Räume mit Leben füllen

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Im neuen Integrationszentrum: Peter Donecker (hinten) Bürgermeister Hahn und Anke Bächtiger.  Foto: 

Noch mutet alles etwas steril an, noch stehen Kartons in den Räumen und auch die Ausstattung ist noch mager. Aber das soll sich rasch ändern. Das neue Begegnungs- und Integrationszentrum in der Ringelbachstraße 195/41 soll mit viel Leben und Kreativität gefüllt werden. Vor allem aber hoffen die Verantwortlichen bei der Stadt, allen voran Reutlingens Verwaltungsbürgermeister Robert Hahn, dass die Flüchtlinge aus dem Wohngebiet Ringelbach hier eine Anlaufstelle finden.

Dass hier mitten im Wohngebiet Ringelbach, wo einst das französische Militär im Gleichschritt exerzierte, das neue Begegnungs- und Integrationszentrum eingerichtet wurde, ist kein Zufall. Denn das Wohngebiet habe „die größte Integrationsleistung“ in der Stadt zu stemmen, wie Hahn es ausdrückt. 210 Flüchtlinge leben hier, die größte Ansammlung von Flüchtlingen im Stadtgebiet. Es sind vor allem alleinstehende Männer. Und allein diese Tatsache erklärt auch schon den Bedarf an Beratung und an Platz für Aktivitäten. „Wir brauchten dringend diese Räumlichkeiten im Ringelbach“, sagt Hahn. 400 Quadratmeter, 16 Räume auf einer Etage des nunmehr GWG-eigenen Gebäudes werden in Zukunft gemeinsam von der Stabstelle Bürgerengagement der Stadt, von Landkreis und Diakonieverband sowie von Initiativen, wie zum Beispiel Ridaf oder der Kreuzkirchen-Flüchtlingsarbeit, genutzt. Neben den fünf hauptamtlichen Mitarbeitern vor Ort und Bundesfreiwilligen des Landkreises werden hier auch die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit mit eingebunden. Büros und Gruppenräume sind jedenfalls genügend vorhanden. Und sogar einen  interreligösen Gebetsraum hat die Stadt eingerichtet.

Man verstehe sich hier als ein Ort der Vernetzung, sagen Hahn sowie die Leiterin der Stabsstelle Bürgerengagement Anke Bächtiger und Peter Donecker von der Koordinationsstelle für ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingsarbeit des Diakonieverbandes. „Es ist noch nicht fertig, sondern die Arbeit hier soll wachsen und sich entwickeln“, sagt Anke Bächtiger. Ein fertiges Konzept liegt noch nicht in der Schublade. „Weil wir unsere Angebote an der Bedürfnislage orientieren wollen.“

Die Hauptamtlichen setzen dabei auch große Hoffnung in die Kreativität der Ehrenamtlichen. Oder sonstiger Initiativen, an die bislang noch gar nicht gedacht wurde. Im Begegnungs- und Integrationszentrum soll jedenfalls immer was los sein, egal ob Sprachkurs oder gemeinsames Kochen, was in der großzügigen Küche möglich ist.

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