FV Bad Urach feiert Last-Minute-Sieg

In der Nachspielzeit erzielte Serhan Öner den vielumjubelten 2:1-Siegtreffer der Zittelstätter im Duell gegen den SSV Reutlingen II. Eine herbe 1:6-Klatsche kassierte Dettingen/Erms gegen starke Kroaten.

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  • Ausgelassener Jubel bei den Kickern des FV Bad Urach nach dem 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit durch Serhan Öner gegen den SSV Reutlingen II. Foto: Baur 1/2
    Ausgelassener Jubel bei den Kickern des FV Bad Urach nach dem 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit durch Serhan Öner gegen den SSV Reutlingen II. Foto: Baur
  • Ein ganz anderes Bild beim FVU-Gegner SSV Reutlingen II: Die Enttäuschung ist Kapitän Kim Laudage (links) und Alessio Bennardo (r.) ins Gesicht geschrieben.Foto:Baur 2/2
    Ein ganz anderes Bild beim FVU-Gegner SSV Reutlingen II: Die Enttäuschung ist Kapitän Kim Laudage (links) und Alessio Bennardo (r.) ins Gesicht geschrieben.Foto:Baur
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FV Bad Urach gegen SSV Reutlingen II 2:1 (1:1)

Die Gäste aus der Achalmstadt kamen besser in die Partie und gingen bereits in der sechsten Minute verdient mit 1:0 in Führung. Jules Stern zog freistehend aus 16 Metern unhaltbar für FVU-Torspieler Ögüt ins linke untere Toreck ab. Gehörten die ersten 15 Minuten klar den Gästen, erwachten nun auch die Hausherren aus ihrem Schlaf und bestimmten fortan das Spielgeschehen. In der 21. Minute wurde es dann zum ersten Mal gefährlich vor dem SSV-II-Kasten : Hadi Omeirats Heber landete jedoch nur an der Latte. Nur zwei Minuten folgte der Ausgleich: Manuel Kluf passte auf Serhan Öner, der im gegnerischen Sechszehner gekonnt zum 1:1-Ausgleich einschob.

Beflügelt durch den Treffer drängen die Zittelstätter nun auf ein weiteres Tor. Doch nach der kurzen Sturm und Drang Phase gestaltete sich das Match aber zunehmend wieder ausgeglichen. In der 33. Minute zog Reutlingens Talha Kavak ab, doch sein Schuss landete nur am Pfosten. Glück für den FVU.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren es erneut die Gäste von der Kreuzeiche die besser in die Partie kamen. Urachs Torhüter Özgür Ögüt präsentierte sich aber einmal mehr in glänzender Form und bewahrte sein Team vor einer erneuten Rückstand. Es entwickelte sich nun ein temporeiches und hart umkämpftes Spiel, bei dem beide Teams auf Sieg spielten. In der Nachspielzeit dann der Last-Minute-Treffer für die Heimelf: Erneut war es Serhan Öner, der seiner Mannschaft mit seinem 2:1 Kopfballtreffer den späten Sieg bescherte.

FV Bad Urach: Ögüt - Gressel, Kuhn, Omeirat (85. Hübner), Imperatore, Öner, Kluf (62. Celdir), Wang, Modric, Seidel (62. Hausmann), Bruno.

SSV Reutlingen II: Durmaz - Laudage, Stern (23. Özpihar), Yilik, Bernhardt, Kavak (85. Ates), Karapantzos, Bennardo, Genc, Ahmakidis, Tuvoni (71. Avramidis).

Tore: 0:1 Stern (6.), 1:1, 2:1 Öner (23.,91.).

Gelb-Rote Karte: Öner(91. FVU).

