SSV II ist Herbstmeister

Beim Spitzenreiter SSV II gibt es für den TSV Glems nichts zu erben. Dettingen/Erms gewinnt das Lokalderby in Zainingen und behauptet Rang vier. Der Wittlingen erkämpft sich einen Zähler in Dettingen/Ro.

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Dreifachtorschütze Heiko Schall und der SSV Reutlingen II feierten einen ungefährdeten 4:1-Erfolg gegen Glems und damit den Gewinn der Herbstmeisterschaft in der Bezirksliga Alb.  Foto: 

SV Zainingen gegen TSV Dettingen/Erms 0:2 (0:1)

Die Gäste aus dem Ermstal entführten verdientermaßen drei Zähler aus einem insgesamt sehr fairen Lokalderby in Zainingen. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Gäste das spielerisch bessere Team. Folgerichtig erzielte Tim Randecker die verdienten 1:0-Führung für Dettingen (23.). Auch in der Folgezeit hatte die Türkoglu-Elf die besseren Chancen. Die Gastgeber erspielten sich erst kurz vor der Pause zwei gute Möglichkeiten, doch Torjäger David Birgel war zu unentschlossen, so dass die Gästeabwehr noch klären konnte.

Nach Wiederanpfiff verlief die Partie ausgeglichener, allerdings tat sich der SVZ weiterhin schwer, klare Möglichkeiten herauszuspielen. Dettingen blieb mit schnell vorgetragenen Kontern brandgefährlich. SVZ-Schlussmann Adamski verhinderte mit guten Paraden schlimmeres. Die Entscheidung fiel in der 80. Minute als März, aus stark abseitsverdächtiger Situation, den 0:2-Endstand erzielte. "Wir spielen am Limit, man merkt einfach das Fehlen einiger verletzter Stammkräfte. Nichts desto trotz geht der Sieg von Dettingen absolut in Ordnung", erklärte SVZ-Pressewart Wolfgang Metzger.

SV Zainingen: Adamski - C. Birgel, Lais, Edel (46. Moser), J. Wörz, P. Wörz, Blochinger, Bächle, J. Füllemann (46. Stickel) , Schweizer, D. Birgel.

TSV Dettingen/E.: Hoffmann - Petruv (90. da Rocha Neves), Hirsch, Berenyi (70. März), Randecker, Hug, Müller, Maurer, Dimmerling (65. Fritz), Kostka, Schairer.

Tore: 0:1 Randecker (23.), 0:2 März (80.).

FC Engstingen gegen TV Derendingen 1:0 (0:0)

Die zahlreich erschienenen Zuschauer sahen in Engstingen eine ereignisarme erste Halbzeit, in der der Ball meist in den Engstinger Reihen geführt wurde. Zwingende Torchancen waren jedoch die Seltenheit. Einzig Fabian Barho in der dritten Minute, Patrick Modrow in der zehnten und Armin Dietmann in der 25. Minute hatten bessere Gelegenheiten aus guten Distanzen. Die Derendinger hingegen versuchten ihr Glück meist nur über schnell vorgetragene Konter, welche jedoch keinen Ertrag brachten.

Auch in der zweiten Halbzeit gab es wenige Toraktionen. In der 70. Minute scheiterte Sebastian Kaufmann noch freistehend am Gästetorhüter. Fünf Minuten später erlöste dann Patrick Modrow den FCE, als er nach einem verlängerten Einwurf mit einem satten Schuss ins kurze Eck zum 1:0 traf. Auch in der Folge blieben die Gäste harmlos. Kurz vor dem Abpfiff hatte David Rettschlag schließlich noch die große Chance zum zweiten Engstinger Treffer, es blieb jedoch beim knappen, aber völlig verdienten 1:0-Heimsieg für den FC Engstingen.

FC Engstingen: J. Dohrmann - Barho (80. Rettschlag), Gern, Baisch, Mohammad, Kaufmann, Modrow (90. C. Schmid), Vöhringer, I. Dohrmann, Werz, Dietmann (85. T. Schmied).

TV Derendingen: Aupert - Binder, Hegele, Rauscher, Wohnus, Schelle, Ligouis, Hermann, Katzmaier, Poddig, Krumm.

Tor: 1:0 Modrow (75.).

SSV Reutlingen II gegen TSV Glems 4:1 (2:0)

Mit dem elften Saisonsieg sicherte sich die Mannschaft von SSV-II-Trainer Marko Mutapcic die Herbstmeisterschaft in der Bezirksliga Alb. Von Beginn an drückte der Spitzenreiter auf das Tempo und erspielte sich zahlreiche gute Tormöglichkeiten. Glems kam nur schwer in die Partie und war zunächst sehr passiv. Folgerichtig die 2:0-Führung durch ein Doppelpack von Heiko Schall (6., 22.). Im weiteren Spielverlauf vergaben die Hausherren etwas leichtfertig weitere klare Torchancen.

