Langfinger trüben Eninger 2:1-Sieg

Treibt hier eine Bande ihr Unwesen? Diebe drangen am Donnerstag in Fußballerkabinen in Eningen ein. Auch der Schiedsrichter wurde bestohlen. Die Polizei verriet den Geschädigten, dass dies kein Einzelfall sei.

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Unliebsamen Besuch hatten am Donnerstagabend die Fußballer des TSV Eningen. Ihre Umkleidekabinen im Wengenstadion in der Wengenstraße 55 wurden von Dieben heimgesucht. Zur Sportanlage unterhalb der Achalm mit zwei Rasenplätzen gehören Umkleide- und Duschräume sowie eine Vereinsgaststätte. Vermutlich während der ersten Halbzeit des am Donnerstagabend ausgetragenen Kreisliga-A2-Duells mit dem TSV Sondelfingen drangen Unbekannte in die Kabine des TSV Eningen und des Schiedsrichters ein. Die Langfinger hatten es offenbar ausschließlich auf Bargeld abgesehen. "Man durchsuchte unsere Geldbeutel, entwendete aber keine Karten, Dokumente oder Münzgeld. Auch Handys blieben unangetastet. Nur Bargeld in Scheinen fehlte. Zudem wurden Autoschlüssel stibitzt. Mit den Schlüsseln eilten die Diebe zu den entsprechenden Fahrzeugen, die sie rund ums Wengenstadion ausfindig machten. Die Autos wurden damit aufgeschlossen und wohl auch gezielt nach Bargeld durchsucht. Einige unserer Spieler fanden in ihren Fahrzeugen den entwendeten Autoschlüssel im seitlichen Ablagefach wieder", war aus dem Kreis der geschädigten Eninger Mannschaft zu hören.

Doch nicht nur die Spieler wurden bestohlen, auch der Schiedsrichter des A-Liga-Kicks wurde Opfer der unbekannten Straftäter. Bis gestern Nachmittag war sein verschwundener Schlüsselbund noch nicht wieder aufgefunden worden.

"Wir können alle Sportvereine nur warnen. Von der gestern Abend herbeigerufenen Polizei hörten wir, dass dieser Diebstahl kein Einzelfall sei. Offenbar treibt hier eine Bande ihr Unwesen und geht gezielt auf die Suche nach Bargeld", appelliert Raphael Hummel, Spieler und Pressewart des A2-Kreisligisten TSV Eningen an die Wachsamkeit potentieller Opfer der näheren Zukunft.

Besonders tragisch: Normalerweise verschließt ein Mannschaftsbetreuer des TSV Eningen bei Heimspielen der Grünweißen zuverlässig die Stadion-Umkleidekabinen. Ausgerechnet gestern fehlte der wachsame Mann - und schon waren die Langfinger am Werk. Seltsam.

Wegen des Kriminalfalls geriet der Sport fast zur Nebensache. Beim Kreisliga-A2-Duell vor der stolzen Kulisse von 150 Zuschauern (viele Akteure anderer, spielfreier Kreisligisten schauten am Donnerstagabend zu) musste sich der TSV Sondelfingen in Eningen mit 1:2 geschlagen geben. In Minute 33 traf der Eninger Maurizio Laureti zum 1:0, nur sechs Zeigerumdrehungen später schnürte der Torschütze per Elfmeter einen Doppelpack und es hieß 2:0 für die Elf von Trainer Antonio Laureti. Die Sondelfinger Kicker konnten sich nicht mehr erholen, der Treffer von Pascal Almeida in der 86. Spielminute war zu wenig. Es blieb somit bei der vierten Niederlage im fünften Spiel für die von Timo Lurf gecoachten Grün-Schwarzen aus dem Reutlinger Stadtteil. Das bedeutet den letzten Tabellenplatz mit nur einem Pünktchen. Die Eninger grüßen hingegen von höheren Gefilden, sind derzeit Dritter mit zwölf Zählern in der Fußball-Kreisliga A2 Alb.

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