Der Ball muss rein

Nach sechs Spielen werden für den TV Neuhausen 2:10 Punkte notiert. Es gilt schleunigst Vorkehrungen zu treffen, um nicht dauerhaft im Keller hängen zu bleiben. Die Aufgabe in Nordhorn ist aber anspruchsvoll.

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TVN-Rechtsaußen Felix Klingler beim Abschluss. Seinen Kollegen und ihm gelingt der nicht immer.  Foto: 

Jeder weiß, woran es beim TV Neuhausen dieser Tage mangelt. Trainer Aleksandar Stevic nennt es "Abschlussqualität". Was er damit meint, haben die Zuschauer am vergangenen Sonntag gegen Hamm in der Hofbühlhalle gesehen. Es kann nicht sein, dass beide TVN-Torhüter überdurchschnittlich gut halten, auf über 20 Paraden kommen, auch Freie unschädlich machen, die Abwehr durchaus effektiv arbeitet, man sich Chancen erarbeitet - die dann aber nicht rein macht. "Wir haben leistungsmäßig gut mitgehalten, sicher kein schlechtes Spiel gezeigt", sagt Stevic. Das ging so lange gut, bis es in die diversen Abschlusssituationen ging.

Es waren, das ist statistisch belegt, 25 Fehlschüsse, die sich die TVN-Jungs leisteten. "Damit kannst du in der zweiten Liga kein Spiel gewinnen", blickt der TVN-Coach noch einmal zurück. Das Problem ist aber nicht wirklich neu, schon zuvor tat man sich erheblich schwer, das Spielobjekt seinem Bestimmungsort zuzuführen. Zum Beispiel in Teil eins des ersten Doppelspieltages am vergangenen Freitag. Da musste sich der TVN in Bietigheim mit 26:28 geschlagen geben, vergab unter anderem drei Siebenmeter und ermöglichte es dem gegnerischen Torhüter, im Übermaß zu glänzen. Auch das Überzahlspiel ließ doch sehr zu wünschen übrig. Der Vorwärtsgang klemmt also gewaltig. "Wir wissen genau, wo wir den Hebel ansetzen müssen", sagt Stevic. Er ist sich zudem sicher, "dass wir früher oder später unten raus kommen werden". Früher wäre besser, doch da wartet in Nordhorn ein Gegner, der in die Kategorie "schwer" einzuordnen ist.

"Bobby Schagen konnte nicht ersetzt werden. Er hat auch schon einige Partien gegen uns entschieden. Nordhorn ist aber trotzdem noch ein Topteam, eines der am besten eingespielten in der Liga", weiß der TVN-Coach. Angefangen bei Torhüter Björn Buhrmester über die treffsicheren Jens Wiese und Nicky Verjans bis zu Spielmacher Nils Meyer.

"Ich hatte über weite Strecken das Gefühl, dass wir die bessere Mannschaft sind. Die Abwehr hat gut funktioniert, aber wir haben zu viele Chancen ausgelassen und in der zweiten Hälfte zu viele falsche Entscheidungen im Spielaufbau getroffen. Das hat der Gegner durch einige Tempogegenstöße konsequent bestraft." Das sagte Nordhorns Trainer Heiner Bültmann nach der 23:27-Niederlage am Sonntag in Rostock. Sein Kollege Stevic kann da gut mitfühlen, verweist aber auf die Tabelle. Dort wird Nordhorn mit 7:7 Zählern auf Rang neun gelistet. Jenseits von Gut und Böse. Der TVN rangiert auf dem drittletzten Platz weit in der Region "Böse". Und deshalb muss der TVN am Sonntag wieder eine Top-Leistung abrufen. Aleksandar Stevic formuliert es wie folgt: "Wenn wir gut spielen, können wir jedem Gegner Probleme bereiten. Wir müssen uns dann aber auch dafür belohnen." Sprich: Wenn die Abschlussqualität wieder nicht stimmt, bekommt der TVN auch in Nordhorn ein Problem.

Nach Lage der Dinge werden alle Jungs mit an Bord sein, wenn der Bus am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr gen Nordhorn startet.

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