Die TusSies werden alles geben

Das Topduell der Liga steigt heute in Metzingen. Ein Kracher, der eine Vorentscheidung um die Deutsche Meisterschaft bringen könnte. Die TusSies werden alles geben, verspricht deren Trainer Csaba Konkoly.

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  • Zwei Spielerinnen des HC Leipzig, auf die die Metzinger Abwehr besonders aufpassen muss: Kreisläuferin Luisa Schulze (links) und die frühere Metzingerin Shenia Minevskaja (rechts). Im Rückraum haben die Sächsinnen viele Alternativen. 1/2
    Zwei Spielerinnen des HC Leipzig, auf die die Metzinger Abwehr besonders aufpassen muss: Kreisläuferin Luisa Schulze (links) und die frühere Metzingerin Shenia Minevskaja (rechts). Im Rückraum haben die Sächsinnen viele Alternativen. Foto: 
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Es ist angerichtet. In der Öschhalle wird es heute ein Topduell zweier im bisherigen Saisonverlauf herausragenden Mannschaften geben. Zwei, die sich berechtigte Hoffnungen auf den nationalen Titel machen dürfen, getrennt nur durch ein einziges (Minus-)Pünktchen (Metzingen -7, Leipzig -6). Der derzeitige Dritte im Bunde, der Thüringer HC, wartet mit 25:5 Punkten auf.

Ab 19.30 Uhr heißt es für die TusSies, alles in die Waagschale zu werfen, um vielleicht einen der ganz großen Favoriten zu schlagen. "Jetzt können wir zeigen, dass wir in der Lage sind, auch gegen einen großen Gegner zu bestehen", sagt Trainer Konkoly. Man könne nun bestätigen, dass man zur Spitzengruppe der Bundesliga gehöre.

TuS-Spielmacherin Anna Loerper, vor kurzem als "Handballerin des Jahres" ausgezeichnet, und momentan in glänzender Verfassung, nimmt etwas Gas aus der Situation: "Wichtig ist, dass wir auch in der kommenden Saison im Europapokal vertreten sind. Ein zweiter und dritter Platz wäre am Ende ist ja auch ganz o.k., dann hätten wir unser Ziel erreicht." Trotzdem, die Anspannung ist da, man möchte einen offenen Fight liefern und dem Favoriten ein Bein stellen. Auf Metzinger Seite werden bis auf die Langezeitverletzen Jasmina Jankovic und Saskia Putzke alle Spielerinnen mit an Bord sein. Hinter Marlene Zapfs Einsatz steht noch ein Fragezeichen. Sie hat zwar bereits wieder mit der Mannschaft trainiert, wird sich aber in Abstimmung mit der medizinischen Abteilung kurzfristig entscheiden.

Der aktuelle Tabellenzweite aus Sachsen reist nach einem 26:21-Sieg gegen den Buxtehuder SV mit Rückenwind ins Ermstal, um sich den Begegnungen mit der TuS Metzingen zu stellen (am Freitag folgt das Viertelfinal-Hinspiel im EHF-Pokal in Tübingen, am Sonntag, 28. Februar, das Europapokal-Rückspiel in Dessau bei Leipzig).

Die beiden Top-Teams der Handball Bundesliga Frauen stehen sich schon zum dritten Mal in dieser Saison gegenüber und kennen sich damit in ziemlich allen Belangen. Somit wird es sicherlich schwer, sich gegenseitig zu überraschen. Leipzig verfügt über einen der besten Kader in der HBF und hat vor allem im Rückraum ausreichend Alternativen, um es jedem Gegner schwer zu machen. Der deutsche Rekordmeister hat wurfgewaltige Spielerinnen, wie beispielsweise Shenia Minevskaja, die zudem auch Kreisläuferin Luisa Schulze immer wieder ins Spiel bringen können. Im Tor steht Katja Kramarczyk, die zudem Torfrau der deutschen Nationalmannschaft ist und immer zu einem spielentscheidenden Faktor im Spiel der Messestädterinnen werden kann. Somit wartet auf die TuS Metzingen in der Liga am Mittwoch und im EHF-Cup am Freitag eine schwere Aufgabe, die den Pink Ladies alles abverlangen wird. TuS-Geschäftsführer Ferenc Rott betont, dass er "von Spiel zu Spiel" denkt. Will heißen Konzentration auf heute Abend. Trotzdem blickt er schon mal voraus auf die EHF-Pokalspiele: "Leipzig war sicherlich nicht unser Wunschgegner, trotzdem werden es Spiele auf Augenhöhe werden. Zudem ist aus dem DHB-Pokal noch eine kleine Rechnung offen, die wir mit einem Weiterkommen im EHF-Pokal begleichen könnten."

Dass es sich bei den kommenden Spielen gegen den HCL um besondere Begegnungen handelt spürt auch Anna Loerper: "Die beiden Spiele heute und am Freitag sind richtungsweisend für die Liga, wie für das Weiterkommen im EHF-Cup. Wir müssen am Mittwoch unbedingt zwei Punkte im Kampf um die Europapokalplätze ergattern. Am Freitag hoffe ich auf eine volle Halle und ebenfalls einen Sieg. Das wäre klasse", so die "Handballerin des Jahres 2015".

Neben dem Spiel in Tübingen wird es zudem eine Ehrung für Anna Loerper anlässlich ihrer Auszeichnung zur "Handballerin des Jahres 2015" von Seiten der TuS Metzingen geben. "Wir freuen uns über eine große Kulisse für diese Ehrung. Das hat sich Anna verdient", so Pressesprecher Joachim Zühlke.

Tickets und ein Extra-Fanbus für 75 Fans

Die Öschhalle ist am heutigen Mittwoch ab 18 Uhr geöffnet. Stehplatzkarten sind an der Abendkasse noch erhältlich. Zum Europapokal-Highlight gegen den HCL am Freitag um 20 Uhr in der Paul Horn-Arena in Tübingen gibt es noch Tickets auf der TusSies-Geschäftsstelle (Wilhelmstraße 5, 72555 Metzingen), online unter www.handball-tussies.com/service/tickets oder bei den bekannten Vorverkaufsstellen. Für das Rückspiel am 28. Februar in Dessau wird ein Extra-Fanbus eingesetzt, welcher am Sonntagfrüh hin und nach dem Spiel wieder zurückfahren wird. Hier stehen insgesamt 75 Plätze für die Fans der TuS Metzingen zur Verfügung. Die Fahrt kostet 45 Euro plus Ticket. Anmeldungen sind über Uwe Mack (susmack@web.de) möglich.

SWP

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