen ist Aues Rückraumbastion  Marc Pechstein, der es als Achter der Schützenliste auf  63 Erfolgserlebnisse brachte. „Über die individuelle Klasse beider Akteure brauchen wir nicht zu sprechen. Aber wir dürfen niemanden aus den Augen lassen“, macht Stevic klar. 

Heute um 9.30 Uhr startet der TVN-Mannschaftbus am Parkplatz bei der Metzinger OMV-Tankstelle an der Auchtertstraße. Rückraumbomber Andreas Bornemann, derzeit „Strafbanksünder“ Nummer eins bei den Ermstälern mit zwölf Zeitstrafen in den bisherigen elf Zweitligaspielen, wird bei der langen Anreise ins Erzgebirge wohl noch das eine oder andere Wehwehchen aus dem nur remis gestalteten Heimspiel (22:22) gegen den TuS Ferndorf beim Sitzen spüren, Felix Klingler nach seiner praktisch überwundenen Erkältung vielleicht noch einige Male husten. Dabei sind sie beide, das zählt. Heute mit an Bord ist abermals der A-Jugendliche Felix Stahl, der diesmal auf seine ersten Zweitligaminuten hofft, nachdem er gegen Ferndorf keinen Einsatz verbuchte.

Bleibt abzuwarten, wie der Minikader den heutigen Ausflug in den Osten verkraftet, ehe der Traditionsklub TV Hüttenberg (immerhin 15 Jahre lang waren die Mittelhessen in der 1. Bundesliga vertreten) als unbestrittener Favorit am Sonntag um 17 Uhr in der Hofbühlhalle zum Anwurf parat steht.  

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