Wenn der Fehlalarm teuer wird

Nach einem ohnehin sirenengetränkten Nachmittag wegen eines Verkehrsunfalls auf der B 28 musste die Feuerwehr am frühen Donnerstagabend noch mal raus. Zu einem teuren Laubfeuer.

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Die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr stehen parat, wenn sie gerufen werden. Das beweisen sie fast täglich, obwohl es durchaus Tage der Ruhe gibt. Solche seltenen Momente des Innehaltens sollten ihnen eigentlich vergönnt sein. Am Donnerstagabend verhielt es sich anders. Gerade waren sie von ihrem Einsatz auf der B 28 zurück, als wohl ein Anwohner des Quartiers Buckenbühl herabgefallenes Herbstlaub mitsamt angefallenem Baumschnitt aufhäufte und es den Flammen preisgab.

Es entwickelte sich in der Folge ein lustiges Feuerchen, das freilich dem teilweise hohen Feuchtigkeitsgrad des harzdurchdrängten Nadelgehölzes Tribut zollen musste. Es qualmte schwarz und stank zum Himmel, sodass schnell Anwohner und Passanten in Unkenntnis der Sachlage Schlimmes vermuteten. Immerhin liegen in unmittelbarer Nachbarschaft des Laubfeuers die Sieben-Keltern-Schule und das Hallenbad. Wenn es in einem dieser Gebäude brennen sollte, käme dies einer Katastrophe gleich. Deswegen alarmierten gleich mehrere Personen die Feuerwehr. Ein Anruf und der Hinweis auf Schule und Hallenbad setzten dann "die gesamte Maschinerie in Gang", wie es gestern aus Reihen der Feuerwehr hieß.

Im vorliegenden Fall waren das vier Fahrzeuge und 40 Mann Besatzung. Nur von der Feuerwehr, wohl gemerkt. Schnell trafen auch die DRK-Bereitschaft, zwei Rettungswagen, ein Notarztwagen und der Einsatzleiter des Rettungsdienstes ein. Und freilich die Polizei, die auch die Zufahrt zum Einsatzgebiet absperrte. All das wegen eines kleinen Lagerfeuerchens. Der dies entfacht hatte, wird nun die Rechnung für den Einsatz bezahlen müssen. Hätte er zuvor beim Amt für Öffentliche Ordnung sein Feuerchen angemeldet, wäre er vergleichsweise glimpflich davongekommen und hätte nicht wesentlich mehr als schimpfende Nachbarn zu fürchten gehabt. Keine Angst: Wer beim Grillen im Garten einen Smoker zum Qualmen bringt, müsste eine grundlos angereiste Feuerwehr nicht bezahlen. So etwas firmiert unter normalem Fehlalarm.

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