Zwei Hotels und Leben im Traditionscafé

Die Metzinger Hotel- und Gastroszene rüstet weiter auf: Zwei weitere Hotels kommen - und seit Tagen ist wieder Leben in einem einstigen Traditionslokal.

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Investoren feilen weiter am Metzingen der Zukunft. Nicht nur rund um den Lindenplatz wird sich einiges verändern.  Foto: 

Gastronomen und Investoren in Metzingen feilen weiter am zukünftigen Angebot in der Stadt. Dass die ihr Gesicht erneut  verändern wird, ist klar: Dreieinhalb Millionen Kunden, die jährlich in der Outletcity einkaufen, sprechen  eine klare Sprache. Doch ob Smart-Shopper oder Ermstalurlauber – wer ein Bett für die Nacht sucht, hat in Metzingen bald eine größere Auswahl als bisher.

Dafür sorgen unter anderem zwei neue Hotels: Zum einen baut der  Metzinger Gastronom Angelo Procopio derzeit am Standort des ehemaligen „Rössle“ in der Pfleghofstraße ein Haus mit 23 Zimmern (wir haben berichtet). Und zum anderen plant die Holy-AG auf dem G&V-Areal ebenfalls ein Hotel, und zwar eines, das mit größeren Hausnummern als bislang üblich dienen kann: Allein im ersten Bauabschnitt entsteht auf dem ehemaligen Industriegelände eine Übernachtungsstätte mit  140 Zimmern, erklärt Marcus Reutter, der Leiter des Bereichs Immobilien bei der Holy AG.

Fertig sein wird das neue Haus nicht vor Ende des Jahres 2018, so Marcus Reutter weiter. Geht es nach Angelo Procopio, so könnte sein Neubau in der Pfleghofstraße bereits Mitte kommenden Jahres für Gäste offen stehen, sagte der Gastronom vor Kurzem gegenüber unserer Zeitung.

Die Holy-AG hat indessen gleich mehrere (Gastro)-Projekte in der Stadt im Blick. Beispielsweise das momentan leerstehende Gebäude am Lindenplatz, schräg gegenüber des Glaswürfels. Dort bekochte bis Jahresanfang die niederländische Kette „La Place“ ihre Gäste. Die Systemgastronomie hatte im Januar Insolvenz angemeldet – seitdem fragen zumindest Einheimische immer mal wieder nach der Zukunft des Hauses.

Die ist noch nicht geklärt. Denn für Gastronomen (zuvor war ein Bäcker aus der Region dort zugange) sei die Situation eher beengend  gewesen, erklärt Marcus Reutter. „Wegen der Holzstützen im Inneren fehlt eine freie Fläche, um Speisen richtig zuzubereiten.“

Nun prüft der Investor, dem das Haus gehört, ob die Statiker die Holzpfeiler ersetzen und bessere Bedingungen für Gastronomen schaffen können. Ob künftig dort wieder ein Café einzieht oder das Gebäude anderweitig genützt wird, entscheiden die Verantwortlichen dann.

Sollte erneut Essen und Getränke über die Theke gehen, sei es ein Ziel der Holy AG, ein Angebot für Einheimische und auswärtige Gäste zu schaffen, betont der Bereichsleiter.

Apopos Café: Ein solches will die Firma Hugo Boss höchstselbst auf dem neuen G&V-Areal einrichten, und zwar in der großen Halle beim neuen Hotel. Cappuccino und Himbeertorte statt Haute Couture – auch hier feilen die Macher noch an ihrem Konzept. Zwei Jung-Gastronomen sind da bereits einen Schritt weiter: Vor wenigen Tagen haben Daniel und  Marissa Caccavale in der Schönbeinstraße eine Metzinger Institution wieder belebt. Jedenfalls, was die Adresse angeht, denn das neue Bistro „Einzelstück“ hat dort eröffnet, wo die Gäste bis im vergangenen Sommer den Plüschsessel-Charme des Café Mauch genossen.  Vom 60er Jahre Ambiente des Traditionslokals ist aber nichts mehr zu sehen. Der neue Besitzer hat das Haus grundlegend saniert, die jungen Unternehmer haben ihre Gaststätte mit einer Mischung aus antiken und modernen Möbeln eingerichtet.

Kulinarisch reist Küchenmeister Daniel Cacacvale um die ganze Welt. „Deswegen ziert auch eine große Weltkarte unser Lokal“, sagt der Chef.

Eines bleibt übrigens wie es über Jahrzehnte war: Am Standort des „Mauch“ gibt es weiterhin nachmittags Kaffee und Kuchen.

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