Starker Frick erzielt das Siegtor

Vierte Partie ohne Niederlage unter Coach Hofacker: Dank einer großartigen kämpferischen Leistung, gepaart mit Leidenschaft und Disziplin, schlug der SSV Reutlingen das Spitzen-Team vom Kaiserstuhl mit 2:1.

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Reutlinger Jubel nach Fricks Siegtor gegen den BSC, von links: Daniel Seemann, Marcel Brandstetter, Torschütze Andreas Frick und Andreas Maier.  Foto: 

Der Gast aus Bahlingen hatte zwar in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile, aber der SSV stellte sich hinten wieder kompakt dagegen, ließ kaum eine Chance zu. Von Top-Torjäger Schleusener war nichts zu sehen, kein Schuss, kein Kopfball, er wurde kaltgestellt, war völlig abgemeldet. So spielte der SSV mit viel Power, Einsatz und hat auch taktisch Fortschritte gemacht, trat mit viel Disziplin an. Man störte früh, das ganze Team verdient ein Gesamtlob für die Laufbereitschaft. Zudem wurde die Fehlpass-Quote reduziert, man spielte flott auf.

Die fast 1300 Zuschauer - da hat der SSV ein Riesenpotenzial - waren zufrieden: es geht aufwärts, man hat 20 Punkte und Kontakt zum ersten Drittel.

Der Gästetrainer meinte sogar, dass die Reutlinger bis Weihnachten vier Punkte an den Bahlinger SC aus Südbaden herankommen könnten. Die erste Chance hatte Andreas Maier, der den abprallenden Ball nach Seemann-Freistoß nicht im Kasten unterbrachte, da ein Gästeakteur kurz vor der Linie klärte. Dann setzte der starke Frick zu einem Solo an, wurde gefoult, der Schiri entschied auf Vorteil und Michael Renner schoss aus 17 Metern flach ein - viertes Saisontor.

Die Fans sahen schöne Spielzüge, ehe die SSV-Abwehr einmal nicht aufpasste und zu weit weg vom Gegner stand: Bernhard Wiesler konnte aus 16 Metern volley einlochen: Ausgleich. Doch das Team steckte den Schlag weg, blieb seiner Linie treu. Gurski rettete gegen Fiand, ansonsten gab es harmlose Weitschüsse der Gäste, die überlegen waren, aber der letzte Biss fehlte. Die Hofacker-Truppe zeigte den nötigen Kampfgeist, gewann dann viele Zweikämpfe - auch in der Luft - blieb ruhig, nicht hektisch und kam zur erneuten Führung. Das war ein Klassespielzug über Frick zu Renner, der passte zurück und Frick krönte seine Top- Leistung mit dem 2:1 - ein wunderbar herausgespieltes Tor.

Dann vergab der SSV einige Kontermöglichkeiten, auch in Überzahl. So konnte der zweite Heimsieg in Folge gefeiert werden.
 

 

 

Michael Renner meinte, dass man ein Zeichen gesetzt habe und in Ulm nachlegen will. Giuseppe Ricciardi sagte: "Wir haben alles gezeigt und ein Spitzen-Team besiegt. Wir ließen ja nichts zu, die Einstellung war prima, so muss es weitergehen." Auch Gäste-Trainer Milorad Pilipovic sagte: "Der Sieg für den SSV war verdient, wir ließen fast alles vermissen, vor allem den Einsatz, damit war ich unzufrieden. Das war gegen einen starken SSV nicht genug, die nach der Pause mit ihrer Aggressivität die Zweikämpfe gewannen."

SSV-Coach Robert Hofacker strahlte: "Wir haben gegen ein Top- Team gewonnen, das die beste Offensive der Liga hat. Die hatten mehr vom Spiel, aber kaum Chancen. Nach der Pause haben wir Elan, Eifer und Top-Einsatz an den Tag gelegt, wir wussten, die können nicht 90 Minuten so früh pressen. Es machte Spaß unserem Team von außen zuzuschauen. Ich möchte keinen hervorheben, denn das war ein Sieg der Einheit. Dabei gab es den Rückschlag, als Eiberger kurz vor Anpfiff passen musste."

Nun freuen sich alle auf das Derby in Ulm am Samstag, das Team ist gefestigt das Kollektiv ist stark. Taktisch haben die Spieler viel gelernt, vielleicht kommen Schimmel, Golinski und Eiberger zurück, denn es fehlen immer noch einige Stammspieler.

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So spielten sie

SSV Reutlingen: Gurski - Maier (80. Lübke), Hartmann, Ricciardi, Hölzli - Schall, Frick - Bitzer (70. Schiffel), Seemann - Brandstetter (65. Bischoff), Renner

Bahlinger SC: Müller - Wiesler (46. Bührer), Klein, Gleichauf, Waldraff - Häringer (63. Fallanxa ), Schlegel, Lerandy, Fiand (71. Göppert) - Schleusener, Pinto

Zuschauer: 1263

Eckballstatistik: 1:6

Tore: 1:0 Renner( 24.), 1:1 Wiesler (30.), 2:1 Frick (47.)

Gelb-Rot: Frick (90.)

Gelb: Maier, Hartmann - Gleichauf

Schiri: Florian Steinberg (Korntal)

Besonderheiten: Unter Neu-Trainer Robert Hofacker wurden zehn von zwölf Punkten geholt. Auf der Bank noch Durmaz, Grauer und Mehmet Levet von der U 23. Eiberger war zwar für Anfangsformation geplant, spürte beim Warmmachen aber seine Oberschenkelverletzung und wurde nicht eingesetzt. Verletzt sind Schimmel, Golinski, Feigl, Wiesner, Schaschko und Cosic. Der SSV spielt am Samstag in Ulm, hat dann die beiden letzten Heimspiele 2014 am 15. November gegen Villingen und am 23. November. (Totensonntag) gegen den KSC II. Das KSC-Spiel wurde mit Sondergenehmigungen gedreht. Das Rückspiel findet am 23. Mai 2015 beim Karlsruher SC II im Wildpark statt.

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