„Wir müssen heute gewinnen“

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Für Dirk Prediger (rechts) und seine SSV-Kameraden zählt heute in Spielberg nur ein Sieg.  Foto: 

Der SSV Reutlingen Fußball legte einen Fehlstart hin: zwei Punkte aus drei Punktspielen mit einem Törchen und im WFV-Pokal flog man beim Landesligisten VfB Bösingen raus. Nun geht es  heute bereits um 14 Uhr (der benachbarte Drittligist Karlsruher SC spielt zeitgleich gegen  den Halleschen FC, man will Fankonflikte mit den Reutlingern vermeiden) los, da treffen zwei sieglose Teams aufeinander. Der SV Spielberg gewann in der vergangenen Saison in Reutlingen mit 5:3. In Spielberg (einer von fünf Teilorten der 1971 gegründeten Gemeinde Karlsbad im südlichen Landkreis Karlsruhe) gab es ein 1:1-Remis. 2012 siegte der SSV Reutlingen zum einzigen Mal beim SVS und dabei hoch mit 5:1.

Die Spielberger  mit Trainer Peter Hogen (die Nordbadener wurden 2015 Meister, stiegen in die Regionalliga auf und gleich wieder ab) haben alle drei Spiele verloren, kassierten immer zwei Gegentore, so auch am Mittwoch, als es beim KSC II eine 1:2-Niederlage mit Knorns Tor für Spielberg gab. Man hat große Personalsorgen: Manuel Hasel, Jan Malsam, Thomas Can und Jonas Daum fallen bei den Karlsbader Teilortkickern aus. Man strebt in Spielberg nur den Klassenerhalt an, möchte aber heute die Serie der Niederlagen beenden.

Beim SSV Reutlingen ist man auf dem Boden der Tatsachen angelangt, ist schlecht gestartet. Sportdirektor Giuseppe Ricciardi sagt: „In Bissingen bekamen wir viel Lob, wir seien ein Top-Team, wurde gesagt. Nun stehen wir ohne Heimsieg da, werden kritisiert. Doch unser Team lebt, wird dies heute zeigen.”

Chancen sind da

SSV-Fußball-Vorsitzender Michael Schuster meint: „Gegen Astoria Walldorf II haben wir praktisch zwei Eigentore produziert und einen Handelfmeter kassiert, dazu zig Chancen versemmelt. Ich sah auch ab und zu ein ideenloses Spiel, da wurden die Strukturen und ein Konzept nicht eingehalten. Es ist immer dasselbe, wir laufen den vorderen Plätzen hinterher. Wir hatten Chancen,  verwerteten dies aber nicht.“

Schuster fügt an: „Nun fällt auch Fischer aus, der einfach ein Tor braucht. Seine gelb-rote Karte gegen Walldorf II war ärgerlich. Doch ich sah auch zu wenig Pressing und keine Staffelung, das muss besser werden. Elementare Dinge liefen falsch. Das ganze ist ernüchternd, bitter und  dabei kamen fast 1000 Zuschauer.”

Kapitän Pierre Eiberger hat gefehlt. Kurz vor Spielbeginn spürte er Schmerzen in der Leiste, man wollte kein Risiko eingehen. Ob er in Spielberg auflaufen kann, ist fraglich. Dabei ist er der Mann im Mittelfeld, der das Tempo vorgibt, mit seinen Läufen für Gefahr sorgt. Sein Fehlen ist und war eine große Schwächung. Trainer Jochen Class ist ein Kämpfer: „Der Sieg der Gäste war glücklich, wir hatten nach dem 1:0 vier glasklare Chancen, einen Pfostenkopfball, mein Team hatte eine gute Einstellung, einige aber nicht ihren besten Tag. Aber es war weniger Feuer als in Bissingen im Spiel, doch wir haben uns eingeschworen, jetzt muss ein Sieg her. Am Samstag steht der Kampf im Blickpunkt, Schönspielen bringt nichts. Dann kann ich endlich ohne englische Wochen richtig trainieren. Da können sich die Neuen besser einspielen.” Der Trainer bilanziert weiter: „Wir waren am Mittwoch zu Beginn zu schläfrig, das darf in Spielberg nicht passieren, da müssen wir von Sekunde eins an hellwach sein. Wir machen weiter, geben nicht auf, wollen uns weiterentwickeln. Der Knoten muss platzen. So wird es Änderungen geben, Avdic bekommt zum Beispiel einen neuen Sturmpartner.”

Jochen Class fasst zusammen: „Wir müssen den Dreier holen, egal wie, es muss leidenschaftlicher, mit mehr Biss gespielt werden. Die Spieler müssen mehr Selbstvertrauen bekommen, das geht nur über Siege und einer besseren Chancenauswertung.“ So hofft er auf Eiberger, auf viele Chancen, die genutzt werden und ein Team, das Biss und Einsatz  zeigt.

Liveticker zum Spiel des

SSV Reutlingen in Spielberg unter:

www.swp.de/ssv-reutlingen

Gestern Nachmittag kam die Nachricht in die Redaktionsstuben: Der Fußball-Oberligist SSV Reutlingen und sein Spieler Andreas „Bobo“ Mayer haben den Vertrag einvernehmlich aufgelöst. Karsten Amann (Präsident des Hauptvereins) wollte sich zu Hintergründen nicht äußern. So sei es auch mit dem Spieler vereinbart. Der 36-Jährige galt als verlängerter Arm von Trainer Jochen Class auf dem Platz. Zuletzt scheint man sich allerdings nicht mehr so gut verstanden zu haben. Die Vertragsauflösung kurz vor Transferschluss am 31. August zeichnete sich seit geraumer Zeit ab. wose 

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