Der FC Bayern enttäuscht

Verrückter Betzi-Cup: Was bei den Großen undenkbar wäre, gelang bei den U-12-Junioren-kickern in der Betzinger Sporthalle: Der SSV Reutlingen Fußball landete deutlich vor dem FC Bayern München.

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Zum Turnierfinale rückte Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher aus Rottenburg an. Der international bekannte Referee leitete eine einseitige Partie, in welcher die blau-weißen Berliner mit 0:4 gegen die Grünhemden von Rapid Wien verloren.  Foto: 

Drei Nachwuchsvertretungen von deutschen Profiklubs tummelten sich im Endklassement des Betzi-Cup-Hallenturniers für U-12-Junioren-Fußballer (D-Jugend) unter den ersten vier Teams, doch der Pott ging nach Österreich.

Die Grün-Weißen von Rapid Wien trugen am Sonntag den begehrten Pokal aus der Sporthalle Betzingen davon, nachdem sie einen äußerst souveränen Endspielsieg gefeiert hatte.

Hertha BSC, vor zwei Jahren selbst Sieger im größten Reutlinger Stadtbezirk, wurde beim 4:0 kräftig eingeseift. Zuvor war es spannender gewesen, als Rapid Wien im Halbfinale  den 1. FC Kaiserslautern nur knapp mit 3:2 besiegte.

Die blau-weißen Berliner waren durch einen 3:1-Sieg im zweiten Halbfinale über den VfB Stuttgart in das vom Bundesliga-Schiedsrichter Knut Kircher aus Rottenburg geleitete Betzinger Endspiel eingezogen.

Im Spiel um den dritten Platz siegte der VfB anschließend gegen Kaiserslautern mit 4:3. Im Spiel um Platz fünf trennten sich Bayer 04 Leverkusen und der Schweizer Eliteklub FC Basel 2:2 remis - beide wurden gemeinsam Turnierfünfter.

Die Überraschung war aber einer der lokalen Außenseiter: Der SSV Reutlingen Fußball schnitt glänzend ab, erreichte als einziges regionales Team die Zwischenrunde und konnte den siebten Platz erringen, als man den TSV 1860 München im Platzierungsmatch mit 1:0 besiegte.

Die Stuttgarter Kickers wurden Neunter in Betzingen, die Degerlocher bezwangen den mehr als enttäuschenden Vorjahrssieger FC Bayern München mit 1:0 und  Slavia Prag belegte nach einem 2:0 gegen RB Leipzig den elften Platz.

Ex-Profi Francisco Copado (unter anderem für Hamburger SV, RCD Mallorca, Eintracht Frankfurt, TSG Hoffenheim und SpVgg Unterhaching als Angreifer am Ball)  schaute persönlich beim Betzi-Cup vorbei und  feuerte seinen Sohn Lucas an, der für den TSV 1860 München spielte.  Auf dem Hallenparkett mischte auch Nick Starke mit, sein Vater ist Bayern Münchens Ersatzkeeper hinter Manuel Neuer.

Der Turniersieger Rapid Wien kam  am Samstag mit einstündiger Verspätung per Flugzeug in Stuttgart an, denn in Wien lag Schnee. Den grün-weißen Hütteldorfern reichte es nun bei acht Teilnahmen in Betzingen zum zweiten Turniersieg. Robin Schwaiger vom SSV Reutlingen Fußball wurde als bester Torwart regional ausgezeichnet, bei den Top-Teams  wurde Felix Ahrend (TSV 1860 München) zum besten Schlussmann gewählt. Die Zuschauer  des TSV Sondelfingen, TSV  Gomaringen und  SV Ohmenhausen wurden für gute Fan-Unterstützung ausgezeichnet. Alexander Kade, ein Vater eines Hertha-Spielers, war aus Berlin nach Reutlingen-Betzingen gereist, lobte die tolle  Organisation und das kulinarische Angebot in der Halle.

In Person von Vanessa Bauer (TSG Münsingen), Filiz Sentürk (SV Ohmenhausen) und  Sophia Mizamidis (TSV Sondelfingen) spielten drei Mädchen beim Betzi-Cup mit. Der TSV Betzingen hatte wieder mehr als 100 Helfer im Einsatz. Der SSV Reutlingen erreichte gegen RB Leipzig ein 1:1 - es war der einzige Punktverlust der Sachsen. Die SG Degerschlacht/Sickenhausen schoss beim 1:4 gegen  Bayer Leverkusen ihr einziges Tor. Es gab einige Kantersiege: TSV Betzingen II - VfB Stuttgart 0:11 (der Trainer des VfB  kam in die Kabine und tröstete die Betzinger), Hertha BSC -  SG Reutlingen 12:0, FC Bayern München - TSV Betzingen II 13:0, SF Dußlingen -  1. FC Kaiserslautern 0:10 oder  TSG Münsingen - FC Basel 0:10. 

Hertha BSC (nach Berlin sind es 674 Kilometer) kam am Freitag mit der Bahn nach sieben Stunden Fahrzeit in Reutlingen an. Auch Slavia Prag (525 Kilometer) traf bereits am Freitag ein, während Rapid Wien (574 Kilometer) mit dem Flugzeug kam und vom TSV Betzingen in Stuttgart abgeholt wurde. RB Leipzig hatte 520 Kilometer  zurückzulegen, Bayer Leverkusen  402 Kilometer, der FC Basel nur 280 und die beiden Münchner Vereine legten 218 Kilometer einfache Strecke auf der Anreise nach Reutlingen zurück.

Kurios: Als die Hallenzeituhr ausfiel, waren die "Heinzelmännchen" des TSV Betzingen selbst im Einsatz -  nach kurzer Behandlung  war alles wieder  in Ordnung.

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