Nach Wiederanpfiff änderte sich nicht viel: Reutlingen blieb die bessere Mannschaft, aber die Offensivabteilung der Glemser kam nun zu der ein oder anderen Möglichkeit. Nach einer guten Stunde erhöhte Ilija Lucic auf 3:0. Nur zwei Minuten später antwortete Ismail Tunc für Glems mit dem 1:3. Trotz aller Bemühungen schafften es die Gäste aber nicht mehr, SSV-II-Torhüter Durmaz zu bezwingen. Und als Schall mit seinem dritten Treffer in dieser Partie für das 4:1 (83.) sorgte, war die Partie an der Kreuzeiche endgültig entschieden. "Der Sieg war insgesamt mehr als verdient. Wir haben das gegen offensiv gefährliche Glemser ganz gut gemacht, allerdings hätte unsere Torausbeute besser sein können", analysierte SSV-II-Trainer Marko Mutapcic, der mit seiner Mannschaft nach der Vorrunde weiterhin auf Tabellenplatz eins steht. "Wir freuen uns über die Herbstmeisterschaft. Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber wir sind auf einem guten Weg", so Mutapcic.

SSV Reutlingen II: Durmaz - Frölich, Hartmann, Gence (44. Lucic), Heim (75. Fridrich), Tahtsidis, Bennardo (81. Bernhardt), Pudic (77. Stern), Schall, Giambrone.

TSV Glems: Wehrstein, -Vogel, Stiefel, Kleinfelder, Owusu-Smith (71. A. Novak), Finkbeiner, Caran, Schuster, I. Tunc, M. Tunc, Novak (26. Abdallah).

Tore: 1:0 Schall (6.), 2:0 Schall (22.), 3:0 Lucic (62.), 3:1 I. Tunc (65.), 4:1 Schall (83.).

SSV Rübgarten gegen TSV Hirschau 0:4 (0:2)

"Wir haben uns vorgenommen, früh drauf zu gehen", so Hirschaus Vize-Kapitän Ante Sucic. Das taten sie von Spielbeginn an. Und wurden früh belohnt: Federico Decortes flankte von links, Esad Huskic legte im Strafraumzentrum nach rechts zum besser postierten Jens Kaltenmark ab, der oben rechts in den Winkel traf (5.). Während der ersten Hälfte rollten laufend Hirschauer Angriffe auf das SSV-Tor zu. In der 37. Minute schoss Huskic selbst. Kapitel wehrte den Ball nach vorne ab, Kaltenmark staubte ab - die Hirschauer führten mit 2:0.

Das 3:0 nach Wiederanpfiff fiel durch ein Abstauber-Tor von Sucic (58.) - zuvor war ein Huskic-Schuss blockiert worden. Seltsamerweise hatten die Rübgartener in der letzten halben Stunde mehr vom Spiel. In der 83. Minute erkämpfte sich Janis Renner den Ball im Mittelfeld, passte nach innen, der einschussbereite Decortes leitete uneigennützig zu Huskic weiter - und der Mittelstürmer vollendete ohne Mühe.

SSV Rübgarten: Kapitel - Perez, Erdem (82. Haug), Wiegand, Hauch, Basar, Arlt, Zoran Krajinovic, Esser, Jakob, Ulusan (87. Vetter).

TSV Hirschau: Steck - Renner, Sucic, Kappler (88. Simon Wörz), Dieter, Di Raimondo, Salt (74. Bäuerle), Kaltenmark (84. Fauser), Huskic (84. Zukanovic), Aroutsidis, Decortes.

Tore: 0:1, 0:2 Kaltenmark (5., 36.), 0:3 Sucic (61.), 0:4 Huskic (74.).

TSV Dettingen/Rottenb. gegen TSV Wittlingen 0:0

"Nicht der große Kracher", sagte Dettingens Abteilungsleiter Alois Herrmann, sei das Duell mit den Wittlingern gewesen. Die kämpften mit allen Mitteln. Der tragische Held kickt aber für Dettingen: Mario Martin. Dessen Elfmeter in der 43. Minute parierte Wittlingens Keeper Holger Eißele. Und dann bekam Martin auch noch die rote Karte (63.). Da soll er seinem Gegenspieler mit Absicht den Ellbogen ins Gesicht gerammt haben. "Er hat ihn getroffen", sagte Herrmann, "aber für mich sah das nicht absichtlich aus." Und dennoch hätte Dettingen gewinnen müssen. Zwar habe das Kombinationsspiel etwas zu wünschen übrig gelassen, doch Herrmann sprach von einem Punkt, mit dem er eigentlich nicht leben könne.

TSV Dettingen/Rottenburg: Chengula - Bez, Manuel Widmann, Letzgus (46. Linstädt; 86. Edelmann), Deibler, Hartmann, Lukas Widmann, Schramm, Schnell, Schachtschneider, Martin.

TSV Wittlingen: Eißele - Sparwasser, Aliu, Yildiz, Reiff, Krohmer, Beck, Sebastian Mayer, Hiller (89. Flitsch), Gresch, Pascal Mayer.

Tore: Fehlanzeige.

Besonderes Vorkommnis: Eißele hält Handelfmeter gegen Martin (43. /Dett.)

