Das Warten hat ein Ende

"Die Jungs" sind wieder am Ball. Zum Auftakt empfängt der TVN in Runde Eins des DHB-Pokals Ligakonkurrent SG BBM Bietigheim. Ein Pokalschlager, dem Handball-Neuhausen entgegenfiebert.

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Für TVN-Kapitän Ralf Bader (rechts) und "Die Jungs" wird es in der ersten Runde des DHB-Pokals ernst. Foto: Eibner

Es ist wie immer: Je länger die Vorbereitung geht, umso mehr freuen sich die Handballer darauf, endlich zeigen zu können, wofür sie sich wochenlang abgerackert haben. Mit ihnen fiebern die Fans jenem Moment entgegen, in dem es wieder zur Sache geht. Zum Auftakt der Saison steht traditionell die erste Runde des DHB-Pokals an und damit die Generalprobe für die Liga. Und das ist nicht zuletzt dann eine spannende Angelegenheit, wenn man - wie die Neuhäuser - auf einen hochkarätigen Ligakonkurrenten trifft. Der TVN erwarte an Samstagabend die SG BBM Bietigheim in der Neuhäuser Hofbühlhalle.

"Das beste Los seit Jahren", bekräftigt TVN-Trainer Markus Gaugisch jetzt kurz vor dem Aufeinandertreffen nochmals, was er unmittelbar nach der Auslosung schon gesagt hatte. Denn das Duell gegen den württembergischen Rivalen ist abseits des Liga-Geschehens eine interessante Aufgabe, die auch zur Einstimmung auf eine prickelnde Saison taugt. "Bietigheim zählt seit Jahren zu den Top-Teams der zweiten Liga", unterstreicht der Neuhäuser Kommandogeber, der die Partie gegen den Vorjahresvierten auch als eine erste Standortbestimmung für seine Mannschaft sieht.

Die fünf Neuzugänge im TVN-Team haben sich schon bestens eingelebt, was sie zuletzt im Testspiel gegen den BSV Bern bewiesen. Jetzt fehlt es der motivierten Truppe noch an der ersten gemeinsamen Spielerfahrung unter Wettkampfbedingungen. Diese wollen die Jungs am Samstag beim Pokalfight gegen die Mannen von SG BBM-Coach Hartmut Mayerhoffer sammeln. Der 44-Jährige war zuletzt Meister mit dem TSV Friedberg in der 3. Liga und trat bei den Bietigheimern jetzt die Nachfolge des langjährigen Chef-Trainers Jochen Zürn an. Erstligaerfahrene Verstärkung bekam die SG BBM Bietigheim mit dem tschechischen Torhüter Jan Kulhanek sowie Hannes Lindt, die beide von der TUSEM Essen ins Schwabenland kamen.

Die Einstiegsaufgabe, welche dem TVN mit der SG BBM Bietigheim am Samstag ins Haus steht, ist alles andere als leicht. Doch die Tatsache, dass man im Pokal Heimrecht hat, empfindet man in Neuhausen als Glücksfall. Denn in der Vergangenheit mussten die Ermstäler in Runde Eins auch schon hunderte von Kilometern reisen.

Weite Reisen stehen den Jungs dann zu Saisonbeginn bevor: Zum ersten Saisonspiel wird der TV Neuhausen vom VfL Bad Schwartau am 31. August erwartet und zwei Wochen später geht es für das Gaugisch-Ensemble bereits nach Leipzig. Dazwischen dürfen sich die TVN-Handballfreunde aufs erste Heimspiel in der Tübinger Paul Horn-Arena freuen (7. September gegen die HSG Nordhorn Lingen).

Doch bevor es so weit ist, fiebert man jetzt beim TVN dem Pokalspiel gegen die SG BBM Bietigheim entgegen. Zumal dieses Spiel in der guten alten Hofbühlhalle, in der Heimat des TV Neuhausen, stattfindet. Schon beim Saisonauftakt vergangenes Wochenende in der legendären Heimspielstätte schwelgten die Fans in den Erinnerungen an unzählige stimmungsvolle und faszinierende Handball-Abende. Hierzu zählen ganz klar auch die Derbys mit der SG BBM Bietigheim und nicht zuletzt weckt die Partie jetzt wieder die Erinnerungen an den größten Erfolg des TVN im DHB-Pokal. In der vorletzten Saison hatten die Neuhäuser FA Göppingen in der Hofbühlhalle besiegt und erst die SG Flensburg-Handewitt konnte den TVN-Express im Viertelfinale stoppen. So weit freilich denkt Markus Gaugisch nicht. Er wünscht sich für Samstag ein leidenschaftliches Spiel seines Teams.

"Schön wäre es, wenn wir mit dem Rückenwind der Fans aus der Hofbühlhalle eine Woche später zum ersten Auswärtsspiel fahren könnten", setzen die TVN-Verantwortlichen um Geschäftsführer Dieter König und Abteilungsleiter Steffen Weiß auf die Stimmung in der Hofbühlhalle. Spielbeginn ist bereits um 19 Uhr.

Verzichten muss Markus Gaugisch im Pokalspiel und auch voraussichtlich noch in den ersten Ligaduellen auf den verletzten Kreisläufer Alexander Becker. "Wir hoffen, dass Alex Ende September wieder mit von der Partie sein kann", ist der Coach aber optimistisch.

Cornelius Maas, der sich kürzlich beim Intersport-Masters in Sindelfingen eine Nasenbeinfraktur zugezogen hatte, stand bereits am vergangenen Wochenende wieder auf dem Parkett.

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