Schachtschneider und Golinski sagen ade an der Kreuzeiche

Im letzten Oberliga-Heimspiel wollen die Fußballer des SSV Reutlingen noch einen Sieg landen. Zwei Asse wandern ab.

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Marc Golinski verlässt den SSV aus beruflichen Gründen. Sein Job als Steuerberater lässt ihm samstags keinen Spielraum mehr.  Foto: 

Der SSV Reutlingen Fußball möchte nach vier Niederlagen in Folge am heutigen Samstag  gegen den 1.CfR Pforzheim gewinnen und einen versöhnlichen Abschluss dieser Oberliga-Spielrunde erreichen. Leon Beuter steht wieder im Tor und Eric Yahkem, der seinem Bruder nach Fürth folgt, wird fehlen.  Auch Timo Krauß und Timo Bäuerle werden den SSV nun verlassen, sie passen nicht so recht in das System von Trainer Jochen Class.

Der Trainer war zuletzt hocherfreut und lobt Fußball-Chef Michael Schuster: „Was der in den letzten Tagen mit Ricciardi zustande brachte, ist super,  ich habe Hochachtung vor ihm, der Tag und Nacht gearbeitet hat, um einen Mann wie Prediger herzulocken. Dirk Prediger ist einen Riesenverstärkung, passt ideal in mein System, ist ein toller Transfer und das hat Schuster  in langen Verhandlungen trotz bescheidener finanzieller Mittel fertiggebracht. Auch Vogler, der nun vom SC Pfullendorf kommt, ist ein toller Transfer. Wir müssen, das war ja nicht geplant, jetzt noch einen Torwart suchen. Dann kommen Fabian Springer und Andreas Maier zurück.”

Zum letzten Punktspiel meint Class: „Ich will jedes Spiel gewinnen und auf 47 Punkte kommen, das wäre für uns der zweitbesten Wert in der Oberliga. Meine Bilanz ist  nicht zufriedenstellend. Wir waren nicht konstant, das muss sich ändern, es gab zu viel Auf und Ab, dazu hatten wir eine ganz schlechte Chancenverwertung. Positiv war, dass wir nie auf einem Abstiegsplatz waren, dass wir so früh gerettet waren im Gegensatz zum Vorjahr. Wir haben uns gesteigert, es gab eine Entwicklung, denn wir haben eine Strategie, die verfolgt werden wird. Es war einfach mehr drin.“

Trainer Class meint weiter: „Ich habe lange mit unserem neuen Sportlichen Leister Ricciardi gesprochen, wir müssen die Fehlerquellen abstellen, minimieren. Einige tragen das System mit Ballbesitz mit, andere wollen Konter spielen. Das muss eine Einheit auf dem Platz werden, jeder muss wissen, was geleistet werden soll. Alle müssen die Strategie verinnerlichen. Doch die neuen Spieler passen in das Schema. Ich freue mich auch auf die fünf A-Jugendspieler, die einen Vertrag für die Oberliga bekommen haben.“

Am Sonntag fliegt das Team nach Mallorca, am 4. Juli beginnt die Vorbereitung und am 9. Juli spielt man in Pfronstetten gegen eine Alb-Auswahl, am 29. Juli beim VfL Pfullingen. Daniel Schachtschneider (siehe unten) und Marc Golinski wandern ab. Torjäger und Spielmacher Golinski hat aus beruflichen Gründen dem SSV abgesagt.

Torjäger Daniel Schachtschneider verlässt den SSV Reutlingen Fußball und kehrt zurück zum Landesligisten VfL Nagold. Er wird ab 1. Juli wieder das Nagolder Trikot tragen. Dank intensiver Bemühungen von VfL-Abteilungsleiter Udo Jungebloed und Uli Hamann ist es dem Landesligisten gelungen, „unseren Schachti“ zurückzuholen. Nach seinen zwei Oberligajahren beim SSV Reutlingen Fußball und dem zwischenzeitlich beendeten Masterstudium wird er in einem Nagolder Unternehmen seine berufliche Laufbahn starten. „Wir wissen, was wir an ihm haben und freuen uns, dass er wieder einer von uns ist. So bescheiden wie Schachti ist, gab es trotzdem eine Bedingung: Er hätte gern seinen alten Platz in der Kabine wieder“, verraten die Nagolder Verantwortlichen. Das konnte der VfL dem dunkelhaarigen Stürmer spontan zusichern.

Zehn Spieler verlassen 1. CfR

In der Goldstadt Pforzheim hatte man vor Saisonbeginn höhere Ziele mit den Brüdern Dominik und Manuel Salz angestrebt. Trainer Rus geht wie Ceylan und Tommasi - zehn Spieler verlassen den Fusionsklub 1. CfR Pforzheim (VfR und 1.FC gingen zusammen).

Einsätze: Golinski stand 33 Mal auf dem Platz, Yahkem 32 Mal. Es folgen Kuengienda (31), Schiffel, Schachtschneider, Eiberger, Rohr und Lübke (je 30). Am längsten spielte Torhüter Knauß (2790 Minuten) vor Schiffel (2593) und Schachtschneider (2474).

Tore: „Bobo“ Mayer erzielte elf Tore, Golinski neun, Schachtschneider, Yahkem und Seemann je  acht, Kuengienda sehs, Ubabuike vier, Eiberger  drei.

Karten:   Gelb-Rot sahen Rohr (2), Kuengienda, Mayer, Seemann und Hartmann je ein Mal. Glatt Rot bekamen Yahkem und Seemann.

Zuschauer: Bei den Zuschauern führt der SSV souverän mit 947 pro Spiel vor dem Bahlinger SC (647) und der TSG Balingen (555). Die meisten Fans begrüßte der SSV mit 1520 im Derby gegen die TSG Balingen.

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