Games-Sektor als Zukunftsmarkt

Reutlingen.  "Online-Spiele" war jetzt bei der Industrie- und Handelskammer ein Thema: ein künftiger Wachstumsmarkt, heißt es in einer Mitteilung der IHK.

"Die Potenziale und Chancen Baden-Württembergs im Bereich der Computer- und Videospiele sind gut", erklärte Daniel Rousta, Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, dieser Tage bei der gemeinsamen Veranstaltung des Bundesverbandes der Computerspielindustrie, der Industrie- und Handelskammer Reutlingen und der Landesanstalt für Kommunikation zum Thema "Online-Games - Innovationstreiber für die Wirtschaft" in Reutlingen.

"Mit über 20 Unternehmen befindet sich Baden-Württemberg aktuell zwar noch im Mittelfeld. Mit dem Wandel des Verbraucherverhaltens hin zu Online- und Browser-Spielen werden die Karten jedoch neu gemischt. Ich bin mir sicher, dass es uns gemeinsam gelingen kann, diese Möglichkeiten zu nutzen", sagte Rousta.

Deutschlandweit gibt es laut dem Games-Report 2011 etwa 275 Entwickler und Publisher von Computer- und Videospielen. Rund 40 Prozent hiervon sind im Bereich der Online- und Browser-Spiele aktiv - in dem Bereich, der sich innerhalb der Branche am dynamischsten entwickelt. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland in der Gamesbranche über 1,86 Milliarden Euro umgesetzt. Die Branche umfasst in ihrem Kernsegment rund 6000 Beschäftigte.

"Bereits in der Koalitionsvereinbarung haben wir die Kreativwirtschaft als eines der künftigen Wachstums- und Handlungsfelder identifiziert", betonte Rousta. "Der Games-Sektor stellt einen erfolgversprechenden Zukunftsmarkt für Baden-Württemberg dar. Über Netzwerke und im Kontakt zu den einschlägigen wissenschaftlichen Einrichtungen des Standorts kann der nächste Entwicklungssprung gelingen. Auch Lernprogramme und Serious Games können immens von der rasanten Entwicklung im Bereich der Computerspiele profitieren."

Im Koalitionsvertrag ist auch festgelegt, dass die Landesanstalt für Kommunikation ein Gütesiegel entwickeln soll, das im Interesse des Kinder- und Jugendschutzes sichere Positivlisten-Software auszeichnet. "So wollen wir den Jugendschutz im Internet stärken", erklärte Rousta. "Denn im Vordergrund eines Spieles sollte stets Spaß und Freude stehen. Wenn man zusätzlich auch noch Wissen vermittelt bekommt - umso besser."


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Autor: SWP | 13.12.2011

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