SSV-Coach warnt vor Balinger Offensive

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So bejubelten die Reutlinger (von links: Schiffel, Avdic, Eiberger, Milisic) ihre fünf Treffer in Freiberg. Heute kommt Balingen.  Foto: 

Wer hätte das gedacht. Der SSV Reutlingen Fußball ist auswärts ungeschlagen und holte zu Hause ganze drei Punkte, wartet aber noch auf den ersten Oberliga-Heimsieg, ist aber seit fünf Spielen unbesiegt.

Nun kommt am heutigen Freitag zum Flutlicht-Derby zu einem brisanten Derby die TSG Balingen. Ein Klub, der seit Jahren konstant vorne landet, von der Regionalliga träumt und zu den Favoriten gehört, weil man auch ein Gerüst von Spielern hat und nicht jedes Jahr zig Neue einbaut.

Das Team ist eingespielt. Mit Pflumm, Fecker, Seemann, Kurth und Schreyeck spielen fünf ehemalige SSV-Kicker bei der TSG, die im Vorjahr in Reutlingen 0:3 unterlag, in Balingen ein 1:1 erreichte. Im Pokal trumpfte die TSG aber auf, als Torjäger Lauble drei Mal gegen den SSV traf.

Die Gäste um Trainer Ralf Volkwein haben zuletzt den KSC II 5:2 besiegt, als Scherer dreimal traf. Sie haben Kontakt zur Spitze (man liegt drei Punkte hinter dem Bahlinger SC, zwei hinter Villingen und Nöttingen).

Alle freuen sich auf das Derby vor vermutlich weit über 1000 Zuschauern. Daniel Seemann hofft auf einen Derby-Sieg, während die Reutlinger endlich den ersten Heimsieg im sechsten Spiel anpeilen. Bei den Kreuzeiche-Kickern plagen sich einige Spieler mit einer Grippewelle  herum. So hat es Prediger und Milisic erwischt, Avdic ist angeschlagen. Hartmann und Haas haben Trainingsrückstand.

SSV-Kommandogeber Class kennt die Truppe von der Zollern­alb bestens: „Die TSG macht es  uns nicht so leicht wie Freiberg, die den Ball gerne am Fuß haben wollten und anfällig waren. Da haben wir mit Balingen eine andere Hausnummer vor uns. Die sind zweikampfstark, laufen unheimlich viel, dazu  sind sie bei Standards, siehe Pflumm, äußerst gefährlich. Wir müssen die richtige Mischung zwischen Offensive und  Abwehrarbeit finden.“

Erster Heimsieg fällig

Jochen Class ist auf die Partie gespannt, sagt aber auch, dass der erste Heimsieg nun einfach Mal fällig ist: „Balingen stellt ein tolles Team, die haben in der Offensive unheimlich viel Qualität, hinten sind sie leicht anfällig. Das wird für uns eine ganz schwere Aufgabe, wir dürfen denen nicht ins Messer laufen. Die spielen mit langen Bällen, schalten schnell um, doch wir wollen endlich den ersten Heimsieg landen.“ Man brauche Geduld und viel Disziplin. Bei einer Gästeführung sei es ganz schwer, das Spiel zu drehen, das müsse vermieden werden. Man dürfe nicht zu  offensiv spielen. „Alle Gästespieler sind hochmotiviert, das wird bei unseren nicht anders sein, da muss man nicht viel sagen. Wir sind gefestigt, kassierten in Freiberg unnötigerweise drei Tore, verstecken uns nicht, müssen bei den Kontern aber aufpassen,” so Class

SSV-Keeper Milan Jurkovic kommentierte:” „Ich kenne viele Derbys, das ist ein neues für mich, da heißt es Emotionen zu zeigen, alles zu geben. Die Balinger stellen ein gutes Team, haben viele  Erfolge geholt, wir müssen wieder auf der Hut sein, doch im Derby braucht man keinen Spieler anstacheln.” Und Fußball-Chef Michael Schuster: „Das wird schwer, Balingen hat ein starkes Team, aber wir wollen endlich einen Heimsieg feiern, das wäre so wichtig.” SSV-Kapitän Pierre Eiberger macht seit 1. September eine Ausbildung zum Einzel- und Großhandelskaufmann und kommentiert: „Das wird kein 0:0, das wird ein Offensivspektakel. Es wird eine schwere Aufgabe.“

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