Kein Vergleich zum Scheich

Gelsenkirchen.  Trotz der Millioneneinkäufe von Schalke 04 und des VfL Wolfsburg: Im Vergleich zum Vorjahr gaben die Fußball-Bundesligisten deutlich weniger Geld für neue Spieler aus als noch vor einem Jahr.

Nichts geht mehr: Das Transfer-Roulette ist zum Stillstand gekommen und hat dabei die Attraktivität der Fußball-Bundesliga unter Beweis gestellt. Zuletzt wurden klangvolle Namen etwa aus Italien verpflichtet, gleichzeitig aber auch die Kader entschlackt. 171 Spieler im Wert von 126,49 Millionen Euro gaben die Klubs ab; im Sommer 2009 hatte der Wert für 140 Akteure noch bei 111,96 Millionen Euro gelegen.

Trotz neuer Stars wie Klaas-Jan Huntelaar (Schalke 04) und Mauro Camoranesi (VfB Stuttgart) hat sich der Anteil deutscher Profis bei den Erst- und Zweitligisten insgesamt leicht auf 64 Prozent erhöht. Das ist der höchste Wert seit der Saison 1999/2000. 2009 hatten die Bundesligisten für 172 Akteure wie Rozehnal, Robben & Co. 221,75 Millionen Euro investiert; in diesem Sommer wurden 155,59 Millionen Euro für 175 Profis ausgegeben.

Wie verhalten die Eliteklubs agiert haben, belegt der Vergleich mit England. In der Premier League investierte allein das durch einen Scheich alimentierte Manchester City rund 145 Millionen Euro in neue Spieler. Damit gaben allein die "Citizens" fast genau so viel aus wie die gesamte Bundesliga. Bei Ausgaben von etwa 420 Millionen Euro nahmen die englischen Erstligisten insgesamt nur rund 185 Millionen ein.

Quasi in letzter Minute einigte sich am Dienstag-Abend der niederländische Nationalspieler Rafael van der Vaart (Real Madrid) mit dem englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur über einen Vierjahresvertrag. An dem früheren HSV-Profi war auch Schalke 04 interessiert. dpa


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02.09.2010

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