Abwehr muss dicht halten

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Marija Obradovic, hier mit der türkischen Deckung beschäftigt, bekommt es am Mittwoch mit „Vipern“ zu tun. Foto: Gunar Fritzsche  Foto: 

Es gilt einiges aufzuarbeiten bei der TuS Metzingen. Da gab es am vergangenen Mittwoch die 24:25-Niederlage im Spitzenspiel bei der SG BBM Bietigheim zu beklagen. Der Titelfavorit hat sich durchgesetzt, die TuS Metzingen gezeigt, dass sie von dieser Übermannschaft gar nicht so weit weg ist. Im pinken Lager musste man sich sogar ärgern, dass nicht wenigstens ein Punkt herausgesprungen ist.

Ganz anders sah es am Samstag aus. Die 27:33-Pleite im EHF-Pokal bei Ankara Yenimahalle BSK in der Türkei tat richtig weh. „Die Abwehr hat schlecht angefangen“, blickte TuS-Trainer Csaba Konkoly zurück. Und weil es dabei blieb, setzte sich die Unsicherheit bis in die vorderen Regionen fort. „Ohne Abwehr ist nichts zu erreichen.“ Auch die individuellen Leistungen hat Konkoly vermisst, in der Endphase agierte die TuS dann zu ungeduldig, kassierte Siebenmeter und Gegenstöße – und fertig war das 27:33. Eine ganz schlechte Ausgangslage für das Rückspiel am Freitag (20 Uhr) in Tübingen.

Man wird es analysieren, zunächst gilt die Konzentration aber einer anderen Sache. In einem vorgezogenen Ligaspiel erwarten die TusSies am Mittwoch (20 Uhr) in der Öschhalle die Bad Wildungen Vipers. Der Tabellenzwölfte reist mit 3:11 Punkten an. Es schreit alles nach einem Pflichtsieg. Gerade das könnte ein Problem werden. „Wer die Ergebnisse der Vipers anschaut sieht, dass sie zum Beispiel Oldenburg und Dortmund sehr lange geärgert haben.“ Der TuS-Trainer hat sich davon per Videostudien überzeugt. Es ist ein gefährlicher Gegner, dem im bisherigen Saisonverlauf nicht das nötige Glück beschieden war, um tabellen- und punktemäßig besser dazustehen. Csaba Konkoly hat der Rückraum mit Laura Vasilescu, Petra Nagy und Cristina Zuber überzeugt. Beim ersten Saisonsieg der Vipers (23:20 gegen Nellingen) konnte Miranda Schmidt-Robben mit sechs Treffern gefallen. Sie ist pfeilschnell – ähnlich wie ihr fußballspielender Cousin Arjen.

Drei Dinge hat Csaba Konkoly auf seinem Wunschzettel für Mittwoch notiert: Ruhig die Aufgabe angehen, den Spielmut wiederfinden und in der Abwehr kompakt stehen. Vor allem die Defensive liegt ihm am Herzen. Wobei man eigentlich davon ausgehen darf, dass dies in Ankara nur ein Ausrutscher war. Sie ist ansonsten das Prunktstück der TusSies, hat zum Beispiel in Bietigheim im ersten Spielabschnitt einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, hielt die Weltklasse-Offensive der Gastgeber in Schach. So etwas verlernt man nicht in ein paar Tagen.

Wenig erfreulich ist, dass bei der TuS Metzingen zu Beginn der Woche zwei wichtige Stützen krank waren. Anna Loerper hatte Magenschmerzen, Tonje Loseth musste sich nach der Rückkehr aus der Türkei mit Erkältungssymptomen auseinandersetzen. Dass die linke Rückraumseite die Vorbereitung nur eingeschränkt mitmachen konnte, war nicht gut. Sollten sie nicht spielen können, wäre es am Mittwoch ein richtiges Problem.        

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