Hält Hofackers Serie in Ulm ?

Ein heißes Derby wird am Samstag (14.30 Uhr) im Ulmer Donaustadion erwartet. Welches Team kann sich in der Verfolgergruppe halten? Die Reutlinger haben unter Neu-Trainer Hofacker noch kein Spiel verloren.

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So wollen die Reutlinger Fußballer am Samstag auch in Ulm jubeln. Von links: Daniel Seemann, Jochen Brandstetter (oben) und Andreas Frick, Torschütze zum 2:1 gegen Bahlingen.  Foto: 

Gutes Vorzeichen für die Kreuzeichekicker? Trainer Robert Hofacker, der bisher vier Mal gegen die Ulmer Spatzen spielte, hat noch nie gegen die Donaustädter verloren. Er möchte die Serie ausbauen. In den bisherigen vier Spielen unter seiner Regie gab es zehn Punkte.

Beim letzten Punktspiel in Ulm am 5. November 2011 waren beim 0:0-Remis Bischoff, Co-Trainer Rill, Hartmann, Golinski und Eiberger dabei. Sie kennen die Bedeutung des Derbys. Hofacker weiß derzeit noch nicht - das entscheidet sich am Samstag - ob Eiberger und Schimmel spielen können. Schiffel war schon gegen den Bahlinger SC (2:1) dabei, Golinski kehrt in den Kader zurück. Schaschko, Cosic und Feigl begannen mit einfachen Übungen, müssen zuschauen und Pechvogel Rouven Wiesner fällt in diesem Jahr komplett aus.

Robert Hofacker schätzt die Lage so ein: "Ich sah zuletzt viele positive Dinge siehe Kombinationen und Spielzüge. Aber auch weitaus weniger Fehlpässe als in Kehl. Ulm liegt zwei Punkte vor uns, wir können sie mit Sieg überholen. Sie sind zu Hause eine Macht (ungeschlagen), aber wir haben auswärts auch oft überzeugt. Ich denke auch, dass viele Spieler bei uns die Brisanz des Derbys noch nicht kennen. Sie sollen sich auf ein solches Spiel freuen und befreit antreten. Für beide Teams ist es wichtig, da spielt auch Prestige eine Rolle, doch ich baue auf mein Team. Ob ich wieder ein 4-4-2 mit zwei Spitzen spielen lasse oder ein etwas anderes System, verrate ich noch nicht. Wir haben Respekt vor Ulm, ich erwarte ein rassiges Spiel und die Fans werden auf ihre Kosten kommen. Ich hoffe nur, dass alles in ruhigen Bahnen verläuft, das wäre prima. Beide Teams sind auf dem weg nach oben."

Hofacker war mit der Gesamtleistung in den letzten Spielen zufrieden. Das Team hätte kompakt und stabil gespielt und in den letzten vier Spielen nur zwei Tore kassiert. Die Abwehrarbeit sei wichtig, Ricciardi hätte sich als Kapitän toll eingebracht. Er sei ein Vorbild, verliere kaum einen Zweikampf. "Es geht am Samstag nicht um Schönspielerei, nein, da heißt es Leidenschaft und Einsatz bieten, früh pressen und vorne noch effektiver werden. Ulm ist ein echt harter Brocken, beide Teams sind auf Augenhöhe. Wir sollten einfach nicht mit leeren Händen heimfahren. Spielen wir so wie gegen Bahlingen über lange Zeit, sieht es gut aus." Lukas Hartmann weist darauf hin, dass der Sieg gegen Bahlingen mit einem Erfolg in Ulm noch wertvoller werde. Nach dem Pokalspiel am 20. Dezember in Bissingen gibt es eine Pause bis zum 17. Januar. Das Team beteiligt sich am Sindelfinger Hallen-Turnier in Eigenregie. Hofacker ist kein Freund der Hallenspiele: "Für die Fans ist es toll, für die Spieler wegen Verletzungsgefahr gefährlich."

Dann gibt es Kontakte zu Neckarelz und dem SV Waldhof wegen Testspielen in der Pause, diese Termine wurden mit Ex-Trainer Murat Isik ausgemacht. Spielleiter Martin Göggelmann prüft, wo und wann man spielen kann. In Reutlingen (Kickers-Spiele) ist ein Spiel wohl nicht möglich. Der Rasen an der Kreuzeiche wird Ende Mai herausgerissen und das Stadion erhält einen neuen Rasen wie die Allianz-Arena in München, denn für beide Spielstätten ist die Firma Garten-Moser in Reutlingen zuständig.

Doch ein Hauptaugenmerk ist die stabile Abwehr, vorne schon das Mitarbeiten im Stören und eine tolle Chancenverwertung. In Ulm erwartet man viele Fans. Wenn an die 2000 kommen, wäre das toll. Die Reutlinger Fans bangen wegen des Streiks um die Zugfahrt, und viele Busse sind wohl schon alle für andere Fahrten ausgebucht.

Info Zum Oberliga-Derby in Ulm gibt es einen Liveticker unter www.swp.de/ssv-reutlingen

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