Fast 1000 Zuschauer sehen das Pfullinger Aus gegen VfR Aalen

Im Fußball-WFV-Pokal ist der VfL Pfullingen ausgeschieden

|
Drei Großchancen versemmelte Dominik Früh. In dieser Situation hat er bereits den VfR-Keeper ausgespielt - wieder ohne Erfolg.  Foto: 

Frühe Aalener Tore stoppten am Samstag frühzeitig den VfL Pfullingen im Schönbergstadion. Nach elf Minuten hieß es bereits 2:0 für den Drittligisten, die Vorentscheidung im WFV-Pokalduell. Beim Gastgeber vergab Dominik Früh drei klare Chancen.

Vor der stattlichen Kulisse von 950  Zuschauern unterlag der VfL  Pfullingen dem Drittligisten VfR Aalen, der ohne den verletzten Torjäger Morys an die Echaz kam, zu hoch mit 0:5, hätte auch zwei oder drei Tore erzielen können oder sogar müssen. Aalen nutzte alle seine fünf Chancen - mehr gab es praktisch nicht. VfL-Keeper Markus Hirlinger war zu bedauern, er hielt keinen Ball, hatte bei den fünf Kisten keine Chance. Er wurde von seinen Abwehrkollegen im Stich gelassen. VfL-Präsident  Sven Schauenburg sagte: „Das waren individuelle Fehler, die nutzte Aalen eiskalt. Doch der Rahmen stimmte, zum ersten Mal nach drei Jahren spielten wir auf Rasen.“

Der VfL plante, lange das zu Null zu halten, das ging schief, weil die Jungs Nerven und Respekt hatten. Denn nach elf Minuten führte der Favorit bereits mit 2:0 - die Messe war praktisch gelesen.

In der  fünften Minute brachten die Gastgeber den Ball nicht weg und Rico Preißinger konnte aus 14 Metern ungehindert einschießen - die kalte Dusche. Sechs Minuten später hieß es 2:0. Auch hier konnte  Marcel Bär völlig frei einschieben, VfL-Keeper Hirlinger war chancenlos.

So war eine Überraschung nicht mehr möglich, zumal Dominik Früh (13.) alleine vor dem Tor einen vor der Linie stehenden Aalener anschoss. Der frühere Zweitligist machte dann in der 31. Minute nach Stellungsfehler von Özge den Sack zu. Luca Schnellbacher hatte keine Mühe aus wenigen Metern.

Der VfL versuchte hinten gut rauszuspielen, doch der vierte oder fünfte Pass war dann zu viel, man verlor Zweikämpfe, lange Bälle nach vorne waren kein Rezept. Die Kicker von der Ostalb waren spritziger, reifer, ballsicherer - kein Wunder, sie  spielen drei Klassen höher, haben bereits vier Punktspiele in den Beinen. Der VfL beginnt die Verbandsliga am Freitag in Tübingen - das muss man berücksichtigen.

Man stand nicht eng genug am Mann, im Mittelfeld fehlte der Lenker, der ein Spiel schnell oder langsam macht. Die Abstimmung  stimmte nicht immer, die Einstellung schon. In der 52. Minute tauchte Dominik Früh wieder alleine vor Husic auf - der Keeper blieb Sieger. Aalen erhöhte dann auf  4:0, als Fatih Özge (er patzte schon beim 0:3) einen Rückpass zu kurz spielte, Cagatay Kader erlief den Ball, umspielte Hirlinger, lochte ein - ärgerlich so ein Tor zu kassieren.

Es war das zweite Geschenk des VfL an Aalen, das dankbar angenommen wurde. Der Gast von der Ostalb machte noch ein Tor, als Mattia Trianni aus 25 Metern genau in den Winkel traf - ein Sonntagsschuss. Früh war noch einmal frei im Strafraum, versemmelte auch diese Großchance, es war seine dritte.

VfR-Trainer Peter Vollmann bilanzierte: „Unser klarer  Sieg war verdient, es war für uns in der Pause ein gutes Spiel. Die beiden frühen Tore spielten uns in die Karten. Man muss sich alles erarbeiten, das taten wir, die Jungs gaben Gas, zeigten eine gute kämpferische Leistung.“  Pfullingens Coach Michael Konietzny sah es so: „Das war schon ärgerlich, dass wir vermeidbare Tore kassierten, wir haben dem Gast zwei Tore förmlich geschenkt. Dazu vergaben wir gute Chancen, Früh hatte drei, das muss besser werden. Wenn er nun in Tübingen trifft, ist es auch okay. Wir waren nicht zielstrebig genug, da sah man den Drei-Klassen-Unterschied.“

So spielten sie

VfL Pfullingen: Hirlinger - Bochinger, Özge, Biber, Leuze - Haussmann (81. Reuer), Dünkel (59. Frey), Yilmaz, Ünal (72. Füssenhäuser), Schall (67. Gekeler), D. Früh

VfR Aalen: Husic - Stanese, Rehfeldt,Traut - Preißinger, Trianni, Vasiiadis, Schulz, Welzmüller (67. Feil) - Bär (46. Kader), Schnellbacher

Zuschauer:  950

Schiedsrichter: Denis Bauer (Schorndorf)

Eckballstatistik: 4:4

Tore:  0:1 Preißinger (5.), 0:2 Bär (11.), 0:3 Schnellbacher (31.), 0:4 Kader (62.) 0:5 Trianni (67.)

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

13 Träume von der großen Welt

An 13 Abenden gibt es auf dem Festgelände Kies Musik, Akrobatik und Tanz. Im Stil einer Revue aus den 1930ern präsentiert das Traumtheater die Kunst der Künste. weiter lesen