TuS-Coach warnt, VfL bleibt Konzept treu

Der VfL Pfullingen plant für die Verbandsliga, bei der TuS Metzingen muss man sich noch strecken, um die weitere Landesligazugehörigkeit klarzumachen.

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Metzingens Trainer Zizino Teixeira-Rebelo hatte sich zwischenzeitlich mächtig aufgeregt, wirkte nach dem Spielende der Frühschoppenpartie aber aufgeräumt und analysierte die Lage vollkommen ruhig. "Natürlich sind wir unglücklich ins Derby gestartet, weil wir am Anfang gepennt haben. Aber den Knackpunkt sah ich erst im 0:2, welches durch einen Elfmeter zustande kam, den man nicht pfeifen darf. Über diese Schirientscheidung haben wir uns heftig aufgeregt. Wir erkennen aber an, dass der VfL verdient gewann. Die Pfullinger sind zurecht Meister geworden. Leider haben wir nicht unsere Bestleistung abrufen können, was aber auch daran lag, dass uns Klimatsidis wegen Fieber nicht zur Verfügung stand und wir zudem die gesperrten Julian Hofacker und Enzo Liotti ersetzen mussten. Vorne hat uns einfach die Durchschlagskraft gefehlt."

Teixeira-Rebelo warnt vor den beiden abschließenden Saisonspielen der Ermstäler mit dem Auswärtsmatch beim SV Nehren und der abschließenden Heimpartie gegen die Spvgg Holzgerlingen. "Auch wenn wir derzeit nicht die schlechteste Position im Abstiegskampf haben - das Beispiel VfB Stuttgart sollte bei uns alle Alarmglocken läuten lassen. Wir müssen in Nehren unbedingt siegen."

Alarm auch in der Schlussviertelstunde des Derbys an der Seitenauslinie: Schiedsrichter Matthias Zettler aus dem Leutkircher Stadtteil Wuchzenhofen im Allgäu hatte den Metzinger Torwart-Trainer Holger Klages, der gegen die umstrittene Handelfmeterentscheidung protestierte, aus dem Stadioninnenraum verbannt. Ein Trainingshütchen aus Kunststoff, das im Weg lag, bekam Klages' Frust ab, wurde per Fußtritt durch die Luft gewirbelt.

Die Pfullinger hingegen ließen nur Flüssiges durch die Lüfte schießen. Nach der Partie gab es wilde Bierduschen. Auch der eingewechselte Philip Bochinger wurde übergossen, nahm die feuchte Ladung aber gelassen. "Unser Trumpf ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Jeder Spieler steht fürs Team ein, jeder Ersatzspieler fiebert mit."

Tobias Hauser setzte seine kräftige Stimme ein, um kernige Lieder und Schlachtrufe mit seinen Mitspielern zu intonieren. Bei der Rückkehr nach Pfullingen wurde noch lange im Jahnhaus gefeiert - die Vorfreude auf die Verbandsliga ist groß im Echaztal. Der VfL will seinem Konzept treu bleiben. "Wir haben einen großen, breiten Kader. Neuzugänge stehen noch nicht fest. Zuletzt fuhren wir gut damit, Akteure mit Perspektive aus der Kreisliga und Bezirksliga zu verpflichten. Warum sollen wir diesen Weg mit regionalen Talenten verlassen?", meinte VfL-Abteilungsleiter Timo Schyska.

Trainer Michael Konietzny, der von den D-Junioren der Stuttgarter Kickers kam und die Nachfolge von Jochen Class (nun SSV Reutlingen) antrat, traut man auch eine Spielklasse höher zu, aus den zur Verfügung stehenden Akteuren ein starkes Team zu schmieden. "Unser Trainer hat herausragende Arbeit geleistet", lobt Timo Schyska.

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