Rote Karte: Martin (63./Dett.) wegen eines Ellbogenchecks.

TSV Ofterdingen gegen SV 03 Tübingen 0:2 (0:2)

Ofterdingens Abteilungsleiter Christian Dürr stellte erst einmal klar: "Dieses Spiel haben wir vorher als Bonusspiel deklariert." Denn die Tübinger hatten zuvor fünf Spiele in Serie gewonnen. "Dafür hätte ich sie stärker erwartet", sagte Dürr, der davon sprach, dass der Nulldrei auf Konter lauerte und selbst nicht zwingend das Offensivspiel suchte. Vielleicht lag's aber auch daran, dass der zuletzt überragende Felix Eggensperger schon nach wenigen Minuten verletzt raus musste.

"Ein klassischer Konter" (Dürr) bescherte dem SV 03 die Führung, als Andreas Günzel nur noch einschieben musste (18.). Kurz vor der Pause nicht nur ein Fauxpass, sondern die Entscheidung: Andreas Dürr ließ einen Ball so schlampig zu seinem Torwart prallen, dass die Kugel ins Tor rollte.

Insgesamt machte Dürr "ein paar Probleme" im eigenen Spiel aus, weshalb der SV 03 nun bereits auf den zweiten Tabellenplatz geklettert ist.

TSV Ofterdingen: Keller - Boll (74. Jaith), Mayer (70. Mück), Traub, Dehner, Nill (65. Lars Schmid), Laur, Jaksche, Dürr, Fabian Schmid, Rago.

SV 03 Tübingen: Ott - Günzel, Sautter, Urban, Ohlbrock, Öztürk, Felix Müller (81. Oladazimi), Ahmed, Eggensperger (5. Schöck), Horn, Faßnacht (90. Medakovic).

Tore: 0:1 Günzel (18.), 0:2 Dürr (40. Eigentor).

TSV Gomaringen gegen TSV Genkingen 2:3 (1:0)

Was für ein Wechselbad der Gefühle für die Gomaringer: Da schoss René Grober sein Team eine Viertelstunde vor Schluss mit 2:1 in Führung. Und am Ende gewann dennoch Genkingen. "Weil wir es versäumt haben, unsere Tore zu machen", sagte Gomaringens Pressewart Dominik Schäfer. Chancen dafür hätte es genug gegeben. Schäfer sagte, dass der heimische TSV auch schon gut und gerne 3:0 hätte führen können. Doch dann die Nachspielzeit, als Christoph Frank kurz zuvor bereits das 2:2 erzielt hatte. Als das Spiel schon drei Minuten über die reguläre Spielzeit hinaus war, segelte noch einmal ein Freistoß in den Gomaringens Strafraum.

Aus dem Gewühl heraus war Fabian Saur so positioniert, dass er den Ball unbedrängt ins Tor schießen konnte. "Genkingen hat uns irgendwie den Schneid abgekauft", musste Schäfer letztlich anerkennen.

TSV Gomaringen: Wagner - Schäfer, Faigle, Priester, Weihing, Grober, Kiefner, Kaiser, Arfaoui, Bouali (76. Heusel), Kevin Poerschke (86. Ly).

TSV Genkingen: Dietter - List, Fulde (63. Fabian Saur), Hantel, Tobias Frank, Grauer, Sven Saur, Mayer, Daniel Saur, Christoph Frank, Krasser.

Tore: 1:0 Kaiser (14.), 1:1 S. Saur (62.), 2:1 Grober (75.), 2:2 Frank (86.), 2:3 F. Saur (90.+3).

SSC Tübingen gegen SG Reutlingen 2:1 (0:0)

Tübingens Trainer Jonathan Annel war ehrlich: "Wir hätten auch mit einem Punkt zufrieden sein können." Denn die SG Reutlingen spielte gut mit, hatte auf dem Tübinger Holderfeld anfangs sogar etwas mehr von der Partie. Der böige Wind machte beiden Teams zu schaffen, ließ viele lange Bälle ihr Ziel verpassen. Annel: "Die SG war näher an einem Tor, aber die hundertprozentigen Chancen hatten sie auch nicht." Die SG führte vor gut 150 Zuschauern aber bis zur 67. Minute: Dann glich Felix Wellhäuser aus. Und leitete die dramatische Schlussphase ein. Der eingewechselte Jörg Staib, der sich am Samstag mit vier Toren in der zweiten Mannschaft empfohlen hatte, schoss den SSC fünf Minuten vor dem Ende zum Sieg. David Schneck hatte quergelegt und Staib im Fallen und gegen zwei Gegenspieler eingeschoben.

SSC Tübingen: Taratsoudis - Jentsch, Andacic, Princip, Sevinc, Braunagel, Luib, Schneck, Wellhäuser, Aris Kalpakidis, Whan Choi.

SG Reutlingen: Nägele - Masurov, Kunst, Angerbauer, Röstel, Wagner, Mojsisch, Locher, Sorg, Genuardi, Heidt.

Tore: 0:1 Sorg (61.), 1:1 Wellhäuser (67.), 2:1 Staib (85.).

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