SV Croatia Reutlingen gegen TSV Dettingen/Erms 6:1 (4:1)

"Ein Tag einfach zum vergessen. Wir waren den Kroaten in allen Belangen deutlich unterlegen und hätten sogar noch höher verlieren können", bilanzierte ein enttäuschter Dettinger Spielertrainer Marc Le Pretre. Und in der Tat, die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr: Der überragend spielende Kapitän Daniel Blazevic brachte die Achalmstädter mit einem Doppelpack bereits nach knapp zehn Minuten mit 2:0 in Front. Zwar konnte Neuzugang Johannes Maurer zwischenzeitlich den Anschlusstreffer für die Ermstäler markieren, aber noch vor der Pause erhöhten die am heutigen Tag sehr kombinationsfreudigen Kroaten auf 4:1. "Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr stark nach vorne gespielt und mit Ballsicherheit den Gegner gut im Griff gehabt", analysierte Croatia sportlicher Kommandogeber Martin Wagner.

Im zweiten Spielabschnitt änderte sich zunächst nicht viel: Dettingen war, vor allem im Mittelfeld, viel zu passiv und die Gastgeber glänzten mit ihren Offensivqualitäten. Folgerichtig steuerten Nikolovski und Yilmaz zwei weitere Treffer auf das Torkonto der Kroaten bei. Danach war die Messe gelesen und die Achalmstädter verwalteten das Ergebnis. Beide Teams hatten aber noch weitere gute Tormöglichkeiten, die beste hatte Carlo Liotti: doch sein Foulelfmeter in der 75. Minute klatsche nur an den Pfosten. Was an diesem Tag symptomatisch für das Spiel der Ermstäler war. Am Ende freuten sich die zahlreichen kroatischen Anhänger über einen auch in dieser Höhe verdienten 6:1-Erfolg ihrer Mannschaft. "Es war heute eine gelungene Vorstellung mit vielen guten spielerischen Elementen und erfolgreicher Arbeit gegen den Ball. Allerdings haben wir noch Trainingsrückstand und müssen noch weiter an uns arbeiten," so Wagner, der den Erfolg nicht überbewerten wollte.

SV Croatia Reutlingen: Merz - Kaplan, Galic, M. Blazevic, D. Blazevic, Nikolovski, Josipovic, Yildiz (79. Baumgärtner), Tadic (65. Silic), Rohloff (75. Pezic), Lulic.

TSV Dettingen/E.: Coconcelli - Le Pretre, Gargin, E. Liotti (59. Korkmaz), Westphal, Kalicanoj, Owusu-Smith (53. Schairer), Maurer (69. da Costa), Büschert, Müller, C. Liotti.

Tore: 1:0, 2:0 D. Blazevic (6., 10.), 2:1 Maurer (13.), 3:1 Josipovic (18. Foulelfmeter), 4:1 Rohloff (38.), 5:1 Nikolovski (49.), 6:1 Yildiz (58.).

Besonderes Vorkommnis: C. Liotti schießt Foulelfmeter an den Pfosten (75.).

FC Rottenburg gegen TB Kirchentellinsfurt 5:1 (3:1)

Der TB Kirchentellinsfurt, der SSV Reutlingen II, der SV 03 Tübingen sowie der FC Rottenburg waren vor der Saison zu den Titelfavoriten auserkoren worden. Nun, nach vier Spieltagen, hat der FCR gegen alle drei vermeintlichen Hauptkonkurrenten bereits gespielt. Ergebnis: Zwei Siege, ein Unentschieden. So agiert ein Titelaspirant. Auch gegen den TBK ließ Rottenburg daran wenig Zweifel aufkommen. Vom Anstoß weg traf Cihan Canpolat (1.) auf Reichert-Zuspiel zur frühen Führung. "Das hat uns voll in die Karten gespielt", sagte FCR-Coach André Gonsior. Der TBK musste früh mehr riskieren und seine stabile Grundordnung aufgeben. Die Folge: Rottenburg erhöhte durch Björn Straub (12.). Bernd Kopp (27.) traf noch vor Pause per Freistoß zum dritten Mal für den FCR. Kevin Hartmann (75.) und der eingewechselte Jan Baur (90.) nutzten Konter nach dem Seitenwechsel. Beim TBK glückte Comebacker Mauro LaForza das zwischenzeitliche 1:2 (13). "Wir haben voll dagegengehalten und eine konzentrierte Vorstellung geboten", freute sich Gonsior. TBK-Trainer Jan Wachsmuth erkannte den auch in der Höhe verdienten FCR-Erfolg an und sagte: "Rottenburg ist in dieser Form ganz vorne dabei."

