Zeitung und Schule: Der Kurzzeitlehrer vom Pferderücken

Im Rahmen des Projekts "Zeitung und Schule" war gestern Horst Bulheller zu Gast in der Schulmensa im Neugreuth. Er erzählte rund 150 Schülern von seinem Werdegang zum Stuntreiter.

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  • Aufmerksam lauschten die aus dem ganzen Landkreis angereisten Schüler den Ausführungen von Horst Bulheller. Fotos: Kai Rixecker 1/4
    Aufmerksam lauschten die aus dem ganzen Landkreis angereisten Schüler den Ausführungen von Horst Bulheller. Fotos: Kai Rixecker
  • Sieht gefährlicher aus als es ist: Die Show-Schwerter sind völlig harmlos. 2/4
    Sieht gefährlicher aus als es ist: Die Show-Schwerter sind völlig harmlos.
  • "Pablo" graste als Anschauungsobjekt neben der Schulmensa. 3/4
    "Pablo" graste als Anschauungsobjekt neben der Schulmensa.
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Zwei Herzen schlagen in der Brust von Horst Bulheller. Mit dem kleineren führt er eine Firma, ein metallverarbeitendes Unternehmen im Raum Darmstadt. Das andere, deutlich größere aber, pocht für die Reiterei. In einer "Pferde-verrückten" Familie wuchs Bulheller schon als Kind mit den Tieren auf. Vom ersten öffentlichen Ritt als St. Martin beim Laternenumzug der örtlichen Gemeinde über Vorführungen bei der Weihnachtsfeier des Reitvereins rutschte er mehr und mehr in die Szene der Stuntreiterei. Heute ist Bulheller einer der bekanntesten deutschen Akrobatikreiter, tritt als Stuntman in Filmen auf oder lässt auf großen Ritterveranstaltungen den Zuschauern den Atem stocken. Inzwischen tritt Bulheller sogar selbst als Veranstalter großer Festivals auf und schreibt dafür eigene Drehbücher für die dort gezeigten Shows. Zuletzt war er hier in der Region beim großen Keltenfest zusammen mit Lesern unserer Zeitung in Aktion zu sehen.

Seit 15 Jahren ist er nun als professioneller Stuntman mit seiner Truppe unterwegs, beide Schlüsselbeine und zwei Rippen fielen seinem Einsatz in der Zeit zum Opfer. "Ein guter Stuntman bereitet sich so vor, dass er sich nicht verletzt", sagte Bulheller dazu auf Nachfrage eines Schülers. Ein Sturz vom Pferd im vollen Galopp lasse sich aber nunmal nicht immer hundertprozentig planen, "Unfälle passieren", hakt er seine Blessuren ab.

Zu einem Stuntreiter gehören natürlich auch die richtigen Pferde. Spanier oder Araber seien dafür die besten Rassen, "die schmeißen die Beine so schön spektakulär." Bis zu vier Jahre dauert die Ausbildung eines Pferdes, ausschließlich Hengste werden als Showtiere verwendet. Für sein Toppferd habe er als Rohdiamant 30 000 Euro investiert, "unausgebildet", wie Bulheller betont.

In Metzingen kam der zweifache Familienvater auf dem Rückweg von Neu-Ulm vorbei, wo er ein neues Pferd gekauft hatte. Neben den festen Engagements unter anderem im Schloss Thurn bei Nürnberg oder in Tschechien kommen in der nächsten Spielzeit feste Auftritte in Nottingham und in Frankreich für das ehs-Team von Horst Bulheller hinzu. So gilt es, den Bestand an Pferden auszubauen, bis zu 25 Tiere sollten es im Idealfall werden, um alle Anfragen befriedigen zu können.

Einen Großteil der für die Shows benötigten Ausrüstung stellt das Stunt-Team übrigens selbst her, zum Beispiel auf Stahloptik getrimmte Aluschwerter, die in den Ritterkämpfen viel leichter zu handhaben sind, oder Helme und Schutzschilde.

Info Die nächste Veranstaltung von "Zeitung und Schule" der Südwestpresse in Kooperation mit der Kreissparkasse findet am Donnerstag, 25. Oktober, in der Schulmensa im Neugreuth statt. Zu Gast wird dann Landrat Thomas Reumann sein.

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