Zumba tanzen, Tarzan spielen

Unter dem Motto "unsere Schule bewegt sich" veranstaltete die Sieben-Keltern-Schule zum zweiten Mal einen besonderen Sporttag. Der kam bei den Kindern auch in diesem Jahr sehr gut an.

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Ich finde das richtig cool, dass man sich einen ganzen Tag austoben kann", meint die neunjährige Leonie über den Sporttag, bei dem am Freitag rund 190 Schüler mächtig viel Spaß hatten.

Die Kinder der 3. und 4. Klasse fanden an den vier Stationen eigentlich alles total "cool".

Vor allem ihren eigenen Zumba-Lehrer im obersten Stock des Schulgebäudes. "Let´s get ready to party! Let´s get ready to Zuuuumba", riefen sie hier gemeinsam im Chor, bevor sie mit Fabrizio Laraia den Gangnam Style aufs Parkett legten.

Der junge Tanzlehrer stammt von einer Reutlinger Tanzschule und wurde vom Förderverein der Grundschule gesponsert. Die Idee kam bei den Neun- bis Elfjährigen richtig gut an. Die Schritte hatten die meisten schon von alleine drauf und die, die noch gar nicht dran waren und im Gang warten mussten, sangen und klatschen einfach im Takt mit. Diese gute Stimmung nahmen sie dann zu den anderen Stationen mit, wo sie immer noch die Lieder summten, zu denen sie beim Zumba getanzt hatten.

So auch in der neuen Sporthalle. Hier waren alle Sportgeräte aufgebaut, die der Schulsport so hergibt. "Wenn die Kinder in die Halle kommen und sehen, was alles aufgebaut ist, dann strahlen sie schon los und sind ganz glücklich", erzählt Uschi Pfeiffer, die neben sieben weiteren Lehrkräften an der Grundschule Sport unterrichtet.

Das Gute sei, dass man an so einem Sporttag einmal alles auf einmal aufbauen könne, was im normalen Sportunterricht gar nicht möglich wäre. Da gab es den Schwebebalken, Ringe, Stufenbarren, Tarzan-Seile und, was die Kinder am tollsten fanden, einen "Berg". Das waren Matten, die sie erst hochklettern mussten, um dann von oben herunterzuspringen.

"Da können die Kinder ihre Grenzen austesten und sich überwinden, was wichtig ist in dem Alter, um das Selbstwertgefühl zu stärken", erklärt Nicole Sattler, ebenfalls Sportlehrerin.

"Es kommt immer super an, wenn die Kinder irgendwo herunterhüpfen dürfen, möglichst hoch!", weiß Uschi Pfeiffer. In der Schillerhalle stand alles im Zeichen des Wintersports. Hier gab es Skigymnastik, Bobrennen in Rollkisten, Biathlon, Eisschnelllaufen und eine Skisprungschanze für ganz Mutige.

Die bestand aus schräg gestellten Bänken, auf denen die Kinder auf Fließunterlagen herunterrutschen und dann auf eine Matte springen konnten. Im Hallenbad gab es verschiedene Schwimmspiele. Indem alle Kinder in dieselbe Richtung im Kreis gingen, erzeugten sie einen Strudel. Auf das Klatschen der Lehrerin hin, mussten sich dann alle umdrehen und in die andere Richtung gehen.

Spaß hatten sie auch beim U-Boot-Fangen, bei dem der, der dran ist, die anderen nur unter Wasser fangen darf. Wer gefangen wird, ist dann das neue U-Boot. Bei allen Stationen soll die Motorik der Kinder geschult werden. "Es geht um Gleichgewicht, Kraft, Geschicklichkeit und Orientierung", so Nicole Sattler. Auch sei wichtig, dass egal welche Begabung die Kinder haben, jeder für sich etwas finde, das ihm Spaß macht. Zur Stärkung gab es bei so viel Bewegung auch ein gesundes Frühstück, das von freiwilligen Eltern serviert und vom Förderkreis finanziert wurde. Den Sporttag gibt es an der Grundschule seit letztem Jahr.

"Wir sind seit letztem Jahr Schule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt und da haben wir versucht, alles mögliche in dieser Richtung in unseren Alltag einzubauen, unter anderem auch durch den Sporttag", erklärt Uschi Pfeiffer. An diesem Tag sind viele Lehrer im Einsatz, um die ganze Rasselbande in Schach zu halten. "Wir brauchen da echt alle Lehrer, um das auf die Beine stellen zu können, und da sind wir sehr dankbar, dass das bei uns im Kollegium so super funktioniert", sagt Nicole Sattler.

Dabei mache der Sporttag ihnen genauso viel Spaß wie den Kindern. Das geben die Sportlehrerinnen gerne zu. "Das ist auch für uns mal ein ganz anderer Schultag", meint Uschi Pfeiffer. Besonders die Kinder hätten sich schon seit der Bekanntgabe auf den Sporttag gefreut und dauernd davon geredet.

"Jetzt gehen sie ganz glücklich mit dem, was sie erlebt haben, in die Ferien", so die Lehrerin. Die Erst- und Zweitklässler dürfen sich schon auf ihren Sporttag freuen, der nach den Ferien am 1. März stattfindet.

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