FC Rottenburg: Blesch - Kopp, Hirschka, Engraf, Reichert (46. Hahn), Straub, Canpolat (70. Baur), Hartmann (85. Schirm), Gonsior, Bez, Schiebel.

TB Kirchentellinsfurt: Schneck - Patrick Wagner, Tiedjens, Kalbfell, Bierlmeier (55. Grauer), Hahn, Lock (78. Sardo), Robin Wagner, Baumann, Carakus, LaForza (73. Durmaz).

Tore: Canpolat (1.), 2:0 Straub (12.), 2:1 LaForza (13.), 3:1 Kopp (27.), 4:1 Hartmann (75.), 5:1 Baur (90.)

Gelb-Rote Karte: Carakus (61./TBK).

TV Derendingen gegen SV 03 Tübingen 0:1 (0:0)

Noch am Samstag brauste Nulldrei-Coach Steve Trevallion aus Hochzeitsehren im VW-Bus, wohlgemerkt in der typisch britischen Rechtslenker-Version, durch Tübingen. Am Sonntag machte sein Team in Abwesenheit des Coaches seinem Trainer das wohl schönste Geschenk. Nadeem Ahmed (58.) darf sich für die drei aus Derendingen entführten Punkte hauptverantwortlich zeigen. Nach einem Foul von Sven Pichler an Fabio August zeigte Schiedsrichter Daniel Pfeffer (Bierlingen) zurecht auf den Elfmeterpunkt. Ahmed zielte unhaltbar für TVD-Keeper Meissner ins lange Eck aus Schützensicht. In einem "typischen 0:0-Spiel" (TVD-Pressewart Helmut Thurner) sorgte ein ausbleibender Pfiff in der Nachspielzeit für Aufregung. Derendingen forderte nach Foul von Andreas Karrer an Luigi Felici den zweiten Elfmeter des Tages. "Für mich ein klarer Strafstoß", sagte Thurner. Der bilanzierte: "Der Sieg vom SV 03 war zwar glücklich, aber letztlich nicht ganz unverdient."

TV Derendingen: Vincent Meissner - Wohnus, Bechtold, Geiger, Pichler, Binder, Dürr (70. Schäfer), Nigro (74. Frederik Meissner), Arfaoui (82. Spataro), Felici, Braun.

SV 03 Tübingen: Rebmann-Christensen - Günzel, Lindel, Horn, Andreas Karrer, Hallmayer, Waiblinger (57. Kuhn), August, Ambacher (71. Felix Müller), Steffen Müller (84. Fassnacht).

Tore: 0:1 Ahmed (58. Foulelfmeter).

TSV Gomaringen gegen SSV Rübgarten 0:0

Eine Nullnummer in Gomaringen, die auch dem Ergebnis angemessen trostlos war. "Es war eine schwache Partie von beiden Seiten", stellte TSV-Pressewart Harald Kahlfuß fest. Gomaringen erspielte sich laut Kahlfuß zwar ein Chancenverhältnis von 4:2, doch die Punkteteilung geht am Ende in Ordnung. Kahlfuß: "Wir können mit dem Punkt leben." Sieben Punkte aus vier Partien sind für Aufsteiger Gomaringen schließlich auch eine gute Bilanz. Nun gehts für den TSV am Mittwoch zum Derby nach Ofterdingen - und der einstige Verbandsligist Ofterdingen hat dabei seine eigenen Probleme.

TSV Gomaringen: Wagner - Fassnacht, Rebstock, Weimar, Stengel (76. Weihing), Schelling, Heinz, Pankow (75. Kaiser), Bouali (66. Yesilöz), Kahlfuß, Wurster.

SSV Rübgarten: Kapitel - Heinrich, Jehle, Bauer (52. Friederich), Bopp (77. Albien), Alkan, Bäuerle, Hausch, Schwab (73. Kuhn), Armbruster, Wilk.

