"Das Spiel der Spiele"

Zum Auftakt der drei Spiele gegen den HC Leipzig steht am Mittwoch das Punktspiel in der Liga an. Dann folgen zwei Europapokalspiele. Die TusSies konzentrieren sich zunächst aber auf morgen.

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Man trifft sich demnächst öfter. Metzingens Nicole Dinkel (rechts) und die Leipziger Kolleginnen Luisa Schulze und Saskia Lang.  Foto: 

Das Topspiel der gesamten Liga - Dritter gegen Zweiter - steigt morgen in der Metzinger Öschhalle. Viele (Handball-)Augen werden ins Ermstal gerichtet sein, denn es geht um nichts weniger als um eine wichtige Partie Richtung Deutsche Meisterschaft. Zur Erinnerung: Die TusSies behaupten Rang drei, mit einem Minuszähler mehr als der HC Leipzig und zwei mehr als der führende Thüringer HC. Mit anderen Worten: Die TusSies können aus eigener Kraft Deutscher Meister werden, denn alle Spitzenteams - bis auf den BVB Dortmund - treten noch in der Fabrikverkaufsstadt an.

Die Konstellation unterstreicht die Wichtigkeit der Begegnung, das ist allen handelnden Personen bekannt.

"Es ist das Spiel der Spiele, wir alle wissen um die Brisanz dieser Begegnung", sagt Trainer Csaba Konkoly. Und weiter: "Wir tun alles dafür, damit wir zu Hause gewinnen können. Es wird eine harte und intensive Partie." Gleichzeitig weiß der erfahrene Coach, dass sein Team "gerade jetzt beweisen kann, dass es zur Spitze im deutschen Frauenhandball gehört."

Aber wie begegnet man dem vielfachen Deutschen Meister, Pokalsieger und Champions-League-Teilnehmer? "Wir müssen es besser machen als im Pokalspiel, das wir gegen den HCL verloren haben", so die lapidare Erklärung von Konkoly. Damals lagen die Ermstälerinnen schon mit drei Treffern in Führung, um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen. Drei Dinge führt der Coach an, die es gilt, besser zu machen.

1. Man muss die Rückraum-Mitte-Position, die meist die erfahrene Kudlacz-Gloc einnimmt, besser abdecken.

2. Die hundertprozentigen Chancen einfach besser verwerten

3. In der Abwehr kompakt stehen und mannschaftlich geschlossen auftreten.

Doch der Traditionsverein aus dem Osten hat, personell gesehen, eine Menge zu bieten. "Wir spielen ja praktisch gegen die Deutsche Nationalmannschaft" weiß der TuS-Trainer. Und in der Tat hat es die "erste Sechs" in sich. So sehr, dass beispielsweise die frühere Metzinger Torjägerin und Nationalspielerin Shenia Minevskaja nicht immer von Anfang an ran durfte. Auf Metzingen wartet so gesehen eine "sehr stabile Sechs". Namen wie Torhüterin Katja Kramarczyk, Luisa Schulze, Anne Hubinger, Alexandra Mazzucco, Saskia Lang oder Karolina Kudlac-Gloc sind mit das Beste, das der deutsche Frauenhandball zu bieten hat. Bezüglich Shenia Minevskaja rechnen sich die Metzingerinnen etwas aus, schließlich spielte sie zuvor an der Erms. Vor allem Torhüterin Sabine Stockhorst dürfte sämtliche Wurfvarianten der Rückraumspielerin in- und auswendig kennen. Eine enge Deckung gebe es für sie nicht, sagt Konkoly.

Erfolg oder Misserfolg hänge speziell in diesem Spiel "von der Tagesform ab", ist TuS-Manager Ferenc Rott voll und ganz überzeugt, schließlich würden sich beide Teams sehr gut kennen, da könnten Kleinigkeiten den Ausschlag geben. In der "sehr wichtigen Partie für beide Teams" wolle man mit einem Heimsieg den Spieß umdrehen und nach Minuspunkten dann besser dastehen als die Sächsinnen.

Zu den Spielen der TusSies ist unter www.swp.de/tussies ein Liveticker geschaltet.

HC Leipzig kommt als sechsfacher Deutscher Meister und sechsfacher DHB-Pokalsieger

Mehr Tradition geht kaum. Neben den jeweils sechs Titeln in Pokal und Meisterschaft, bestritt der HC Leipzig auch schon einige Spiele in der Champions League und im EHF-Pokal. In der früheren DDR reichte es zu insgesamt 15 nationalen Titeln in der Meisterschaft. Die Mannschaft um Trainer Rentsch nimmt die drei Spiele gegen die TusSies sehr ernst und hat bereits am Wochenende in der Sportschule Ruit Quartier bezogen. Am Mittwoch, nach dem Punktspiel in der Metzinger Öschhalle (Anpfiff 19.30 Uhr), schlagen die Messestädterinnen in Reutlingen auf, schließlich bestreitet man am Freitag bereits das Viertelfinal-Hinspiel gegen die TusSies in der Tübinger Paul-Horn-Arena (ab 20 Uhr). Erst danach geht es zurück in die Heimat. Am Sonntag, 28. Februar, steigt dann das EHF-Pokal-Rückspiel in Dessau, 52 Kilometer südlich von Leipzig. Für die beiden Heimspiele gibt es noch Tickets. Es gibt Rahmenprogramm und Tombola.

SWP

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