TSV Ofterdingen gegen

FC Engstingen 1:3 (1:2)

21 Gegentore in vier Liga- und zwei Pokalspielen sind einfach zu viel. "Unsere Verunsicherung hat viele Faktoren, aber wir müssen schleunigst aufwachen", mahnt TSV-Kapitän Markus Keller seine Mannen an. Engstingen war am Samstagnachmittag nicht gut, "wir waren einfach noch schlechter", sagte Keller. Nach dem 0:5-Debakel bei Croatia Reutlingen brachte Ofterdingen auch die frühe Führung durch Mario Naso (3.) nicht in die Spur. Im Gegenteil: "Wir hatten ja die Chancen, nutzen sie aber nicht", sagte Keller, der allerdings anfügte: "In unserer momentanen Form überrascht mich diese Niederlage nicht."

TSV Ofterdingen: Keller - Flad, Gyssler, Schippert, Traub, Gasparovic (70. Pasqual), Toninger (90. Funk), Laur, Dehner, Naso, Schwabe.

FC Engstingen: Panagiotidis - Dennis Dötsch (46. Rettschlag), Klemp, Gutbrodt (71. Dohrmann), Gotthardt, Baisch, Penkert, Modrow, Barho (85. Kaufmann), Werz, Dietmann.

Tore: 1:0 Naso (3.), 1:1, 1:2 Modrow (4.,37.), 1:3 Baisch (57.).

Besonderes Vorkommnis: Panagiotidis (71./FCE) hält Handelfmeter gegen Toninger.

TSG Tübingen II gegen SV Walddorf 2:2 (1:2)

Apropos Form. Die scheinen sowohl die TSG Tübingen II, als auch der SV Walddorf noch zu suchen. Aufsteiger Walddorf holte gestern seinen ersten Saisonzähler - bleibt dadurch aber, wie auch die TSG II, ohne Sieg. "Nach der ersten Hälfte muss ich mit dem Punkt zufrieden sein", erklärte TSG-Coach Tomislav Tadic, "auch wenn wir unsere Heimspiele natürlich gewinnen müssen." Die ersten 44 Minuten verschlief die TSG II komplett. Nebi Vllasalija gelang mit dem Pausenpfiff der Anschlusstreffer zum 1:2. Walddorf stand tief, arbeitete überwiegend mit langen Bällen und konzentrierte sich aufs Kontern. Da half auch der "Dauerdruck" (Tadic) der TSG lange nichts. Erst in Minute 81 vollendete Timo Waiblinger einen schönen Angriff zum 2:2-Ausgleich.

TSG Tübingen II: Daniel Baumann - Brändle, Sebastian Milik (34. Arthur Hanke), Divjak, Thomsen, Vllasalija, Divljak (76. Schwaibold), Ulusan, Granit Hoxhaj, Waiblinger, Dellacqua (46. Rammenzweig).

SV Walddorf: Hiltawsky - Jüttner, Mägle, Heim, Link, Rau (89. Mike Gruber), Steffen Kittelmann, Shala, Udvari (71. Rufrano), Roth (71. Romano), Braun.

Tore: 0:1 Roth (33.), 0:2 Rau (35.), 1:2 Vllasalija (45.), 2:2 Waiblinger (81.).

Gelb-Rote Karte: Rufrano (90./SV).

TSV Dettingen/Rottenburg gegen SV Wurmlingen 4:2 (3:1)

Der Tabellenführer aus Dettingen/Rottenburg feierte einen souveränen und ungefährdeten 4:2-Erfolg vor 250 Zuschauern gegen den letztlich chancenlosen Aufsteiger aus Wurmlingen.

TSV Dettingen/Rott.: Kermeniotes - Leins, Widmann, Deibler, Junger (58. Martin), M. Schnell, Herrmann, DAub, D. Schnell, Quasthoff, L. Widmann (71. Hoffmann).

SV Wurmlingen: Rückgaber - Wirth, Neumaier, Rebmann, Schaal, Kopp, Alparslan, Theurer, Mensel (34. Ritter), Straub, Krauß (80. Brunnenmiller).

Tore: 1:0 D. Schnell (6.), 2:0 L. Widmann (33.), 3:0 Quasthoff (34.), 3:1 Kopp (36.), 4:1 Quasthoff (55.), 4:2 Alparslan (86.).

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